Meldung vom 03. Juli 2019

Energiesparen macht Schule

Mehr als 3,7 Tonnen CO2 und fast eineinhalb Millionen Euro haben Herner Schulen und Kitas beim Projekt Energiesparen macht Schule von 2012 bis 2018 eingespart. Bei der Preisverleihung am Dienstag, 2. Juli 2019, in der Realschule Crange gratulierte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda allen Teilnehmenden.

„Dieses Thema ist wichtig für die Stadt. Es geht darum, etwas zu verändern. Deshalb freue ich mich, dass Peter Wiedeholz vom Fachbereich Immobilienmanagement dieses Projekt nun schon im achten Jahr betreut. Umweltschutz braucht Kontinuität“, so Dr. Dudda. In Herne werde das Fernwärmenetz ausgebaut, die E-Mobilität vorangetrieben, erneuerbare Energien eingesetzt und eine Klimasiedlung geschaffen.

Kinder werden zu Umwelt-Experten

Auch viele Schulen und alle städtischen Kitas setzen sich dafür ein, bei jungen Menschen ein Bewusstsein für den Umweltschutz zu wecken. Alle 19 städtischen Kitas und 27 Schulstandorte beteiligen sich an dem Projekt. Sie wollen Kinder und Erwachsene für den schonenden Umgang mit Energie und Ressourcen sensibilisieren. Außerdem setzen sie nachhaltige Projekte um, mit denen sie die Umwelt schonen. Zum Beispiel haben Schülerinnen und Schüler der Kolibri-Schule Plakate gestaltet und im Gebäude aufgehängt, um ihren Lehrern und Mitschülern Energiespar-Tipps zu geben.

Die Stadt Herne unterstützt die Bildungseinrichtungen bei Aktionen, Seminaren, Beratung der Hausmeister, Informationen und vielem mehr. Auch Begehungen der Gebäude gehören dazu, bei denen gemeinsam beraten wird, wo etwas im Sinne der Umwelt verbessert werden kann. Viele Schulen bieten Energie-AGs an und haben Energiedienste etabliert, bei denen Schüler beispielsweise darauf achten, ob das Licht noch brennt oder die Heizung zu hoch gedreht wurde.

707 Tonnen CO2 gespart

Für die erfolgreiche Teilnahme bekommen die Einrichtungen in jedem Jahr eine Prämie, die nach den Einsparungen und den pädagogischen Aktivitäten errechnet wird. Die höchste bekam dieses Mal die Gesamtschule Wanne-Eickel, die von allen teilnehmenden Schulen die meisten Schüler und somit das größte Einsparpotential hat.

Unter Berücksichtigung der Witterung haben die Schulen und Kitas ihren Verbrauch an Heizenergie in 2018 um 3,7 Prozent gesenkt. Der Wasserverbrauch sank um acht Prozent und der Stromverbrauch sogar um 15,5 Prozent. Dadurch wurden im Vergleich zu den Referenzwerten 707 Tonnen CO2 weniger freigesetzt. Auch Geld konnte dadurch gespart werden, nämlich 287.309 Euro.