Meldung vom 18. Januar 2019

Musikunterricht mit dem i-Pad

Musikschulleiter Christian Ribbe ist ein Fan der neuen Medien – vor allem auch in der Nutzung für den Musikunterricht. Aus diesem Grund hat er zugeschlagen, als er kurz vor Jahresfrist die Möglichkeit erhielt, zehn i-Pads mit Zubehör und der Software „GarageBand“ zu erwerben. Das Land finanzierte diese Unterrichtsmittel.

Beim Pressegespräch schart Ribbe eine Handvoll Journalisten um sich und studiert mit ihnen auf dem i-Pad den C Jam Blues von Duke Ellington ein. In seinen letzten Lebensjahren hat Ellington seine Konzerte immer mit diesem Stück eröffnet, mit dem zugleich die Band aufgewärmt wurde. Das Grundmotiv des Liedes besteht auf einem einfachen Rhythmus auf dem Ton G, der durch einen Sprung nach oben zum C abgeschlossen wird. Eigentlich eine simple Tonfolge. Ribbe demonstriert jetzt, welche Möglichkeiten das Programm „GarageBand“ auf dem I-Pad bietet.

Pressegespräch als Musikunterricht

„Mit diesem Programm kann man ein Musikstück komplett produzieren“, sagt Ribbe, „viele Produzenten nutzen diese Software.“ So tippen die anwesenden Journalisten also den C Jam Blues in die auf dem Display eingeblendeten Keyboardtasten. Mit der „Notenkorrektur“ kann jede einzelne Note verändert und von oben nach unten geschoben werden. Per Looper können einzelnen Akkorde auf den Rest des Musikstücks angewendet werden. Und dann können jede Menge Begleitinstrumente eingespielt werden, vom Schlagzeug bis hin zur Bassgitarre. Am Schluss steht dann ein feines Musikstück. Die einen sind begeistert, die andern haben sich noch nicht vom Musikschulleiter anstecken lassen.

Schneller Erfolg bei digitaler Musik

„Ich mache gerne digitalisiertes Zeug, aber immer unter dem Oberbegriff ‚Spaß'“, sagt Ribbe. „Wenn man schnell Erfolg hat, und dass ist mit ‚GarageBand‘ der Fall, dann macht Musik Spaß.“
Bei dem Unterrichtsangebot mit dem Namen „Das trau ich mich“ werden bis zu zehn Teilnehmer in wöchentlich zwei Unterrichtsstunden im Plenum zusammenkommen und in jeweils zwei weiteren Unterrichtsstunden in einem drei- bis vierwöchigen Turnus in Arbeitsgruppen zu drei bis vier Personen gemeinsam mit der App experimentieren, musizieren, theoretische Sachverhalte erforschen, Musik produzieren und vieles mehr. Darüberhinaus wird es Workshops für Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden Schulen geben.

Teilnahmebedingungen

Wer Interesse hat, kann sich im Sekretariat der Musikschule melden (0 23 23 / 9 19 01 12). Der Musikschulleiter stellt, den Interessen und Möglichkeiten entsprechend, Gruppen zusammen. In einer Großgruppe kostet der Beitrag 6 Euro. Kleinere Gruppen zahlen den Tarifen der Musikschule entsprechend.
Start: Februar 2019. Für wen ist der Unterricht per I-Pad geeignet: Für Musikinteressierte, die bisher kein Instrument gelernt haben. Für Schüler, die Übungshilfen benötigen. Für Musikinteressierte, die einen eigenen Sound produzieren wollen. Für Menschen, die einfach nur reinschnuppern wollen. Jedes Alter ist willkommen, auch spezielle Konstellationen wie Opa/Enkel, Vater/Kind sind durchaus vorstellbar.