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Auszug - Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Bauleitplanung gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 218 -Flottmannstraße- und Aufhebung des Bebauungsplanes Nr. 111/Nord -Straße des Bohrhammers-  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Herne-Mitte
TOP: Ö 1
Gremium: Bezirksvertretung Herne-Mitte Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 28.08.2008 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:35 Anlass: Sitzung
Raum: großer Sitzungssaal (Raum 312)
Ort: Rathaus Herne
2008/0412 Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Bauleitplanung gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 218 -Flottmannstraße- und Aufhebung des Bebauungsplanes Nr. 111/Nord -Straße des Bohrhammers-
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Lökenhoff
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Dill, Sabine
 
Beschluss

Vor Behandlung des Tagesordnungspunktes erläutert Herr Brüggemann das Verfahren zur Durchführung dieses Punktes

Vor Behandlung des Tagesordnungspunktes erläutert Herr Brüggemann das Verfahren zur Durchführung dieses Punktes. Er weist insbesondere darauf hin, dass die Bürgerinnen und Bürger noch bis zum 12.09.2008 Gelegenheit haben sich schriftlich zu dem Planvorhaben zu äußern.

 

Die Bedeutung und wesentlichen Inhalte des Planes werden von Herrn Dr. Steiner vom Fachbereich Stadtplanung in einer kurzen Präsentation dargestellt.

 

 

Im Laufe der Sitzung werden, wie nachfolgend dargestellt, Anregungen und Bedenken vorgetragen, zu denen die Verwaltung Stellung bezieht.

 

Es meldet sich Frau Radenbach, wohnhaft Vödestr. 146, zu Wort. Unter Hinweis darauf, dass das Betriebsgrundstück der Fa. Radenbach genau an das Flottmanngelände grenzt möchte sie wissen, ob da, wo das Altenheim gebaut wird, auch der Boden kontaminiert ist und ob es da ein entsprechendes Bodengutachten gibt.

Herr Dr. Steiner erörtert, dass das gesamte Flottmangelände im Rahmen der Umgestaltungsmaßnahmen umfassend untersucht worden ist, was die Altlastensituation betrifft. Dabei wurde auch der genannte Bereich untersucht. Die Gemeinden, auch Herne, achten sehr strikt darauf, wenn eine Wohnbebauung auf einem bestimmten Areal realisiert werden soll, dass vorlaufend entsprechende Bodengutachten erstellt werden. Hier hat es keine Altlasten gegeben. Auf dem anderen Gelände sind punktuell Altlasten gefunden worden, die teilweise auch schon beseitigt worden sind, so dass keine Gefahr für das Wohnen besteht.

 

Herr Brock wohnt in den alten Bürogebäuden der Flottmannhallen und berichtet über Probleme mit dem Oberflächenwasser an dem Gebäude. Nach starken Regenfällen müssen die Pumpen im Keller stundenlang laufen, um das Oberflächenwasser abzupumpen. Wasserwirtschaftlich sieht er ein großes Problem, auch durch das Gefälle zur Flottmannstraße, das in keinster Weise gelöst ist. Dazu vermisst er Versickerungsgutachten, die sich intensiv mit dem Problem beschäftigen.

Herr Dr. Steiner schildert anhand von Plänen, wie das Wasser in den Schmiedesbach geleitet werden soll. Die Planungen sind sehr real und werden auch schrittweise durchgeführt. Es wurden selbstverständlich auch Versickerungsgutachten in Auftrag gegeben. Von daher ist bekannt, dass in Teilbereichen besser nicht versickern werden sollte und zwar da, wo die Bebauung angedacht ist.

 

In diesem Zusammenhang weist Frau Radenbach darauf hin, dass dort schon ein Kanal liegt, der damals hergestellt worden ist, als man noch die Absicht hatte, das gesamte Flottmangelände zu bebauen. Dieser Kanal ist noch nie benutzt worden, was passiert damit?

Dazu führt Herr Dr. Steiner aus, dass der Kanal das Gelände entwässert hat. Die Teile, die jetzt nicht mehr brauchbar sind, werden verdämmt und beseitigt.

 

Frau Ulrike Breier möchte wissen, welche Bäume entfernt werden müssen, damit die neue Erschließungsstraße angelegt werden kann.

Herr Dr. Steiner kann die Frage nicht konkret beantworten, da ein entsprechender Plan nicht vorliegt. Auf jeden Fall werden die Bäume erhalten, die erhaltenswert sind. Bäume, die entfernt werden müssen, werden entsprechend durch Neupflanzungen ersetzt.

 

Frau Breier möchte wissen, von welchem Verkehrsaufkommen bzw. welchen Verkehrsbewegungen die Verwaltung ausgeht, die täglich stattfinden.

Herr Dr. Steiner entgegnet, dass die zu erwartenden Verkehrsbewegungen so gering sind, dass nicht davon auszugehen ist, dass die Nachbarn nachteilig berührt werden.

 

Herr Gerald Fritz hat einen Kleinbetrieb in direkter Nachbarschaft des neuen Bebauungsplanes und hat die Sorge, dass die Neubebauung ihn in der Ausübung seines Gewerbes einschränken wird.

Herr Dr. Steiner entgegnet, dass durch die heranrückende Wohnbebauung der Gewerbebetrieb nicht beeinträchtigt wird.