Meldung vom 28. Juni 2019

5. Kommunale Präventions- und Gesundheitskonferenz tagte im EvK

Zum fünften Mal hat Sozialdezernent Johannes Chudziak die Kommunale Präventions- und Gesundheitskonferenz in Herne eröffnet. Am Mittwoch, 26. Juni, traten rund 40 Akteure aus dem Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen sowie der Stadtplanung zusammen, um im Seminarzentrum des EvK über kulturelle Vielfalt als Herausforderung für das Gesundheitssystem zu sprechen. Lisa Binse, die die Geschäftsstelle der Konferenz leitet, lud zu diesem Thema Referenten aus der Integrationsarbeit ein.

Doch bevor sich die Teilnehmenden diesem Thema widmeten, blickte man gemeinsam auf die vergangene Sitzung zum Thema „Übergewicht und Adipositas“. Um insbesondere übergewichtige Kinder und Jugendliche in den Blick zu nehmen, berichteten die städtischen Angestellten Anke Schmidt, Marie Meinhardt und Birsel Habrichi-Pulat über Projektvorhaben, die zur Vorbeugung von Übergewicht bereits in dieser frühen Lebensphase in Herne geplant sind.

Die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums in Herne, Radojka Mühlenkamp, stellte im Anschluss die Arbeit ihres Teams vor. Sie erwähnte, dass im gesamtstädtischen Integrationskonzept allein mehr als 50 Maßnahmen im Handlungsfeld Gesundheit verankert sind. Das Verständnis von Krankheit und Gesundheit sei kulturell unterschiedlich geprägt. Daher falle auch die Inanspruchnahme von medizinischen Angeboten unterschiedlich aus. Wichtig sei es, zu den migrierten Menschen Brücken zu bauen und Teilhabechancen zu ermöglichen. In Herne gibt es bereits interkulturelle Bildungsbotinnen und Demenzbegleiterinnen sowie Sprach- und Kulturmittlerinnen. „Arbeit im Integrationsbereich bedeutet Arbeit für die Gesellschaft“, so die Expertin.

Aus der Nachbarstadt Gelsenkirchen berichtete Admir Bulic von der AWO. Er stellte das Projekt der Integrationslotsen als Brückenbauer im Alltag dar. Diese würden keine Experten ersetzen, aber helfen, dass Migranten gesundheitsfördernde Angebote kennen und auch in Anspruch nehmen. So wird den Menschen beispielsweise die Impf- oder Aids-Sprechstunde nähergebracht, indem die Angebote vor Ort stattfinden, wo die Menschen leben.

Die nächste Sitzung der Kommunalen Präventions- und Gesundheitskonferenz ist im Januar 2020.