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Auszug - Stadtteilprojekt Bickern Unser Fritz / Soziale Stadt - Stadtteilzentrum Pluto - Anfrage des Bezirksverordneten Hentschel-Leroy vom 25.01.2012 -  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne
TOP: Ö 10
Gremium: Bezirksvertretung Wanne Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 07.02.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:38 Anlass: Sitzung
Raum: großer Sitzungssaal (Raum Nr. 30)
Ort: Rathaus Wanne
2012/0062 Stadtteilprojekt Bickern Unser Fritz / Soziale Stadt - Stadtteilzentrum Pluto
- Anfrage des Bezirksverordneten Hentschel-Leroy vom 25.01.2012 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage SPD
Verfasser:BVO Hentschel-Leroy
Federführend:FB 42 - Kinder-Jugend-Familie Beteiligt:Büro Dezernat III
Bearbeiter/-in: Gresch, Norbert   
 
Beschluss

im Namen der SPD-Fraktion bitte ich Sie, die nachfolgende Anfrage in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Wanne am 7

im Namen der SPD-Fraktion bitte ich Sie, die nachfolgende Anfrage in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Wanne am 7. Februar 2012 beantworten zu lassen:

 

In diesem Jahr findet das Stadtteilprojekt Bickern Unser Fritz/Soziale Stadt im Sommer sein Ende.

Wie in dem Programm vorgesehen hat sich nunmehr ein Verein gegründet der das ehrenamtliche Engagement fördern und vorantreiben will.

Eines der wesentlichen „Leuchtturmprojekte“ ist zweifelsfrei das Stadtteilzentrum Pluto.

Bereits im Vorfeld der Förderung wurde festgelegt, dass hier alle Vereine, Gruppen, Interessengemeinschaften etc. hier entsprechende Räumlichkeiten für ihre Angebote finden können.

Im Folgenden möchte ich nur einige der vielen anvisierten Themen für das Stadtteilzentrum Pluto aufführen.

 

- Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

- Freizeitaktivitäten

- Sportliche und erlebnispädagogische Aktivitäten

- Engagement gegen Gewalt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

- Aktivitäten zur Förderung des sozialen Engagements

- Generationsübergreifende Angebote 

etc.

 

Im Wesentlichen war die Überlegung aller damals Beteiligten, dass die Angebote nicht von Kommerz und Konsum geprägt sein sollten.

 

Die SPD Fraktion in der Bezirksvertretung Wanne bittet die Verwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

 

1.              Inwieweit wurden die genannten Ziele erreicht und inwiefern besteht noch die Möglichkeit               für weitere Angebote?

 

2.               Da wir in letzter Zeit mitbekommen, dass es zunehmend schwieriger wird, Termine im               Stadtteilzentrum Pluto für regelmäßige Veranstaltungen zu bekommen, stellt sich auch               die Frage, inwieweit die Kapazitäten des Stadtteilzentrums Pluto erschöpft sind. Eine               weitere Frage ist, wie viele der Veranstaltungen eher kommerziell geprägt sind.

     

Frau Popp-Heimken antwortet wie folgt:

 

Zu 1.:

 

Das Konzept von Pluto ist als Entwicklungskonzept zu verstehen, dass auch in Zukunft weiter wachsen und qualifiziert wird. Die Arbeit an den oben genannten Schwerpunkten ist als dauerhafter Prozess zu verstehen, wobei es immer auch wieder Neues geben sollte und aktuelle Bedarfe zu berücksichtigen sind.

 

Versteht man Zielerreichung so, dass zu den o.g. Schwerpunkten in der Vergangenheit Angebote erfolgten und auch aktuell initiiert werden, so kann man sagen, dass dieses Ziel erreicht ist. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass abgesehen von der Arbeit des pädagogischen Teams in der Kinder- und Jugendarbeit die Intensität der Aktivitäten maßgeblich davon abhängt, ob es Veranstalter und Mitwirkende gibt, die die Themen mit eigenen Angeboten besetzen. In Pluto steht für die Veranstaltungen im Saal und im Foyer kein Veranstaltungsetat zur Verfügung. Trotzdem gibt es mittlerweile eine gute Nutzung und auch zahlreiche Angebote die allen BürgerInnen zur Verfügung stehen und das soziale und kulturelle Leben im Stadtteil bereichern.

