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Meldung vom 17. Januar 2023

Hernes erster Klimaparkplatz ist eröffnet

Nach fünf Monaten Bauzeit ist am Montag, 16. Januar 2023, im Rahmen der Klimafolgenanpassung in Herne an der Straße Im Sportpark, der erste klimagerechte Parkplatz fertiggestellt worden.

Knapp 2.000 Quadratmeter versiegelte Parkplatzfläche wurden so umgestaltet, dass durch eine gleichberechtigte Berücksichtigung von Grün und Wasser eine Abkühlung des Stadtklimas erreicht werden kann und frühere Hitzeinseln eine schattenspendende Begrünung erhalten. Entwickelt wurde das Projekt im Rahmen der Zukunftsinitiative Klima.Werk, dem gemeinsamen Netzwerk von Emscher-Kommunen und Emschergenossenschaft, zu dem auch die Stadt Herne gehört. Finanziert wurde der Umbau der Fläche zum klimagerechten Parkplatz mit einer Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Stadt Herne hat das Konzept des Klimaparkplatzes so entwickelt, dass pro fünf Stellplätze ein Baum auf der Fläche gepflanzt wird. Die Stellplatzflächen sind mit einem versickerungsfähigen Pflaster hergestellt, die Baumstandorte als Baumrigolen konzipiert worden. So wird das anfallende Niederschlagswasser der Parkplatzflächen gesammelt und für die Wasserversorgung der Bäume genutzt. Die Modellierung des Parkplatzes als Mulde sowie der unterirdische Einbau von Füllkörperrigolen (Speicherkörpern) sorgt für eine temporäre Zwischenspeicherung und einen Retentionsraum für Niederschläge bei Starkregen. So kann auch die städtische Kanalisation entlastet werden.

„Der Klimaparkplatz bietet nach der Umgestaltung insgesamt 74 Stellplätze, von denen drei barrierefrei hergestellt worden sind. Die Erschließung erfolgt jetzt verkehrssicher über eine gemeinsame Zu- und Ausfahrt. Fußläufig kann der Klimaparkplatz über vier Zuwegungen, zwei davon barrierefrei, erreicht werden. Eine neue Fahrradabstellanlage mit zehn Abstellmöglichkeiten befindet sich nahe der Sporthalle im Sportpark“, beschreibt Stadtrat Karlheinz Friedrichs.

Andreas Giga, Leiter der Serviceorganisation der Zukunftsinitiative Klima.Werk bei der Emschergenossenschaft: „Die Städte im Ruhrgebiet müssen klimarobust umgebaut werden – mit dem städtebaulichen Konzept der Schwammstadt. Durch verschiedene Maßnahmen wie zum Bespiel Dach- und Fassadenbegrünungen oder Flächenentsiegelungen wie hier beim klimagerechten Parkplatz müssen wir dafür sorgen, dass Regenwasser lokal aufgenommen und gespeichert wird, um vor Ort positiv fürs Mikroklima zu wirken“, erläuterte Andreas Giga, Leiter der Serviceorganisation der Zukunftsinitiative Klima.Werk bei der Emschergenossenschaft. „Je mehr Speicherkapazitäten und Ablaufflächen es für Niederschlag gibt, desto geringer ist auch das Gefährdungspotenzial von Starkregen. Je mehr Grün und damit Verdunstungsflächen es gibt, desto besser funktionieren Kühlung und Frischluftzufuhr“.

  • ©Thomas Schmidt, Stadt Herne
  • ©Thomas Schmidt, Stadt Herne
  • ©Thomas Schmidt, Stadt Herne
Details der Meldungen
2017-04-26