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Auszug - Kapazität der Papiercontainer im Stadtbezirk Eickel - Anfrage des Bezirksverordneten Hoffmeister vom 30.04.2004 -  

der Bezirksvertretung Eickel
TOP: Ö 1
Gremium: Bezirksvertretung Eickel Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 13.05.2004 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:00 Anlass: Sitzung
Raum: Eickeler Markt 1
Ort: Bürgersaal des Sud- und Treberhauses
2004/0321 Kapazität der Papiercontainer im Stadtbezirk Eickel
- Anfrage des Bezirksverordneten Hoffmeister vom 30.04.2004 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage Rat
Verfasser:BVO Hoffmeister
Federführend:FB 11 - Rat und Bezirksvertretungen Beteiligt:AöR Entsorgung Herne
Bearbeiter/-in: Darnieder, Martina   
 
Wortprotokoll

Die Papiercontainer im Stadtbezirk Eickel, besonders im Bereich Röhlinghausen, sind oftmals überfüllt

Die Papiercontainer im Stadtbezirk Eickel, besonders im Bereich Röhlinghausen, sind oftmals überfüllt. Dadurch wird Papier einfach vor den Containern abgelegt und verunreinigt somit den Standort. Da wir uns alle ein sauberes Stadtbild wünschen muss hier Abhilfe geschaffen werden.

 

Ich bitte die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragen:

 

 

  1. Kann durch Verkürzung der Leerungsintervalle Abhilfe geschaffen werden?

 

  1. Könnten an besonders stark frequentierten Standorten zusätzliche Container aufgestellt werden?

 

 

Herr Westemeyer gibt folgende Antwort:

 

Seit dem 01.01.2004 wird die Sammlung von Papier, Pappe und Kartonagen im Stadtgebiet Herne durch „entsorgung herne“ durchgeführt.

 

Die in Absprache mit DAR-Mitarbeitern in 2003 erarbeiteten Organisationsmodelle ließen den Schluss zu, dass die Sammlung mit einem Fahrzeug zu bewältigen ist, wenn dieses an sechs Tagen in der Woche eingesetzt ist. Insoweit wurde ein entsprechendes Arbeitszeitmodell entwickelt, welches sicherstellt, dass das Fahrzeug von Montag bis Samstag im Einsatz  ist.

 

Es ist leider bis heute zu erheblichen Ausfällen des Sammelfahrzeuges durch technische Defekte gekommen. Hierdurch wurde die vorgesehene tägliche Leistungsnorm häufig nicht erreicht und somit die geplanten Leerungsintervalle (ein- bis viermalige wöchentliche Leerung) nicht eingehalten. Wegen des Eigenbedarfs der DAR GmbH und aufgrund technischer Defekte an deren Kraftfahrzeug war auch das Ersatzfahrzeug nicht immer ausleihbar.

Zur Entspannung der Situation wurde bereits an einigen Standorten die Containerzahl erhöht; soweit es möglich war, wurden zur Kompensation der Ausfälle an den Folgetagen zwei Fahrzeuge auf Sammeltour geschickt.

 

In Zusammenhang mit den geschilderten Widrigkeiten ist auch die Qualität der Sauberkeit an den Standplätzen zu bewerten, die zwangsläufig mit der regelmäßigen Leerung der Container zusammenhängt. Hier ist es in den vergangenen Monaten häufig zu unerlaubten Ablagerungen von Sammelgut gekommen, weil die Container voll waren oder diesen Eindruck erweckten. Manche Nutzer unterziehen sich nicht der Mühe des Zerkleinerns sondern pressen große Kartonagen in den Einwurfschacht, wo er stecken bleibt und für die Folgenutzer der Eindruck der Überfüllung entsteht.

 

Dieses Problem ist bei einer regelmäßigen und rechtzeitigen Leerung deutlich geringer, so dass auch die für die Reinigung des Standplatzes verantwortlichen Mitarbeiter sich nicht um die Entsorgung großer Mengen von Sammelgut kümmern müssen. Dass die Qualität der Standplatzsauberkeit gestiegen ist, wenn die Leerungsintervalle eingehalten werden, hat sich auch durch entsprechende Rückmeldungen aus der Herner Bevölkerung bestätigt.

 

Um die mangelhafte Situation zu verbessern und die regelmäßige Leerung sicherzustellen, hat sich „entsorgung herne“ entschieden, noch in diesem Jahr ein eigenes Ersatzfahrzeug zu beschaffen, um dieses an ein bis zwei zusätzlichen Wochentagen in der Sammlung einsetzen zu können. Auch Notsituationen wie Ausfall des Hauptsammelfahrzeuges sind damit schneller und besser zu meistern.

 

 

 

Frau Boritzki möchte wissen ob es seine Richtigkeit hat, wenn Gewerbetreibende – auch aus anderen Städten – die Container mit ihrem Müll voll packen.

Herr Westemeyer antwortet, dass auch Gewerbetreibende diese Container nutzen dürfen; einige haben allerdings ihre eigenen Container.

 

Herr Schlender fragt, ob die Container umgehend geleert werden, wenn man anruft und einen überfüllten Container meldet.

Herr Westemeyer entgegnet, dass dies bei 1 Fahrzeug nicht immer sofort möglich ist.

 

Frau Kleine Onnebrink fragt, ob es nicht sinnvoll erscheint, an den Containern Aufkleber in mehreren Sprachen anzubringen, die u. a. darauf hinweisen, dass Kartons zu zerkleinern sind.

Herr Westemeyer sagt aus, dass bereits einige Aufkleber vorhanden sind. Die ordentlichen Bürger benötigen solche Aufkleber nicht, die weniger ordentlichen Bürger lesen diese überhaupt nicht.