Meldung vom 02. Juli 2019

Beratung und Service für Familien

Doppelten Grund zur Freude hat in diesen Tagen das Familienbüro der Stadt Herne: Die Beratungsstelle des Fachbereichs Kinder-Jugend- Familie kann zum einen zurückblicken auf zehn erfolgreiche Jahre der Willkommensbesuche bei jungen Familien, zum anderen existiert seit nunmehr fünf Jahren die gut frequentierte Anlaufstelle im WEZ an der Hauptstraße in der Wanner Innenstadt.

Damit verfolgt die Stadt Herne konsequent das selbstgesteckte Ziel, eine Stadt zu sein, in der sich die Familienfreundlichkeit durch alle Lebensphasen zieht und in der Familien gezielt beraten und unterstützt werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Familie Cuber: Mama Annika, Papa Björn, der achtjährige Moritz und die vier Jahre alten Zwillinge Klara und Lars. Sie haben von den Willkommensbesuchen, die das Familienbüro anbietet und die meist sechs bis acht Wochen nach der Geburt des Nachwuchses stattfinden, profitiert. „Aus dem Gespräch und dem Ordner, den wir dabei bekommen haben, konnten wir wichtige Informationen ziehen“, berichtet Annika Cuber im Gespräch im Familienbüro, während im Hintergrund die Kinder mit den Spielsachen, die dort selbstverständlich zur Ausstattung zählen, spielen.

„Uns ist es wichtig, dass unsere Willkommensbesuche, die in allen vier Stadtbezirken angeboten werden, keine Kontrollbesuche des Jugendamts sind und auch gar nicht erst so wirken. Uns geht es um Beratung und Wertschätzung“, erklärt Ulrike Schwarz vom Familienbüro. „Immerhin 80 Prozent der angeschriebenen Familien nutzen das Angebot der Willkommensbesuche“, freut sich ihr Kollege Holger Närrlich, der das Familienbüro leitet. In konkreten Zahlen ausgedrückt heißt das: Seit 2009 hat die Stadt Herne 9.000 dieser Willkommensbesuche durchgeführt. „Wir haben das Angebot auch angenommen, als unsere Zwillinge geboren wurden“, sagt Björn Cuber. „Denn seit dem Besuch nach der Geburt unseres ersten Kindes haben sich doch auch Änderungen ergeben“. Seit 2014 hat die Stadt Herne wegen der guten Resonanz ihr Angebot noch ausgeweitet. Seitdem geht ein Besuchsangebot auch an die Familien, die mit Kindern unter drei Jahren nach Herne ziehen. Die Visiten decken entscheidend das Feld der sogenannten Frühen Hilfen sowie der Prävention und der Familienbildung ab.

Doch vom Familienbüro starten nicht nur die Hausbesuche. Die freundlichen Räume im WEZ neben dem Bürgerlokal sind auch Anlaufstelle und Treffpunkt für Familien und alles andere als die klassische Amtsstube. Zur Ausstattung gehören neben reichlich Spielzeug für die Kinder auch Wickelmöglichkeiten und ein Rückzugsbereich für stillende Mütter. „Es ist eine Erleichterung zu wissen, wo man hingehen kann, um zu wickeln oder in Ruhe zu stillen, wenn man unterwegs ist“, berichtet Annika Cuber aus eigener Erfahrung. Diese pragmatischen Aspekte verbinden sich dort mit wichtiger Arbeit für die Familien. So gibt es dort auf (fast) jede Frage zum Thema Familie eine passende Antwort und sei es, dass der Kontakt zu Unterstützungsangeboten außerhalb der Verwaltung hergestellt wird. Und Weil sich die gute Arbeit des Familienbüros inzwischen herumgesprochen hat, schauen mittlerweile auch schon werdende Eltern vorbei, bevor der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt hat.

Wichtiges weiteres Angebot im breiten Portfolio des Familienbüros sind die Familienfrühstücke. Zweimal im Monat organisiert das Büro diese zwanglosen Austauschmöglichkeiten. Jeweils am ersten Mittwoch im Monat um 10 Uhr beginnen die informativen Runden in den Räumen des Familienbüros. Am dritten Mittwoch im Monat ist dann ebenfalls um 10 Uhr Station in den Räumen der WHS an der Flottmannstraße/Ecke Bochumer Straße. Neben dem informellen Austausch gibt es dann interessante Vorträge als Rahmenprogramm.

Wer das Familienbüro noch nicht, kennt, hat am Donnerstag, 11. Juli 2019, Gelegenheit, es zu erkunden. An diesem Tag feiert die Einrichtung ab 13 Uhr mit einem Tag der offenen Tür das Jubiläum. Alle Herner Familien sind mit ihren Kindern herzlich dazu eingeladen.