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Meldung vom 09. Mai 2022

Linde in Sodingen erinnert an die Opfer der Pandemie

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ist an einem Feldweg in Sodingen eine Linde für die Opfer der Corona-Pandemie gepflanzt worden. Ein schwerer Findling und eine erläuternde Tafel ergänzen den neuen Erinnerungsort unweit der Straße An der Linde.

Der Name der Straße weist auf einen Baum hin, der dort zur Erinnerung an das Pestjahr 1636 stand. An diese Tradition anknüpfend haben sich der Sodinger Heimatforscher Gerd E. Schug und Bezirksbürgermeister Mathias Grunert seit dem Herbst 2020 für die Pflanzung einer Coronalinde eingesetzt und zahlreiche Unterstützer gefunden, die der Einweihung durch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda am Freitag, 6. Mai 2022, beiwohnten. Durch das große Engagement kamen so viele Spenden zusammen, dass keine öffentlichen Mittel für das Ensemble zur Verfügung gestellt werden mussten. Die Stadt Herne unterstützte jedoch gerne logistisch.

Für Fassungslosigkeit sorgte bei den Anwesenden, dass die Linde durch zwei bewusst herbeigeführte tiefe Schnitte in den Stamm beschädigt wurde. Sollte sie diese Verletzungen nicht überstehen, soll jedoch Ersatz gepflanzt werden. Bei den Initiatoren wie beim Oberbürgermeister bestand Einigkeit darin, vor diesen Freveltaten nicht einzuknicken und das Gedenken an die Opfer der Pandemie wach zu halten. Die Tafel und der Findling waren außerdem zuvor von unbekannten Personen mit Farbe beschmiert worden, konnten aber gereinigt werden.

Meldung vom 12. Mai 2022:
Durch die zwei bewusst herbeigeführten, tiefen Schnitte in den Stamm der Linde, fiel der so vorgeschädigte Baum am Mittwoch, 11. Mai dem Wind zum Opfer. Es wird eine Ersatzpflanzung geben.
Details der Meldungen
2017-04-26