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Meldung vom 30. Juli 2021

Ein Gang durchs Märchenschloss

Die märchenhafte Ausstellung der Werkstätten der Jugendkunstschule „Es wird einmal sagenhaft…“ ist anlässlich der Sonderausstellung „Spielzeugwelten“ ins Emschertal-Museum, in den Glockenraum von Schloss Strünkede, gezogen. Dort bleibt sie für Besucherinnen und Besucher bis Ende der Spielzeug-Ausstellung am 9. Januar geöffnet. Die Arbeiten der jungen Kunstschaffenden waren zuvor in der VHS-Galerie zu sehen.

Kirsten Katharina Büttner, stellvertretende Leiterin des Emschertal-Museums, freut sich sehr über den Umzug der Ausstellung – nicht nur, weil die Märchen-Werke im Museum besser zugänglich seien, sondern besonders deshalb, weil diese so gut zur Spielzeug-Sonderausstellung passe. Im Rahmen der „Spielzeugwelten“ sind für den Herbst bereits zwei ähnlich märchenhafte Veranstaltungen angekündigt: Das „Künstlercafé: Eine Reise ins Märchenwunderland“ (30. Oktober) und das „Märchenhafte Familienkonzert“ (21. November). Büttner verspricht, dass noch einiges folgen werde.

An der Ausstellung haben etwa ein Jahr lang ungefähr 26 Jugendliche im Alter von 14 bis 22 Jahren gearbeitet. Sowohl ein Schülerprojekt als auch ein Jugendprojekt, bestehend aus nicht mehr schulpflichtigen Jugendlichen, waren beteiligt. Fertiggestellt haben sie die Werke zum Teil auch zuhause – wegen der Pandemie war die Arbeit in den Werkstätten nicht möglich.

Gäste der Ausstellung erwartet eine bunte Mischung aus Märchenklassikern – von Rotkäppchen und Rapunzel über die Bremer Stadtmusikanten bis hin zu den Sterntalern. Darüber hinaus sind weitere typisch märchenhafte Motive abgebildet oder Exponate ausgestellt, die sich in jeder Geschichte wiederfinden, zum Beispiel Schätze oder Hexen.

Die Jugendlichen haben sich aufgeteilt auf drei Werkstätten: Textilgestaltung, Bildmalerei und Druckerei. So sind Gemeinschaftsprojekte – Gemälde, Figuren oder auch ein Puppentheater –entstanden, zu denen alle Beteiligten Ideen beitragen und diese umsetzen konnten. „Es ist gut, mit mehreren an einer Sache zu arbeiten. Das fördert das Gemeinschaftsgefühl“, erklärt Julia Wagner, Werkpädagogin der Jugendkunstschule. Ungefähr 30 Stunden hat Jana, eine Teilnehmerin, für ihr Märchenwald-Gemälde gebraucht, das wiederum von anderen Beteiligten um gewebte Spinnennetze ergänzt wurde. Der Materialmix ist es, der die Zusammenarbeit der Künstlerinnen und Künstler auf vielen Werken zeigt. Joanna Machura, ebenso Werkpädagogin, betont, dass dieses Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien ihnen besonders wichtig gewesen sei. „Die Jugendlichen konnten die Materialien fühlen, spüren, riechen“, so Machura.

Im Zuge des Projekts haben sich die Jugendlichen auch inhaltlich näher mit den Märchen beschäftigt und zum Beispiel Charaktere interpretiert oder die Rolle von Frauen in den Geschichten mit der heutigen Zeit verglichen. Mitunter wurden auch eigene Märchen geschrieben.

Die Märchen-Ausstellung wird demnächst auch in einer Videoreihe auf dem städtischen YouTube-Account zu sehen sein, zusammengestellt von der Museumspädagogin Simone Sonnentag.

Als „sagenhaft schön“ – passend zum Titel – beschreibt Büttner die Ausstellung: „Man hat das Gefühl, man geht durch ein Märchenschloss“. Besichtigt werden kann dieses Schloss im Schloss dienstags bis freitags, 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr, samstags, 14 bis 17 Uhr, und sonntags, 11 bis 17 Uhr.

Weitere Informationen zur Jugendkunstschule unter: https://www.jks-herne.de/ .

Details der Meldungen
2017-04-26