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Auszug - Sachstand Fair Trade Stadt Herne - auf Vorschlag der Ratsgruppe Die Linke vom 26.10.2012 -  

des Ausschusses für Umweltschutz
TOP: Ö 9
Gremium: Ausschuss für Umweltschutz Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 07.11.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:15 Anlass: Sitzung
Raum: kleiner Sitzungssaal (Raum 214)
Ort: Rathaus Herne
2012/0662 Sachstand Fair Trade Stadt Herne
- auf Vorschlag der Ratsgruppe Die Linke vom 26.10.2012 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorschlag TOP - Die Linke
Verfasser:Heiko Fischöder
Federführend:Büro Dezernat V Bearbeiter/-in: Bensel, Heike
 
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Der Ausschuss für Umweltschutz nimmt den von Herrn Werner – vom Fachbereich 54/Umwelt – vorgetragenen mündlichen Sachstandsbericht zur Kenntnis

Herr Werner vom Fachbereich 54 / Umwelt berichtet zum Sachstand folgendes:

 

Herne wurde am 4. Juni 2011 gemeinsam mit zwölf anderen Städten auf der ganzen Welt –darunter Madrid in Spanien und Kumamoto in Japan – als 1000. Fairtrade Town ausgezeichnet.

 

Die Kampagne Fairtrade-Towns wird von TransFair getragen und bringt unterschiedliche Akteure aus Handel, Politik und Zivilgesellschaft zusammen.

 

Um „Fairtrade-Gemeinde“ zu werden, mussten folgende 5 Kriterien erfüllt werden:

1. Es liegt ein Beschluss der Kommune / des Kreistages vor, dass bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rates sowie im Bürgermeister-, bzw. Landratsbüro Fair Trade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus Fairem Handel verwendet wird. Es wird die Entscheidung getroffen, als Stadt (bzw. Gemeinde/Landkreis) den Titel „Fairtrade Stadt“ (bzw. Gemeinde/Landkreis) anzustreben.

2. Es wird eine lokale Steuerungsgruppe gebildet, die auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ (bzw. Gemeinde/Landkreis) die Aktivitäten vor Ort koordiniert.

3. In den lokalen Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus Fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden Fair Trade-Produkte ausgeschenkt.

4. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Fair Trade-Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt.

5. Die örtlichen Medien berichten über alle Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ (bzw. Gemeinde/Landkreis).

Grundlage für die Zertifizierung war, dass der Rat der Stadt Herne am 4. Mai 2010 beschlossen hatte, sich um den Titel zu bewerben. Seit dem arbeitete eine Steuerungsgruppe daran, alle dafür erforderlichen Kriterien in Herne zu erfüllen.

 

Der Steuergruppe gehören an: Bädergesellschaft, BUND, Eine-Welt-Zentrum, die Eine-Welt-Kreise der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde Sodingen, Grüne Fraktion Herne, Stadtverwaltung –Agendabüro-  und Verbraucherzentrale.

 

Es handelt sich  bei diesem Projekt also in erster Linie und überwiegend zivilgesellschaftliche  Akteure, die lediglich durch die Stadt Herne unterstützt werden. Weiterhin unterstützen den Fairen Handel in Herne rund 70 Einzelhändler, Gastronomen, Vereine, Schulen und Kirchengemeinden, die Faire Produkte anbieten und verwenden.

 

Herne ist schon lange im fairen Handel aktiv. Hier wurde 1974 zum Beispiel der dritte Weltladen überhaupt in Deutschland gegründet.

 

Zu den Aktivitäten der Stadt gehören:

Einführung des Herner Kaffees, Kooperation mit den Eine-Welt-Gruppierungen auf dem Umwelttag, Ausschank des Herner Kaffees in einigen Fachbereichen der Verwaltung sowie der Verzehr von fair gehandeltem Zucker, 2007 Bewerbung als Hauptstadt des fairen Handels, Behandlung von Eine-Welt-Themen in den Agenda 21 Schulen.

 

Alle anderen Aktivitäten diesbezüglich, dies gilt insbesondere auch für die Faire Woche vom 7.  bis 30. September 2012, gehen vom Eine-Welt-Zentrum aus.

 

Im nächsten Jahr steht die Rezertifizierung an. Dort wird überprüft, ob die Kriterien weiter eingehalten werden und ob sich die Stadt verbessert hat.

 

Die Steuergruppe trifft sich am 07. November 2012, um über weitere Aktivitäten zu beraten. Hierzu liegt ein Vorschlag über Potentiale der Fairtrade Stadt Herne vor, der vom Eine-Welt-Zentrum erarbeitet wurde.

 

Der Fachbereich 54 / Umwelt schlägt vor, den Vertreter des Eine-Welt-Zentrums zu einer der folgenden Sitzungen  des Ausschusses für Umweltschutz einzuladen, um ihn über die Aktivitäten des Eine-Welt-Zentrums berichten zu lassen.

 

 

Der Ausschuss für Umweltschutz nimmt den von Herrn Werner – vom Fachbereich 54/Umwelt – vorgetragenen mündlichen Sachstandsbericht zur Kenntnis.

Abstimmungsergebnis: