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Auszug - Inobhutnahmen durch die Stadt Herne - Anfrage des Stadtverordneten Schubeus vom 24.11.2010 -  

des Haupt- und Finanzausschusses
TOP: Ö 35.2
Gremium: Haupt- und Finanzausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 07.12.2010 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:17 Anlass: Sitzung
Raum: kleiner Sitzungssaal (Raum 214)
Ort: Rathaus Herne
2010/0811 Inobhutnahmen durch die Stadt Herne
- Anfrage des Stadtverordneten Schubeus vom 24.11.2010 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage
Verfasser:SVO Arnd Schubeus
Federführend:FB 11 - Rat und Bezirksvertretungen Beteiligt:FB 42 - Kinder-Jugend-Familie
Bearbeiter/-in: Telkemeier, Erwin   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Zum Thema Inobhutnahme bitten die Unabhängigen Bürger um die Beantwortung folgende Fragen:

Zum Thema Inobhutnahme bitten die Unabhängigen Bürger um die Beantwortung folgende Fragen:

 

1.         Wie viele Kinder/Jugendliche wurden in den letzten 5 Jahren (bitte nach Jahren aufschlüsseln) vom Jugendamt in Obhut genommen?

 

2.         Welche Gründe lagen dafür vor?

 

3.         Wurden Einsprüche erhoben? In wie vielen Fällen?

 

4.         Wie wurden die Kinder/Jugendlichen untergebracht?

 

5.         Kamen Kinder/Jugendliche wieder zu ihren Eltern zurück? Wenn ja, wie viele?

 

 

Die Antwort erfolgt durch Frau Stadträtin Thierhoff:

 

Das Jugendamt ist unter drei Voraussetzungen berechtigt und verpflichtet, ein Kind oder einen Jugendlichen in seine Obhut zu nehmen:

 

  • wenn das Kind oder der Jugendliche darum bittet,
  • wenn eine dringende Gefahr für das Wohl des Kindes oder Jugendlichen besteht oder möglich ist,
  • wenn ein unbegleiteter Minderjähriger ohne Personensorgeberechtigte nach Deutschland kommt.

 

Während der Inobhutnahme hat das Jugendamt die Situation zu klären, Hilfen anzubieten oder bei Verweigerung oder Erziehungsunfähigkeit der Eltern das Familiengericht einzuschalten.

 

Die Beantwortung der Anfrage ist nur in Teilbereichen und erst ab dem Jahr 2008 seit der Einführung einer entsprechenden Software möglich.

Die Daten aus dem Jahre 2010 sind mit Stand 02.12.2010; daher ist zu bedenken, dass zumindest bei den Fällen aus diesem Jahr Rückführungen noch möglich sind.

 

Die einzelnen Daten können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:

 

Inobhutnahmen 2008 bis 02.12.2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2008

2009

2010 bis 02.12.

Anzahl der ION

 

62

62

69

Gründe für die ION

aufgegriffen; Eltern nicht erreichbar

5

8

2

 

auf eigenen Wunsch

1

1

0

 

Entweichungen

16

19

14

 

unbegleitete Minderjährige

2

0

3

 

Krisen, Konflikte, Krankheit oder Überforderung

29

29

28

 

Verwahrlosung, Mißhandlungen

9

5

18

 

Tod der Eltern

0

0

4

Einsprüche

 

5

2

0

Unterbringungsform

Pflegefamilie

15

12

19

 

Einrichtung

45

50

49

 

Verwandte

2

0

1

Rückkehr zu den Eltern

 

28

37

33