 

Nach einer Anfangsphase wurde die Saalvergabe im Stadtteilzentrum Pluto - Ende 2009 - auf die Pächterin der Gaststätte Wilhelmshöhe verlagert. Seitdem erfolgen Terminplanung, Vertragsabschlüsse und weitere Abstimmungen wie Catering etc. aus einer Hand. Seit 2010 hat die Anzahl der Veranstaltungen und Nutzungen nochmals deutlich zugelegt und liegt heute bei ca. 150 Veranstaltungstagen pro Jahr. Da bei einem Einbruch zum Jahreswechsel der Laptop mit den gespeicherten Daten gestohlen wurde, ist die diesjährige Auswertung des Veranstaltungsbereichs noch nicht abgeschlossen ( sie kann aber nach Fertigstellung nachgereicht werden). Die Auswertung für 2010 ergab, folgendes Bild:

38 private Feiern

67 Seminare, Tagungen, Sitzungen und Konferenzen von insgesamt 23 verschiedenen Vereinen/Institutionen

55 öffentliche Kulturveranstaltungen

62 sonstige Veranstaltungen (regelmäßiges Schachtraining etc.).

Ein Nachweis der Einzelveranstaltungen wird dem Protokoll beigefügt.

 

Zu 2.:

 

Die Kapazität in Pluto ist aus Sicht der Verwaltung nicht erschöpft. Wer jedoch kurzfristig nachfragt oder auf bestimmte Termine festgelegt ist, erhält vielleicht eine Absage. Grundsätzlich gibt es für Interessierte jedoch freie Kapazitäten, insbesondere bei Einzelveranstaltungen. Für kleinere Gruppen stehen außerdem im Jugendtrakt zwei Seminarräume zur Verfügung. Von gehäuften Absagen ist der Verwaltung nichts bekannt.

 

Fakt ist aber, dass eine Nutzung in den Vormittagsstunden zumindest im Jugendtrakt eingeschränkt ist. Da die MitarbeiterInnen bis in den Abend hinein Dienst haben, beginnt die Raumvergabe erst ab 11.30 Uhr. Der FB 42 hat dieses Problem mit GMH, das zuständig ist für den Hausmeistereinsatz,  kommuniziert. Es ist zu prüfen, ob der für die benachbarte Hauptschule, Kita und Pluto zuständige Hausmeister seinen Arbeitseinsatz von 3 Wochenstunden in Pluto zukünftig ausbauen kann, wenn der Betrieb der Hauptschule ausläuft. Dann könnte auch die Nachfrage nach Vormittagsterminen bedient werden.

 


Inhaltlich erfolgt die Abstimmung der Raumvergabe durch die Pächterin regelmäßig mit dem pädagogischen Team von Pluto, quartalsweise mit der Abteilungsleitung und Anlass bezogen mit der Fachbereichsleitung 42.

 

Pluto versteht sich nicht als kommerzieller Veranstaltungs- und Tagungsort und wird auch nicht so geführt. Auch ist die Einrichtung nicht so etabliert, dass sich hier mit öffentlichen Veranstaltungen Gewinne machen ließen. Man ist derzeit eher froh, wenn  sich beispielsweise eine Kulturveranstaltung teilweise über den Eintritt finanzieren läßt.

 

Für die Pächterin ist das Catering im Veranstaltungsbereich eine Verdienstmöglichkeit, die sich aber aufgrund der sozial gestalteten Preise bescheiden ausnimmt. Um überhaupt auf Einnahmen zu kommen ist deshalb der Bereich der Privatfeiern von Bedeutung.

 

Die Beteiligten sind bemüht einen Mix aus privaten Feiern (Familienfeiern), Sitzungen und Kulturveranstaltungen zu realisieren sowie von Angeboten mit eher internem und öffentlichem Charakter. Gruppen und Akteure aus dem Quartier werden dabei bevorzugt. Für ihre Sitzungen ist die Raumnutzung kostenlos.