Meldung vom 17. Januar 2019

"Treffpunkt Stadtarchiv" gestaltet Bergbau-Ausstellung

Das Interesse an Stadtgeschichte ist in Herne riesengroß. 20 Hobbyhistoriker kommen regelmäßig im „Treffpunkt Stadtarchiv“ zusammen und stellen spannende Recherchen an. Aus dieser Forschungstätigkeit erwächst eine ganze Ausstellung. Der Titel: „Epilog – zum Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus 2018“.

Erst seit März 2018 trifft sich die Gruppe (in einem Veranstaltungsrahmen von Stadtarchiv und VHS) unter der Regie von Stadtarchivar Jürgen Hagen. Erstaunlich, was sie in dieser kurzen Zeit schon alles zusammen getragen haben. Weil der Abschied des Kohlenbergbaus schon 2018 in großen Tönen gefeiert wurde, einigte man sich auf eine Nachlieferung: „Wir wollen ein Nachwort formulieren“, sagt Hagen. Und nichts anderes bedeutet bekanntlich Epilog.

Die Schäfte des Schusters Seidich

Sie geraten ins Schwärmen, wenn sie gefragt werden. 30-32 Bildtafeln erläutern die Themen der Bergwerkgeschichte – und jeder hat mit seinen Recherchen dazu beigetragen. Walter Müller zum Beispiel interessiert sich für die Sicherheit der Zeche und kam bei der Suche vom Allgemeinen zum Speziellen: Der Schuster Seidich stellte sichere Bergbauschuhe her, die verstärkt und mit Kappen versehen waren. Inzwischen hat sich daraus eine weltweit agierende Firma in der Schirrmannstraße entwickelt, die Schäfte herstellt – und zwar für orthopädische Zwecke. Ein anderer Zweig ist die Anfertigung von Maßschuhen.

EPILOG – Zum Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus 2018 (24. Januar 28. Februar 2019)
Foyer von Stadtarchiv und VHS im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1
Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr
Samstag von 9 bis 13 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 24. Januar 2019, 18 Uhr, im VHS-Saal (Raum 050) und Foyer. Finissage: am 28. Februar 2019, 19.00 Uhr, im VHS-Saal mit dem Bühnenstück „Weg vom Fenster“.