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Auszug - Grundschule an der Wiescherstraße (Waldschule) - Anfrage des Bezirksverordneten Grunert vom 20.11.2009 -  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen
TOP: Ö 18
Gremium: Bezirksvertretung Sodingen Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 02.12.2009 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 20:35 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal der Akademie Mont Cenis
Ort:
2009/0863 Grundschule an der Wiescherstraße (Waldschule)
- Anfrage des Bezirksverordneten Grunert vom 20.11.2009 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage SPD
Verfasser:Mathias Grunert
Federführend:FB 11 - Rat und Bezirksvertretungen Beteiligt:FB 31 - Schule und Weiterbildung
Bearbeiter/-in: Weigel, Sigrid   
 
Beschluss
Abstimmungsergebnis
Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Schulanfänger 2010-11 Stand 24.11.09.2 (43 KB) PDF-Dokument (21 KB)    

Der örtlichen Presse war zu entnehmen, dass die Grundschule an der Wiescherstraße (Waldschule) 2010 erstmals keine Eingangsklasse bilden wird

Der örtlichen Presse war zu entnehmen, dass die Grundschule an der Wiescherstraße (Waldschule) 2010 erstmals keine Eingangsklasse bilden wird. Bislang wies die Waldschule stets ausreichend Anmeldungen auf. Dem Schulentwicklungsplan für Grundschulen war zu entnehmen, dass eine deutlich höhere Zahl von Anmeldungen prognostiziert worden ist. Unbestritten ist, dass der Erhalt der Waldschule aufgrund der städtischen Randlage große Bedeutung für den Stadtteil Constantin hat.

 

Fragen:

 

1.      War diese Entwicklung frühzeitig erkennbar und wie sehen die Prognosen für die folgenden Jahre aus?

2.      Wer traf die Entscheidung, im Jahr 2010 keine Eingangsklasse zu bilden?

3.      Warum wurde keine jahrgangsübergreifende Klasse gebildet?

4.      Gibt es Überlegungen seitens der Stadt, wie dieser Schulstandort für die Zukunft gesichert werden kann?

5.      Wäre die Bildung eines Grundschulverbundes eine sinnvolle Lösung?

 

 

Die Anfrage wird von Frau Thierhoff beantwortet:

 

Zu Frage 1.:

Die Aussage, dass die Grundschule Wiescherstraße in der Vergangenheit stets ausreichende Schülerzahlen aufwies, ist nicht zutreffend. Die Klassengrößen lagen in den letzten Jahren immer unter dem Klassenrichtwert von  24 Schülerinnen und Schülern. Die Schule musste daher zur Aufrechterhaltung des Unterrichts immer mit mindestens einer halben Stelle überbesetzt werden.

 

Die Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes für Grundschulen 2004-2010 (Stand: 2006/2007) prognostiziert für das kommende Schuljahr 2010/2011 die Anmeldung von 17 (von 18 möglichen) Kindern aus dem ehemaligen Grundschulbezirk der GS Wiescherstraße. Tatsächlich meldeten sich aus dem ehemaligen Grundschulbezirk  8 von 16 Kindern  (= 50 %)  an der GS Wiescherstr. an.

 

Die Entwicklung, dass die Anmeldungen im Vergleich zu den Vorjahren in so hohem Maße unterschritten würden, war nicht erkennbar. Die Prognosen für die nächsten Jahre lassen keine Veränderung erwarten.

 

In den vergangenen Jahren entwickelten sich Prognose und tatsächliche Anmeldezahlen wie folgt:

 

 

2007/08

2008/09

2009/10

2010/11

Kinder im ehem. Schulbezirk

20

24

21

18

Prognose

19

22

20

17

Statistik jeweils 15. 10. /

bzw. Anmeld. Nov. 2009

18

20

20

8

 

Eine aktuelle Erhebung zum 31.10.2009 anhand der bereits jetzt geborenen Kinder im ehem. Grundschulbezirk Wiescherstr. ergibt folgende Zahlen schulpflichtig werdender Kinder:

 

 

12 Mon.

13 Monate

schulpflichtig werdende Kinder

2011/12

2012/13

2013/14

2014/15

Stand Fortschreibung SEP 2004-2010

14

23

-

-

Stand 31.12. 2008

15

23

18

18

Stand 31.10. 2009

17

23

17

15

 

Danach könnte selbst bei einer 100% Eingangsquote die Bandbreite für Grundschulen von 18 - 30 Schülerinnen und Schülern nur in einem Jahr erreicht werden, nämlich im Schuljahr 2012/2013, aber selbst dann noch unter dem Klassenfrequenzrichtwert von 24 .

 

Zu Frage 2.:

Die untere Schulaufsicht empfahl dem Schulleiter, die Eltern der angemeldeten Schülerinnen und Schüler darüber zu informieren, dass die Zahl der Anmeldungen zur Klassenbildung nicht ausreicht und ihnen zu raten, die Kinder an einer anderen Schule anzumelden.

 

Zu Frage 3.:

Eine jahrgangsübergreifende Klasse kann nur bei entsprechender Konzeptentwicklung durch die Schule eingerichtet werden. Diese Möglichkeit ist der Schule bekannt.

 

Zu Frage 4.:

Die Verwaltung ist in Gesprächen sowohl mit der unteren als auch mit der oberen Schulaufsicht.

Als nächster Schritt ist ein Beratungsgespräch mit der Bezirksregierung in Arnsberg vorgesehen.

 

Zu Frage 5.:

Ein Schulverbund könnte die aktuelle Situation nicht lösen. Eltern der angrenzenden Schulen haben diese Schulen für ihre Kinder gewählt. Die aktuellen Anmeldezahlen reichen z. T. auch an den Nachbarschulen (Max-Wiethoff-Straße, Flottmannstraße) knapp zur Klassenbildung aus. Das Problem der weiten Schulwege verlagert sich auf andere Schülerinnen und Schüler.

 

 

Anmerkung des Schriftführers:

Auf die Zusatzfrage von Frau Beuermann, ob es sein kann, dass die geringe Anmeldezahl aus der Aufhebung der Schulbezirksgrenzen resultiert, ist der Niederschrift eine Tabelle mit den Schulanfängerzahlen und Prognosen als Anlage 1 beigefügt.

 

Abstimmungsergebnis:

Abstimmungsergebnis:

 

dafür:

 

dagegen:

 

Enthaltung: