Meldung vom 03. Dezember 2018

Selbstständig und sicher zur Schule

Pünktlich um 7:15 Uhr machten sich am Freitag 30. November 2018, Vertreter des Rates der Stadt, des Kommunalen Ordnungsdienstes, der Polizei und des Kinder-und Jugendparlaments auf den Weg vom schulischen Elterncafé der Grundschule zur Strassensituation unmittelbar vor der Schule. Ziel der morgendlichen Aktion: Die Sensibilisierung der autofahrenden Eltern und die steigende Menge an „Elterntaxis“ und deren Verhalten im Strassenverkehr sowie Verteilung von Warnwesten und Mobilitätsfibeln an Kinder und Eltern.

Der Straßenverlauf des Jürgens Hof bringt dabei noch eine gefährliche Besonderheit mit, denn die Straße bildet eine Kurve entlang der Grundschule. Die motorisierten Eltern können nicht die gesamte Straße einsehen und somit nicht die Verkehrssituation abwägen. Erschwert wurde die Situation bis vor kurzem noch durch parkende Autos, die die Straße quasi einspurig werden ließen. Durch die vielen „Elterntaxis“ unmittelbar vor dem Schuleingang sind bisweilen sehr gefährliche Situationen aufgrund von rangierenden und falsch parkenden Fahrzeugen entstanden. Ähnlich wie bei vielen anderen Schulen gefährden damit die motorisierten Eltern nicht nur den eigenen Nachwuchs sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Speziell am Jürgens Hof werden Lehrerparkplätze als Haltebuchten und Wendemöglichkeiten missbraucht, ausgewiesene Halteverbote ignoriert, stets in dem Bestreben zügig zur Arbeit zu gelangen. Man muß kein Verkehrsexperte sein, um zu erkennen wie gefährlich ein solches Verhalten – gerade in der jahreszeitlich bedingten Dunkelheit – ist.

Leicht verbessert zeigt sich die Situation, seitdem gegenüber der Schule in einem Abschnitt von ca. 150 Metern eine neue Halteverbotszone ausgewiesen wurde. Nicht nur die Polizei und der kommunale Ordnungsdienst begrüßen diese Änderung: Auch besorgte Eltern sind froh über diese Entlastung: „Jetzt fahren die ‚Elterntaxis‘ wenigstens nicht mehr über die Bürgersteige“, befinden Mehtap Ünver und Jennifer Piras, beide Mütter, die ihre Autos weiter weg parken und lieber etwas mehr Zeit aufwenden, um ihre Kinder sicher zur Schule zu bringen. Auch sind beide Mütter von der Aktion zur selbstständigen Mobilität begeistert: „Wir finden es gut, die Eltern anzusprechen und darauf hinzuweisen wie die Situation für die Schüler entspannt werden könnte. Es sind ja meistens dieselben Eltern, die sich uneinsichtig zeigen!“
Die Schulkinder erhielten gelbe Warnwesten. Wie bereits bei der Aktion im September dieses Jahres sprachen Polizei und Ordnungsdienst mündliche Verwarnungen aus und stellten Bußgelder bei Fehlverhalten in Aussicht.

Alle Beteiligten hoffen sehr auf eine Besserung der Situation durch diese Aktionen, nicht nur an der Grundschule Jürgens Hof.