Homepage / Meldungen
Meldung vom 20. September 2021

Elternhaltestelle an der Michaelschule eingeweiht

Am Montag, 20. September 2021 haben Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Schulleiterin Necla Sezer an der Bickernstraße die Elternhaltestelle für die Michaelschule, eingeweiht. „Mit der Haltestelle bietet die Michaelschule Eltern, die nicht auf das Auto verzichten können, eine Möglichkeit ihre Kinder an einer gesicherten Stelle aussteigen zu lassen“, so das Stadtoberhaupt. „Außerdem wird so der Bringverkehr vor der Schule entzerrt und die Sicherheit aller zu Fuß gehenden Schülerinnen und Schüler verbessert.“

Schulleiterin Necla Sezer dankte der Stadt für die Unterstützung bei der Einrichtung der Haltestelle. „Nun kommt es darauf an, dass dieses Angebot von möglichst vielen autofahrenden Eltern genutzt wird. Dafür haben wir Flyer gedruckt, die wir an die Eltern verteilen“, so die Schulleiterin. Grundsätzlich sei es aber am besten, wenn die Kinder möglichst gar nicht zur Schule gefahren werden. Denn nur so könnten sie lernen, wie man sich sicher im Straßenverkehr verhält. „Auf dem Rücksitz lernt man kein verkehrssicheres Verhalten“, unterstrich Sezer.

Um die Verkehrssicherheit im Schulumfeld zu erhöhen, hatten die Kinder und Eltern mit dem Lehrerkollegium bereits im vergangenen Schuljahr das Verkehrszähmer-Programm eingeführt, bei dem Schülerinnen und Schüler belohnt werden, die zu Fuß zur Schule kommen. Außerdem wurde von den Eltern ein Verkehrshelferdienst eingerichtet, der die Überwege im direkten Schulumfeld sichert. So werden künftig auch die Kinder, die an der Elternhaltestelle aussteigen, vor der Schule über die Straße geleitet. Außerdem wurden an der Haltestelle Fußstapfen aufgemalt, die den Kindern zeigen, wo es lang geht.

Mit der Einweihung der Elternhaltestelle erreicht die Michaelschule ein wichtiges Etappenziel. Dabei wurde sie seitens der Stadt durch die Mobilitätsbeauftragte Dana Jakert beratend unterstützt. „Alle Eltern möchten, dass ihr Kind sicher zur Schule kommt“, so Jakert. „Doch die Fahrt mit dem Auto bietet nur eine trügerische Sicherheit.“

Darüber hinaus würden Kindern wichtige Erfahrungen vorenthalten, die sie für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr benötigen. In vielen Studien sei nachgewiesen worden, dass der zu Fuß zurückgelegte Schulweg positive Effekte auf die kindliche Entwicklung hat. Dazu gehören eine höhere Konzentrationsfähigkeit im Unterricht, eine verbesserte körperliche Fitness sowie die Reduzierung von Übergewicht.

Die Nutzung der Haltestelle soll nach einigen Wochen überprüft werden. „Wir wissen, dass es eine langfristige Aufgabe ist, die Eltern zur Nutzung der Haltestelle zu ermuntern“, ist sich Schulleiterin Sezer bewusst. „Schließlich müssen die Vorteile jeder neuen Elterngeneration vermittelt werden. Ich wünsche mir jedenfalls, dass es mittelfristig wieder zu einer Ausnahme wird, Kinder zur Schule zu fahren.“

Details der Meldungen
2017-04-26