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Auszug - Bereitstellung von Daten zur Ernte von Solarenergie für Herner Hausbesitzer - Anfrage der SPD-Fraktion vom 28. April 2008 -  

des Ausschusses für Umweltschutz
TOP: Ö 4.1
Gremium: Ausschuss für Umweltschutz Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 14.05.2008 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:15 Anlass: Sitzung
Raum: kleiner Sitzungssaal (Raum 214)
Ort: Rathaus Herne
2008/0308 Bereitstellung von Daten zur Ernte von Solarenergie für Herner Hausbesitzer
- Anfrage der SPD-Fraktion vom 28. April 2008 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage SPD
Verfasser:Wagner, Erika
Federführend:FB 54 - Umwelt Beteiligt:Büro Dezernat V
Bearbeiter/-in: Bensel, Heike   
 
Beschluss

1

Die Fragen werden vom Fachbereich 54/Umwelt wie folgt beantwortet:

 

Frage 1:

Gibt es bei der Stadt Herne bereits durch Befliegung mit Laserscanner ermittelte Daten für das Herner Stadtgebiet?

 

Antwort:

Es gibt bereits durch Befliegung mit Laserscannern ermittelte Daten für das Herner Stadtgebiet. Diese Daten müssen nach Auskunft der Fachhochschule Osnabrück allerdings in ausreichender Qualität zur Verfügung stehen. Gefordert werden Daten mit 1 bis 2 Punkten pro qm in einem Abstand von 1 bis 2 m. Nach Auskunft des Landesvermessungsamtes (Bezirksregierung Köln) liegen für das Herner Stadtgebiet ältere gescannte Daten vor, teilweise in einem Abstand von 2 bis 3 m. Eine neue Befliegung des Herner Stadtgebietes ist derzeit nicht geplant. Evtl. wird eine Befliegung in 1 bis 2 Jahren durchgeführt, so dass dann qualitativere Daten vorliegen.

 

 

Frage 2:

Könnten wir mit diesen Daten ein Oberflächenmodell und ein Geländemodell unseres Stadtgebietes erstellen?

 

Antwort:

Da die Daten nicht für das gesamte Stadtgebiet in ausreichender Qualität zur Verfügung stehen kann derzeit ein Oberflächenmodell nicht erstellt werden.

 

 

Frage 3:

Kann die Verwaltung (für den Fall, dass wir diese Daten noch nicht haben) ermitteln, was eine Befliegung mit Laserscanner für unser Stadtgebiet kosten würde?

 

Antwort:

Die Befliegung wird kostenlos durch das Landesvermessungsamt durchgeführt, allerdings erst in 1 bis 2 Jahren.

 

 

Frage 4:

Welche Gesamtkosten und welchen Zeitrahmen müsste man einplanen, um ein Projekt – ähnlich Osnabrück – für die Herner Bürgerinnen und Bürger bereitstellen zu können?

 

Antwort:

Die Kosten für das Projekt werden von der Fachhochschule Osnabrück mit ca. 25.000,00 € für das Stadtgebiet Herne angegeben. Günstigere Möglichkeiten müssten geprüft werden.

 

 

Alternative:

Alternativ zu diesem Sun Area Projekt gibt es die Möglichkeit, dass jeder Hausbesitzer im Internet eine Berechnung durchführen kann, ob das Dach seines Gebäudes für eine Solaranlage geeignet ist. Unter www.pv-calkulator.de kann jeder kostenlos und sehr einfach ermitteln, mit welcher Solarernte zu rechnen ist, welche Investitionskosten anfallen, welcher geschätzte finanzielle Ertrag der Anlage auf 20 Jahre gerechnet anfällt, wie hoch die Amortisationszeit ist usw. Der Nutzer muß lediglich neben seiner Anschrift die Dachneigung, die Dachausrichtung, die Größe der gewünschten Anlage und das geplante Eigenkapital angegeben. Im Gegensatz zum Sun Area Projekt wird hierbei die mögliche Verschattung nicht berücksichtigt. Die Antwort erfolgt in wenigen Sekunden.

 

Der Link zu dieser Berechnung wurde bereits auf der Homepage der Stadt Herne unter Umwelt, Energie veröffentlicht.

 

 

Frau Bürgermeisterin Wagner fragt für die SPD-Fraktion nach, ob der Verwaltung bekannt sei, dass das Osnabrücker Projekt „Sun Area“ einzigartig ist und dort per Mausklick jedes Haus zu sehen ist, ohne Daten einzugeben.

Sie verweist auf mögliche Förderprogramme und bietet der Verwaltung Beratung bei der Mittelbeschaffung an.

 

Die Verwaltung wird über die weitere vorgehensweise dem Ausschuss zu gegebener Zeit unaufgefordert berichten.