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Meldung vom 27. April 2022

Ein sicheres Zuhause für Kinder in Not

Kindern, die nicht in ihrer eigenen Familie aufwachsen können, ein sicheres und liebevolles Zuhause bieten - das ist die Aufgabe von Pflegefamilien. In Herne ist der Bedarf an diesen Familien groß. Die Stadt Herne sucht sowohl Familien, die Kinder dauerhaft, als auch Familien, die Kinder in Bereitschaftspflege aufnehmen.

"Kinder, die eine Bereitschaftspflegefamilie benötigen, kommen aus einer Krisensituation und haben im Regelfall gerade etwas Schlimmes erlebt", berichtet Andreas Bull, Teamleiter des Pflegekinderdienstes im städtischen Fachbereich Kinder-Jugend-Familie. Für diese Kinder muss dann schnell ein vorübergehendes Zuhause gefunden werden. Der Stadt Herne stehen derzeit zehn Bereitschaftspflegefamilien mit 18 Plätzen zur Verfügung, die aktuell jedoch alle belegt sind. "Die Bereitschaftspflege hat die Aufgabe, ein Kind so lange zu beherbergen, bis eine Entscheidung gefallen ist, wo das Kind am besten untergebracht ist. Entweder ist eine Rückführung in den elterlichen Haushalt oder eine Unterbringung in einer Dauerpflegefamilie möglich. Auch davon haben wir zu wenige", so Bull weiter. Die Stadt Herne betreut aktuell circa 210 Dauerpflegefamilien.

Familie B. ist bereits seit vielen Jahren als Pflegefamilie tätig - seit 2012 für die Stadt Herne. Über einen Aufruf in der Zeitung sind sie auf den Bedarf aufmerksam geworden. Nach anfänglichem Zögern, ob sie für die Aufnahme von Pflegekindern geeignet sind, haben sie sich für diesen Weg entschieden und eine Schulung durchlaufen. "Aus heutiger Sicht bin ich froh, dass wir das durchgezogen haben. Heute kann ich sagen: Das ist das Schönste, was ich in meinem Leben gemacht habe", erklärt der Pflegevater. Zusammen mit seiner Frau nimmt er Dauerpflege- und Bereitschaftspflegekinder auf - 66 Kinder hat er im Laufe der Jahre beherbergt. Ein Mädchen, dass im Jahr 2018 als fünf Monate altes Baby aus einer Notsituation heraus bei Familie B. untergekommen ist, ist bis heute bei ihnen - mittlerweile in der Dauerpflege. "Heute ist sie sechs Jahre alt und unser absoluter Lebensinhalt", erzählt B. freudestrahlend. Andere Bereitschaftskinder bleiben in der Regel zwischen einigen Tagen und mehreren Monaten bei Familie B.

Aber nicht jede Familie kann jedes Kind aufnehmen. Andreas Bull weist darauf hin, dass Kinder und Pflegefamilien zueinander passen müssen: "Wir suchen für Kinder eine Familie, nicht für Familien ein Kind". Pflegeeltern boten Kindern einen sicheren Hafen, in dem sie die Liebe erfahren, die sie sonst in ihren eigenen Familien erfahren würden.

Um als Pflegefamilie tätig sein zu können, müssen Interessierte einige Voraussetzungen erfüllen. Sie dürfen keine Einträge im Führungszeugnis haben, die für die Pflege von Kindern relevant sind. Zudem müssen sie mit einem Gesundheitsattest nachweisen, dass sie für die Aufnahme von Pflegekindern geeignet sind. Auch eine Schufa-Auskunft muss eingereicht werden. Finanzielle Sicherheit ist notwendig, um den Kindern ein sicheres Zuhause zu bieten. Zuletzt sind auch die räumlichen Voraussetzungen wichtig: Pflegeeltern müssen über ein kindgerechtes Einzelzimmer verfügen. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, beginnt die pädagogische Vorbereitung. In vier Einzelterminen lernen Mitarbeitende des Pflegekinderdienstes die Familien kennen und machen sich einen persönlichen Eindruck von ihrem Zuhause. Anschließend durchlaufen die zukünftigen Pflegeeltern eine Schulung an zwei Samstagen. Dort berichten erfahrene Pflegeeltern von ihren Erfahrungen, erzählen aber auch von den Herausforderungen.

Für die Aufnahme von Pflegekindern können sich nicht nur Paare bewerben, sondern auch Einzelpersonen. "Wir sind offen für verschiedene Lebenskonzepte", betont Andreas Bull.

Wer Interesse hat, einem Kind ein behütetes Zuhause zu geben, kann sich bei Andreas Bull melden. Er steht telefonisch unter 0 23 23 / 16 - 36 32 und per E-Mail an andreas.bull@herne.de zur Verfügung.

Details der Meldungen
2017-04-26