Meldung vom 31. Mai 2019

Integriertes Klimaschutzkonzept vorgestellt

Die Stadt Herne hat das integrierte Klimaschutzkonzept am 29. Mai 2019 in die Beratungen der politischen Gremien eingebracht. Beschlussfassendes Gremium ist der Rat der Stadt, der sich in seiner Sitzung am 9. Juli 2019 mit dem Konzept befassen wird.

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda stellte das Konzept gemeinsam mit Stadtrat Karlheinz Friedrichs, dem Leiter des Fachbereichs Umwelt und Stadtplanung, Achim Wixforth, und dem in dem Fachbereich dafür zuständigen Abteilungsleiter Daniel Wirbals der Presse vor.

„Der Klimawandel ist auch in Herne angekommen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Es sei eine Daueraufgabe mit den Folgen umzugehen und ihnen zu begegnen. Dies tut die Stadt Herne mit dem Intergierten Klimaschutzkonzept. „Der Klimaschutz ist Bestandteil unserer städtischen Strategie“, unterstrich das Stadtoberhaupt, die hohe Bedeutung, die dem Thema in Herne beigemessen wird.

Das aus Oktober 2013 stammende integrierte Klimaschutzkonzept bildet die Grundlage für das Verwaltungshandeln in Bezug auf den Klimaschutz in Herne. Aufbauend auf dem Klimaschutzkonzept hat die Stadt Herne für besonders klimarelevante Bereiche Teilkonzepte für die klimafreundliche Mobilität und die Klimafolgenanpassung entwickelt. Im Rahmen der Aktualisierung des Klimaschutzkonzeptes erfolgte nun die Fortschreibung der Energie- und Treibhausgasbilanzierung. Ein gänzlich neuer Aspekt in der Fortschreibung ist die Verzahnung der Themen Prävention, Gesundheitsförderung, Klimaschutz und Klimaanpassung. So hat die Stadt erste Maßnahmen entwickelt, die das Themenfeld des Gesundheitsschutzes mit dem Themenfeld Klimaschutz verbinden, da die Lebensqualität der Menschen ist eng mit dem Schutz der Gesundheit und des Klimas verbunden ist. Bei der Verknüpfung geht es unter anderen um das Ziel, einen Beitrag zur Umweltgerechtigkeit und mehr Lebensqualität zu leisten. Als weitere eine konkrete Maßnahme möchte die Stadt Herne möchte einen Klimaschutzmanager einstellen

„Bereits seit Jahren engagiert sich die Stadt Herne mit Erfolg für den Klimaschutz“, erklärte Karlheinz Friedrichs. „Die Treibhausgas-Emissionen sind in Herne seit 1990 rückläufig. Im Ausgangsjahr 1990 summierten sie sich auf 1.400.000 Tonnen und sind bis zum Bilanzierungsjahr 2017 um 40 Prozent auf circa 860.000 Tonnen CO2 gesunken. Das 2013 vom Rat beschlossene Ziel, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 25 Prozent gegenüber 1990 zu senken, ist damit erreicht“, so Friedrichs. Übertragen auf einen einzelnen Einwohner in Herne bedeutet dies einen Rückgang der Emissionen von 7,8 Tonnen CO2 im Jahr 1990 auf 5,5 Tonnen im Jahr 2017. „Wir haben also schon vieles erreicht, aber einen Stillstand darf es dennoch nicht geben“, betone der Oberbürgermeister.