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Auszug - Renaturalisierung der Emscher im Bereich Horsthausen und Pantringshof - Vorschlag der SPD-Fraktion vom 14.11.2009 -  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen
TOP: Ö 7
Gremium: Bezirksvertretung Sodingen Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 02.12.2009 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 20:35 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal der Akademie Mont Cenis
Ort:
2009/0859 Renaturalisierung der Emscher im Bereich Horsthausen und Pantringshof
- Vorschlag der SPD-Fraktion vom 14.11.2009 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorschlag TOP - SPD
Verfasser:BVO Grunert, MathiasAktenzeichen:FB 11
Federführend:FB 11 - Rat und Bezirksvertretungen Beteiligt:FB 54 - Umwelt
 
Beschluss

Die Bezirksvertretung nimmt den Bericht der Verwaltung, vorgetragen von Herrn Padligur, zur Kenntnis

Die Bezirksvertretung nimmt den Bericht der Verwaltung, vorgetragen von Herrn Padligur, zur Kenntnis.

 

Frau Marquardt wünscht den Bericht der Verwaltung zu Protokoll zu nehmen.

 

Der Fachbereich Umwelt berichtet wie folgt:

 

Wann und wo wird mit der Baumaßnahme begonnen?

Die Baumaßnahmen zur Erstellung des Abwasserkanals Emscher werden früh im Bereich Sportplatz Pantringshof beginnen. Dies kann nach heutiger Zeitplanung der Emschergenossenschaft (EG) in 2011 erfolgen. Aufgrund der vor Ort erforderlichen Baumaßnahmen zur Anbindung der Abwasserkanäle Landwehrbach von Süden und Bärenbach von Norden wird die Bauzeit hier ca. drei Jahre betragen. Durch geeignete Maßnahmen soll der Sportbetrieb aufrechterhalten bleiben. Die Inbetriebnahme des Abwasserkanals Emscher erfolgt in 2017. Die Ökologische Verbesserung schließt sich der Inbetriebnahme des Abwasserkanals ab 2018 an.

Grundsätzlich sind bereits ab 2010 von der EG  vorlaufende Arbeiten an allen erforderlichen Schachtstandorten geplant. Diese Arbeiten sind u. a. Leitungsumlegungen zur Baufeldfreimachung und Sondierbohrungen in Bereichen von vermuteten Kampfmitteln. Hierzu sind Rodungen bzw. Teilrodungen der Baufelder und Zufahrtswegen schon Anfang 2010 erforderlich. Ob und in welchem Umfang diese Arbeiten im Bereich Sportplatz Pantringshof erforderlich sind, wird zurzeit von der EG geprüft.

 

Welchen Umfang werden die Baumaßnahmen haben?

Im Bereich des Sportplatzes entstehen auf der westlichen Seite der Hauptschacht S_.079 und der Anschlussschacht S_.079-A.S02, gleichfalls der kleine Anschlussschacht S_.079-A.S04 zur Aufnahme des Abwassers aus der Straße Kreftenscheerstraße. Auf der südlichen Seite des Sportplatzes wird der Schachtverbau S_.079-A.S01 zur Aufnahme des Abwassers aus dem Bärenbach errichtete. Der südlich des Rhein-Herne-Kanal in Herne-Horsthausen zu errichtende Schacht S_.079-A.S03 nimmt die Abwässer des Landwehrbachs auf.

Im Grunde folgen die Bauarbeiten, grob betrachtet, immer dem gleichen Muster. Nach Baufeldfreimachung und Kampfmittelfreigabe wird ein Baugrubenverbau in den Boden eingebracht. Hierauf folgt das Ausschachten, die Verlegung des Abwasserkanals mittels Rohrvortrieb, Errichtung des Schachtbetonbauwerkes mit anschließender Rückverfüllung verbleibender Freiräume. Im sichtbaren Bereich verbleiben später nur die Schachtdeckel mit befestigter Aufstellfläche für Betriebs- und Wartungsfahrzeuge, ggfs. ein Bauwerk für den Biofilter und ein Abluftkamin.

 

Werden Anwohner, die unmittelbar betroffen sind, zeitnah informiert und auf welchem Weg wird dies geschehen?

Grundsätzliche Informationen der hier lebenden Menschen zum Umbau der Emscher laufen über die Medien schon seit vielen Jahren. Dies ist von der EG auch weiterhin so geplant. Sobald die Arbeiten in unmittelbarer Nähe der Anwohner erfolgen werden,  wird die EG  auch hier zeitnah z. B. über die lokale Presse informieren und ggf. Bürgerinformation vor Ort durchführen.

 

 

Anmerkung des Schriftführers:

Stellungnahme der Verwaltung zu der Frage von Frau Marquardt zu der Abluftsituation der Abwasserschächte:

Durch den Planfeststellungsbeschluss stellt sich die verbesserte Abluftsituation der Abwasserschächte im Bereich des Stadtbezirks Sodingen wie folgt dar:

Der Anschlussschacht zur Übernahme des Landwehrbaches (südlich des Rhein-Herne-Kanals bzw. östlich Scharnhorststraße) erhält einen Biofilter mit 20m Reingaskamin.

Der Abwasserschacht zwischen Betonwerk und Emscher und der Anschlussschacht zur Übernahme des Hauptkanals in Recklinghausen (nördlich der Emscher / Saarstraße) erhalten jetzt beide einen Biofilter mit 15m Reingaskamin statt eines 30m hohen Rohgaskamins ohne Abluftreinigung.

Alle anderen Schächte im Bezirk Sodingen sind ohne Abluft.

 

Nachtrag:

Geplante weitere Verbesserungen der Emschergenossenschaft.

Die EG hat am 14.12.2009 der Stadt Herne vorgestellt, dass sie beabsichtigt, weitere Verbesserungen umzusetzen. Diese würden in Summe eine Reduzierung der Bautätigkeit bedeuten. Wenn die EG den dazu erforderlichen Änderungsantrag bei der Bezirksregierung Münster gestellt hat, wird die Verwaltung erneut berichten.