Meldung vom 03. Mai 2019

Gemeinsam für die Kindertagespflege

Eine enge Zusammenarbeit pflegen der Verein Herner Tageseltern e.V. und der städtische Fachbereich Kinder-Jugend-Familie. Gemeinsam organisieren sie die Kindertagespflege in der Stadt. 2015 haben sie dafür sogar einen Kooperationsvertrag geschlossen.

Gemeinsam haben sie Qualitätsstandards erarbeitet und passen sie immer wieder aktuellen Erkenntnissen an. Denn die Betreuung durch Tageseltern ist mit der Betreuung in einer Kita gleichwertig. Beide Einrichtungen haben den Auftrag, Kinder zu betreuen, zu erziehen und ihnen Bildung zu vermitteln. Aber wer ist in welchen Fällen der richtige Ansprechpartner?

Auf der Suche nach einer Tagespflege

Für Eltern, die eine Tagesmutter oder einen Tagesvater suchen, ist der Verein der erste Ansprechpartner. Die drei festangestellten Fachberaterinnen Britta Möller, Christina Kayma und Esther Mattern beantworten die Fragen der Eltern und vermitteln eine passende Tagespflegeperson. Dabei geht es unter anderem darum, welche Vorstellungen die Eltern haben, welche Zeiten sie abdecken müssen, welche Stadtteile für sie gut zu erreichen sind und ob sich das Kind in einer kleinen oder einer größeren Gruppe wohler fühlt. Die Herner Tageseltern suchen dann eine passende Betreuungsmöglichkeit und stellen den Kontakt zwischen Eltern und Tagespflegeperson her. Wenn sich im Gespräch herausstellt, dass die Eltern eine Kita oder eine städtische Kleine Kita bevorzugen, stellt der Verein den Kontakt zum Fachbereich Kinder-Jugend-Familie der Stadt Herne her. Umgekehrt leitet der Fachbereich Eltern, die zwar zuerst nach einem Kitaplatz fragen, dann aber doch eine Tagespflege in Anspruch nehmen wollen, an den Verein weiter. Finanziell macht das für Eltern keinen Unterschied, denn die Beiträge, die die Familien zahlen, sind gleich. Für jede Form der Kinderbetreuung, ob Kita, Kleine Kita, Großtagespflege oder häusliche Tagespflege erhebt die Stadt Herne die Gebühren. Sie bezahlt auch die freiberuflich arbeitenden Tageseltern.

Für Tageseltern und Menschen, die welche werden wollen

Für die 92 Tageseltern selbst ist der Verein die erste Anlaufstelle. Viele Fragen, die im Alltag auftreten, können hier besprochen werden. Der Verein vernetzt die Tageseltern, bildet sie aus und bietet Fortbildungen an. Wer sich für den Beruf der Kindertagespflege interessiert, bekommt hier Informationen über die Ausbildung und den Berufsalltag. Der Verein führt mit Bewerbern Gespräche und wählt sie aus. „Es kommt auf den Menschen und seine Haltung an“, betont Esther Mattern. Entscheidend für die Erlaubnis, Kindertagespflege anzubieten, sind außer der Persönlichkeit und der Ausbildung auch die Räume. Gemeinsam machen die Fachberatungen der Stadt Herne und der Herner Tageseltern e.V. Hausbesuche zur Ausstellung der Pflegeerlaubnis. Sie tauschen sich über Eindrücke aus und beraten gemeinsam. Die Ausstellung der Pflegeerlaubnis liegt allerdings bei der Fachaufsicht der Stadt Herne.

Enge Zusammenarbeit

„Ohne Zusammenarbeit geht es nicht“, weiß Christina Kayma. Sie und ihre Kolleginnen treffen sich regelmäßig mit den städtischen Fachberaterinnen Sigrid Elsner und Ulrike Jäger zu gemeinsamen Teambesprechungen. Viele Themen lassen sich nur gemeinsam regeln. So tauschen sich die Kooperationspartner über ihre Erfahrungen und Beobachtungen aus. Im Alltag zeigen sich oft neue Themen, die gemeinsam bearbeitet werden müssen, zum Beispiel die Frage, welche Regeln für Haustiere in der Wohnung der Tageseltern gelten. Bei alldem steht die Qualität der Betreuung und die professionelle Arbeit im Vordergrund. Denn Kindertagespflege ist längst ein professioneller Beruf geworden. Ulrike Jäger ist erreichbar unter ulrike.jaeger@herne.de und Telefon 02323/ 16 31 76. Die Herner Tageseltern e.V. können unter info@herner-tageseltern.de und Telefon 02323/ 3 98 60 54 kontaktiert werden.