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Auszug - Menschenansammlung in der Kurve Cranger Heide/Am Freibad alljährlich während der Nächte der Cranger Kirmes; Bürgereingabe des Herrn Jochen-Michael Berger, Cranger Heide 36, 44649 Herne  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne
TOP: Ö 2
Gremium: Bezirksvertretung Wanne Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 30.09.2003 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:22 Anlass: Sitzung
Raum: großer Sitzungssaal (Raum Nr. 30)
Ort: Rathaus Wanne
2003/0619 Menschenansammlung in der Kurve Cranger Heide/Am Freibad alljährlich während der Nächte der Cranger Kirmes;
Bürgereingabe des Herrn Jochen-Michael Berger, Cranger Heide 36, 44649 Herne
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Schulte-Halm
Federführend:FB 44 - Öffentliche Ordnung Bearbeiter/-in: Pfitzner, Anette
 
Wortprotokoll

Herr Berger erläutert seine Eingabe und beschreibt ausführlich, wie sich die Situation vor Ort im Laufe der letzten Jahre zune

Herr Berger erläutert seine Eingabe und beschreibt ausführlich, wie sich die Situation vor Ort im Laufe der letzten Jahre zunehmend verschärft hat.

 

Herr Delistat legt dar, dass sich nach Änderung der Öffnungszeiten der Cranger Kirmes im Jahre 1994 eine Szene entwickelt hat, die sich zuerst im Bereich der Gaststätte Monopol und später um die Gaststätte Querschlag angesiedelt hat. Eine durch diese Szene zu verzeichnen gewesende Belästigung des Umfeldes wurde im Rahmen der Verhältnismäßigkeitsabwägung zur Vermeidung von Eskalationen durch Polizei und Ordnungsbehörde zunächst einvernehmlich hingenommen. Vor dem Hintergrund des Unfalles am 10. August 2003 haben Polizei und Ordnungsbehörde die Situation aber neu bewertet. Dies führte zu folgendem Ergebnissen:

 

a)                  Eine Verlängerung der Öffnungszeiten der Cranger Kirmes kommt nicht in Betracht.

b)                  Wegen der relativ frühen Schließung des Volksfestes ist weiterhin damit zu rechnen, dass sich die “Nachfeierszene” nicht einfach auflösen wird.

c)                  Eine Zerstreuung der Szene auf mehrere Örtlichkeiten ist aus polizeilicher Sicht kontraproduktiv.

d)                  Zur Lösung des Problemes ist beabsichtigt, die Einrichtung eines außerhalb öffentlicher Straßen und Wohnbebauung betriebenen Ausschankbereiches zuzulassen. D.h., die Gaststätte Querschlag wird mit der jeweils zeitlichen Beendigung der Kirmes schließen und den Ausschankbetrieb auf den Bereich des hinteren Teiles des Parkplatzes am Wananas verlagern.

e)                  Die Entwicklung dieser Maßnahme wird durch Ordnungsbehörde und Polizei begleitet.

f)                    Es ist davon auszugehen, dass hierdurch Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zukünftig vermieden werden und insbesondere die Nachtruhe für die Nachbarschaft der Gaststätte Querschlag nicht mehr beeinträchtigt wird.

 

Herr Berger steht dem Konzept etwas skeptisch gegenüber. Er legt Wert darauf, dass in diesem Fall die Besucher über die Dorstener Straße abgeleitet werden. Verwaltung und Polizei sollen dies ohne Einschränkung gewährleisten.

 

Frau Beuermann erkundigt sich, inwieweit im Bereich des Ausschankes eine gewisse Infrastruktur (Licht, Toiletten) vorhanden sein wird.

 

Herr Delistat betont, dass die Verwaltung selbstverständlich ein Gesamtkonzept erarbeiten wird. Dabei werden auch Fragen nach Toiletten, Waschgelegenheiten, Beleuchtung etc. eine Rolle spielen. Beteiligt werden sollen auch die ansässigen Institutionen. Erste Gespräche mit der Geschäftführung des Wananas haben bereits stattgefunden. Eine Kontaktaufnahme mit dem Boxclub Unser Fritz wird in Kürze erfolgen. Eine strikte Absperrung zur Straße “Am Freibad” durch Zäune könnte aber eher kontraproduktiv sein und zu Aggressionen führen. Er schlägt vor, zunächst keine Absperrungen vorzunehmen und die Entwicklung abzuwarten.

 

Einen Vorschlag von Herrn Stöcker, einige Anwohner bei den weiteren Planungen einzubinden, greift Herr Delistat auf und sagt dies zu. Herr Berger bietet abschließend seine Mitarbeit in dieser Gruppe an.