Meldung vom 30. Januar 2019

10 Jahre Ausbildungspaten

Seit zehn Jahren gibt es das Ausbildungspaten-Projekt in Herne. Dabei begleiten Erwachsene Jugendliche und junge Erwachsene vom Einstieg in die Ausbildung bis zum Abschluss. Bei der Feier mit Paten, Jugendlichen und ehemaligen Teilnehmern des Programms lobte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda die Ausbildungspaten als wichtigen Beitrag, um jungen Menschen in den Job zu helfen.

Feier für Paten und Jugendliche

Das Ehrenamtsbüro hatte aktuelle und ehemalige Paten, Jugendliche und Lehrer eingeladen, um mit ihnen zu feiern. Komikerin Anja Balzer führte durch den Nachmittag und ein Chor aus zwölf Neuzugewanderten Schülern der Hans-Tilkowski-Schule sang ihr erstes Lied auf Deutsch. Die Schule ist derzeit die einzige Herner Schule, die ihren Schülern das Patenprojekt anbietet. Gestartet war es 2008 mit der Hauptschule Hölkeskampring, die inzwischen nicht mehr besteht.

Hochachtung für die ehrenamtlichen Unterstützer

„Meine große Hochachtung, dass Paten zehn Jahre dabei geblieben sind, auch wenn es manchmal schwierig ist. Jede Schülerin und jeder Schüler ist es wert, unterstützt zu werden“, sagte Lehrerin Ute Fitzke. Die Paten sollen den Auszubildenden gerade in schwierigen Situationen zur Seite stehen und sie motivieren, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Das kann durch regelmäßige Gespräche sein, durch wöchentliche Nachhilfe oder durch gelegentliche Treffen. Die Teams aus Paten und Azubi können ihre Zusammenarbeit gestalten, wie es für sie am besten ist.

Ansporn, selbstständig zu werden

Tom, ein ehemaliger Azubi gibt offen zu: „Mein erster Gedanke war: Ich habe keinen Bock auf den Scheiß. Mein Pate hat mich das eine oder andere Mal höflich gebeten, etwas mehr zu lernen. Für mich war das ein wichtiger Ansporn, mich selber zu bewegen und selbstständig zu werden.“ Tom hat die Ausbildung geschafft und ist, O-Ton: „seitdem fleißig am Malochen.“ Seinen früheren Paten trifft er noch an jedem Heiligabend zum Frühstück. Sein Pate gehört zu denen, die von Anfang an dabei waren. „Meine Motivation ist, dass man sieht, wo die jungen Leute hinkommen, wie sie angefangen haben, welche Schwierigkeiten es gab.“

Vertrauensvolle Ansprechpartner

Dass gerade dabei Unterstützung wichtig ist, betonte auch Dr. Dudda: „Ihr Engagement ist ein erster Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit. Viele Elternhäuser können ihre Kinder nicht in dieser Form unterstützen und ihnen den Spaß an der Ausbildung vermitteln. Deswegen brauchen die Jugendlichen feste, vertrauensvolle Ansprechpartner. Ihr Beitrag ist wichtig für die jungen Menschen.“

Wer Ausbildungspate werden möchte, kann sich bei der Programmleiterin Beate Tschöke vom Ehrenamtsbüro melden unter ehrenamt@herne.de oder unter Telefon 02323/ 16 35 48.