Meldung vom 30. Januar 2019

25 Jahre Kontaktstelle für Selbsthilfe

Mehr als 100 Gäste sind am Montag, 28. Januar 2019, in den Bürgersaal der Akademie Mont-Cenis gekommen, um gemeinsam mit dem Bürger-Selbsthilfe-Zentrum (BüZ) den Neujahrsempfang und den 25. Geburtstag der Herner Kontaktstelle für Selbsthilfe zu feiern.

Auf den Fotos einer Diashow war sofort erkennbar wie vielfältig und bunt die Herner Selbsthilfe ist. Denn mittlerweile gibt es mehr als 100 Gruppen in Herne mit den unterschiedlichsten Themen: von „A“ wie AD(H)S bis „W“ wie Williams-Beuren-Syndrom.

Auch Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, den engagierten Bürgerinnen und Bürgern zu danken. „25 Jahre müssen wir feiern. Wir sind froh, dass wir diese Angebote haben. Wir wissen Ihre Aktivitäten sehr zu schätzen. Danke, dass Sie Menschen immer wieder ermutigen“, so das Stadtoberhaupt.

„Viele Gruppen engagieren sich bereits seit der Anfangszeit in der Herner Selbsthilfe und tragen damit zum Erfolg bei. Über die Jahre ist die Zahl der selbsthilfeaktiven Menschen sogar noch gewachsen und hat sich seit 1993 mehr als verdoppelt“, erklärte Dr. Frank Dudda. Aber er denkt auch an die Anfänge: „Obwohl die Selbsthilfegruppen schon früh von der Stadt begleitet und unterstützt wurden, konnte die öffentliche Einrichtung einer städtischen Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (kurz K.I.S.S.) erst zum Jahreswechsel 1993/1994 erfolgreich realisiert werden.“ Mittlerweile heißt die K.I.S.S. Bürger-Selbsthilfe-Zentrum (kurz BüZ) und ist als fester Bestandteil der Gesundheitsförderung nicht mehr wegzudenken.

Auch Dr. Katrin Linthorst, Leiterin der Abteilung Gesundheitsförderung und ab 1. Februar 2019 Leiterin des Fachbereichs Gesundheitsmanagement, freute sich nicht nur über das große Engagement der Menschen in Herne, sondern auch darüber, dass sich die Gruppen untereinander vernetzen. So trat auch der Chor der Herner Selbsthilfe auf – mit Menschen aus unterschiedlichen Gruppen. Der „Chor der schrägen Töne“ unter der Leitung von Wolfgang Ballhausen sang unter anderem „Lass die Sonne in dein Herz“ und „Ich war noch niemals in New York“.

Dirk Stahl, der die Selbsthilfegruppen als Sozialarbeiter begleitet, ließ das vergangene Jahr Revue passieren und gab den Anwenden einen Ausblick auf die anstehenden Aktivitäten. Später lobte auch Sozialdezernent Johannes Chudziak die rege Beteiligung aller Aktiven in der Herner Selbsthilfe: „Wir können mit stolz zurückblicken – auf 25 Jahre Selbsthilfe.“ Dass so viele Menschen gekommen sind, um mit dem BüZ zu feiern, zeige wie wichtig die Arbeit der Selbsthilfe ist.