Kröteninitiative Hofstraße

Wer sind wir, worum geht es?

Wir sind eine Handvoll privat und ehrenamtlich agierender Naturfreunde, die sich dafür einsetzen, Erdkröten und andere Amphibien bei ihrer Laichwanderung zu unterstützen und vor dem Straßentod zu bewahren.

Wo findet die Amphibienrettung statt?

Wir betreuen in Röhlinghausen ein circa 450 Meter langes Stück an der Hofstraße Richtung Gelsenkirchen, vom Hof Röhlinghaus (hinter dem Hüller Bach) bis über die Erzbahntrasse hinaus. Der Treffpunkt ist jeweils an der Hofstraße/Einfahrt Richtung Tierheim Wanne.

Was ist bei der ehrenamtlichen Arbeit zu tun und wann?

Die Amphibien wandern jedes Jahr von Ende Februar bis April. Sie verlassen dann ihren Lebensraum und wandern hauptsächlich zu den hinter dem Tierheim Wanne gelegenen Biotopen, um dort abzulaichen. Die Hofstraße stellt dabei ein tödliches Hindernis für die Erdkröten, Frösche und Molche dar. Um die große Zahl überfahrener Tiere wie noch vor einigen Jahren deutlich zu senken, gliedert sich unsere Tätigkeit in drei Phasen:

Phase 1: Errichten eines Schutzzauns auf beiden Straßenseiten.

Hierbei muss eine Furche gezogen werden, in die dann der Stoff eingebracht und mit Heringen gespannt und befestigt wird. Dies muss sehr sorgfältig gemacht werden, damit keine Tiere durch Löcher oder unter dem Zaun hindurch kommen. In regelmäßigem Abstand werden dann Fangeimer eingegraben, in die die am Zaun entlang laufenden Tiere fallen. Diese Aktion wird am besten an einem Wochenende durchgeführt.

Termin und benötigte HelferInnen: Zwei Tage (circa acht Stunden) Mitte bis Ende Februar, je nach Witterung (frostfrei) / mindestens 10 Personen.

Aufwand: Körperliche Arbeit, Material: Spaten, Handschuhe, Stiefel, gute Laune ;-)

Phase 2: Tägliche Patrouillen an der Hofstraße

Weil trotz der Fangzäune noch Tiere auf die Straße gelangen können und einige Stellen nicht dicht gemacht werden können (Wirtschaftswege, unter anderem zum Tierheim), muss am Abend ein Helfer-Team vor Ort sein. Alle aufgefundenen Tiere werden über die Straße gebracht und gezählt; dies ist wichtig, um den Bestand und Zustand der Population verfolgen zu können. Während der Wanderung gilt an der Hofstraße Tempo 30 (trotzdem: Vorsicht vor Autos).

Termine und benötigte HelferInnen: Ende Februar bis April, jeden Abend (!) ab Dämmerung, circa zwei Stunden, drei bis sechs Personen. Wöchentliche Planung, es sollten sich insgesamt zehn bis zwölf Leute für die Einsätze abstimmen.

Aufwand: Gut zu Fuß, wasserfeste Kleidung, Warnweste, Taschenlampe, Eimer.

Phase 3: Abbau des Schutzzauns

Termin: Anfang bis Mitte April; wie beim Aufbau vorzugsweise an einem Wochenende, sechs bis acht Personen.

Matthias Brauckmann
Telefon 01 70 / 6 20 07 48
E-Mail ms-brauckmann@t-online.de

Christian Palm
Telefon 01 73 / 2 85 49 12
E-Mail noxtarga74@gmail.com

2020-09-17