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Auszug - Nutzung des Solar-Dachflächen-Katasters - Anfrage der Grüne-Fraktion vom 06.02.2012 -  

des Ausschusses für Umweltschutz
TOP: Ö 4.1
Gremium: Ausschuss für Umweltschutz Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 29.02.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:15 Anlass: Sitzung
Raum: kleiner Sitzungssaal (Raum 214)
Ort: Rathaus Herne
2012/0141 Nutzung des Solar-Dachflächen-Katasters
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage
Verfasser:SB Krüger, Pascal
Federführend:Büro Dezernat V Beteiligt:Gebäudemanagement Herne
Bearbeiter/-in: Decker, Helene   
 
Beschluss

Frage 1:

Herr Wiedeholz vom Gebäudemanagement Herne (gmh) beantwortet die Fragen folgendermaßen:

 

Frage 1:

Auf wie vielen Dachflächen dieses Katasters wurden bereits PV-Anlagen oder solarthermische Anlagen errichtet bzw. wurde schon mit der Installation begonnen und welche Fläche nehmen diese ein?

 

Antwort:

Einschließlich der im Jahr 2011 im Rahmen des Konjunkturpakets II errichteten Photovoltaikanlagen sind derzeit 20 städtische Dachflächen mit PV-Anlagen oder solarthermische Anlage ausgestattet.

 

Frage 2:

Wie viele PV-Anlagen wurden aus Mitteln des Konjunkturpakets II finanziert und welche Leistungen weisen diese auf?

 

Antwort:

Im rahmen des Konjunkturpakets II wurden 2011 neun Photovoltaikanlagen (Einzelleistung zwischen 3 – 6,5 kWp) mit einer Gesamtleistung von rd. 39 kWp errichtet. Neben der grundsätzlichen ökologischen Ausrichtung dienen diese Photovoltaikanlagen der Vermittlung von Wissen an den Schulen, damit der Transport dieser Technologie, aber auch der ökologische Gedanke der Ressourcenschonung auch über eine praktische Komponente vertieft werden kann.

 

Frage 3:

Werden schon Dachflächen an private Bürger oder Investoren vermietet bzw. ist dies geplant?

 

Antwort:

Das Solar-Dachflächen-Kataster der Stadt Herne hat eine sehr große und positive Resonanz erhalten. Derzeit haben sich 36 Personen / Firmen um eine Anpachtung von Dachflächen zum Zwecke der Installation und des Betriebs von Photovoltaikanlagen beworben. Mit den ersten drei Bewerbern fanden Besprechungstermine statt, mit dem Ergebnis, dass derzeit für 22 Liegenschaften Dachflächen bzw. Photovoltaikanlagen in unterschiedlichen Größenordnungen von 48 bis zu 237 kWp je Anlage Pachtverträge geschlossen werden. In der Summe soll eine Photovoltaikleistung von rd. 2.350 kWp installiert werden, für die eine Dachfläche von ca. 45.000 m² genutzt werden soll.

 

Frage 4:

Macht die Verwaltung – abgesehen von der Homepage der Stadt – noch anderweitig auf das Dachflächenangebot aufmerksam? Wenn ja, wie?

 

Das Solar-Dachflächen-Kataster wurde durch seinen speziellen Aufbau und den hohen Informationsgehalt auch überregional positiv bewertet. Neben den Pressemitteilungen (WAZ und Wochenblatt) zum Start und zur Einstellung im Internet folgten ausführliche Berichte im Radio sowie ein Fernsehbeitrag in der WDR-Lokalzeit-Ruhr. Auch die Energieagentur NRW berichtete auf ihrer Internetseite über das Solarkataster. Unter der Überschrift „Vorbild Herne: Solarkataster“ folgte ein weiterer lobender Beitrag in der Zeitschrift „Innovation & Energie“ Ausgabe 3/2011 der Energieagentur NRW.

 

Frage 5:

Bestehen Kooperationen mit der Stadt Herne, um Investoren zu finden? Wenn ja, welche?

 

Antwort:

Die sich derzeit aufgrund des Bekanntheitsgrades des Solarkatasters darstellende hohe Bewerberzahl benötigt keine Kooperationen, um weitere potenzielle Investoren zu finden.

 

Frage 6:

Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, um die Nutzung der Dachflächen für PV-Anlagen weiter zu verbessern?

 

Antwort:

Aufgrund der derzeit darstellenden Anfrage- und Verpachtungssituation ist es nicht nötig, die Möglichkeiten zur Nutzung der Dachflächen für PV-Anlagen weiter zu verbessern.