Meldung vom 04. April 2019

Der neue Mietspiegel ist da

Der Fachbereich Vermessung und Kataster der Stadt Herne hat als federführende Stelle für die Stadt Herne in Zusammenarbeit mit den Interessenvertretern wie z.B. den Mietervereinen, den Haus- und Grundeigentümervereinen und dem Arbeitskreis der Herner Wohnungswirtschaft den neuen Mietspiegel beraten und beschlossen.

Dieser hat den Stichtag 1. Januar 2019 und löst den alten Mietspiegel nach zweijähriger Gültigkeit ab. Der Mietspiegel gilt für nicht preisgebundenen Wohnraum in Mehrfamilienhäusern von Herne und soll sowohl den Überblick über die Mietentgelte erleichtern als auch zur Versachlichung bei der eigenverantwortlichen Vereinbarung von Mieten beitragen.

Dem neuen Mietspiegel liegen circa 6.000 Vergleichsmieten zugrunde, aus denen die neuen Mietwerte mittels mathematisch-statistischer Verfahren abgeleitet worden sind. Dabei sind die Vergleichsmieten entsprechend den Vorschriften des Bundesgesetzbuchs (BGB) nicht älter als 4 Jahre. Die Vergleichsdaten wurden den Angaben der Haus- und Grundeigentümervereine, dem Arbeitskreis der Herner Wohnungswirtschaft und der anonymisierten Wohngeldstatistik der Stadt Herne entnommen. Zudem ließen sich aus der Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Herne eine Vielzahl von nicht personenbezogenen Mietangaben entnehmen. Aufgrund des umfangreichen und vielseitigen Datenmaterials war es dem Beratungsgremium möglich, sich ein genaues und aktuelles Bild über das Herner Mietpreisniveau zu verschaffen und daraus den neuen Mietspiegel zum 1. Januar 2019 abzuleiten.

Dabei wurde beschlossen (vor dem Hintergrund der vom Fachbereich Vermessung und Kataster durchgeführten statistischen Auswertungen) die Mietwerte der Baualters-Gruppen I bis XI im Mittel um 2,3 Prozent zu erhöhen. Das Statistische Bundesamt gibt für den gleichen Zeitraum eine Steigerung von circa 2,7 Prozent an. Somit passen die aktuellen Daten mit den Daten des Statistischen Bundesamtes über einen Zeitraum von zwei Jahren überein.

Ebenfalls ergaben sich aus den statistischen Auswertungen wie auch schon 2017 für die Baualtersklassen von 1949 bis 1978 Abhängigkeiten des Mietniveaus der nicht modernisierten Wohnungen von der Wärmedämmung, so dass der jeweilige Mietwert bei entsprechender Wärmedämmung der Fassade um 0,35 Euro pro Quadratmeter zu erhöhen ist, bei Wärmedämmung des Daches oder des Kellers um jeweils 0,10 Euro pro Quadratmeter.

Wohnungen ohne Bad oder ohne Heizung werden im Mietspiegel, wie auch schon in den letzten Mietspiegelveröffentlichungen, tabellarisch nicht mehr nachgewiesen, da sie in Herne nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Falls dennoch für derartige Wohnungen eine Miete benötigt wird, können entsprechende Abschläge von 0,50 Euro pro Quadratmeter bei fehlendem Bad beziehungsweise 0,30 Euro pro Quadratmeter bei fehlender Heizung von den Mietwerten vorgenommen werden.

Der Mietspiegel ist bei der Stadtverwaltung unter anderem in den Rathausgebäuden Herne und Wanne, im Technischen Rathaus, Langekampstraße 36 in Wanne, dem Fachbereich Vermessung und Kataster, den Mietervereinen und den Haus- und Grundeigentümervereinen sowie bei den anderen an der Herstellung des Mietspiegels beteiligten Institutionen in gedruckter Form erhältlich.

Zum Mietspiegel (PDF, 478 KB)