Meldung vom 12. März 2019

Ausstellung „Lange Schatten unserer Mütter“

Wie prägen Mütter, die aus einem anderen Land kommen, ihre Töchter, die in Deutschland aufwachsen? Dieser Frage sind die Fotografin Petra Göbel und die Autorin Safeta Obhodjas nachgegangen. In einer gemeinsamen Ausstellung zeigen sie die „Langen Schatten unserer Mütter“, ein Projekt von der Gleichstellungsstelle und dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Herne.

Am Donnerstag, 14. März 2019, eröffnen die beiden Künstlerinnen um 19 Uhr die Ausstellung offiziell im Foyer der VHS im Kulturzentrum Herne, Willi-Pohlmann-Platz 1. Schon seit Freitag, 8. März, bis Freitag, 29. März 2019, sind die Fotos und Interviews zu sehen, montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr.

Für ihr Projekt haben Obhodjas und Göbel junge, gut ausgebildete Frauen mit Migrationshintergrund und ihre Mütter interviewt und portraitiert, die täglich Grenzen zwischen den Kulturen überwinden müssen. Die Autorin Safeta Obhodjas hat sich in ihren Werken oft mit dem Mutter-Tochter-Verhältnis in den zugewanderten oder kulturell gemischten Familien auseinandergesetzt. Die Fotografin Petra Göbel verfolgt das Schicksal einzelner Migrantinnen im Ruhrgebiet seit einigen Jahren. Sie spezialisierte sich auf den inneren Zwiespalt der jungen Frauen in der Bindung an konservative Familienstrukturen und dem Leben in einer modernen Gesellschaft.

Aus dem individuellen Interesse der beiden Künstlerinnen bezüglich dieser Problematik entstand die Idee zu dem gemeinsamen Projekt „Lange Schatten unserer Mütter“, dessen Entstehung von dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW, jetzt Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, unterstützt wurde. Das Ergebnis ist eine Ausstellung, in der sich ein Stück der künstlerisch überarbeiteten Realität unserer Gesellschaft widerspiegelt