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Auszug - Hundeplatz Görresstraße/Plutostraße des IRJGV (Internationaler Rasse-Jagd- und Gebrauchshunde-Verband e.V.) in Herne - Anfrage des Bezirksverordneten Schlender vom 07.11.2012 -  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel
TOP: Ö 5
Gremium: Bezirksvertretung Eickel Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 22.11.2012 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:17 Anlass: Sitzung
Raum: Eickeler Markt 1
Ort: Bürgersaal des Sud- und Treberhauses
2012/0724 Hundeplatz Görresstraße/Plutostraße des IRJGV (Internationaler Rasse-Jagd- und Gebrauchshunde-Verband e.V.) in Herne
- Anfrage des Bezirksverordneten Schlender vom 07.11.2012 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage
Verfasser:BVO Schlender
Federführend:FB 22 - Immobilien und Wahlen Beteiligt:Gebäudemanagement Herne
Bearbeiter/-in: Gresch, Norbert   
 
Beschluss


Das Gelände des Vereins IRJGV-Herne soll von der Bahn verkauft werden. Nach dem Verkauf muss der Hundeverein das Gelände innerhalb von 3 Monaten räumen. Daher sucht er eine neue und größere Fläche (ab 4.000 Quadratmeter).

Am 15.01.2012 stellt Frau Send eine Anfrage an das Gebäudemanagement, ob man an der Görresstraße den bestehenden Hundeplatz verlegen könnte. Hierfür böte sich das verwilderte und vermüllte Gelände südwestlich des Hundesplatzes an.

Vorteile für die Stadt Herne: Bewirtschaftung/Unterhaltung eines bislang verwilderten und vermüllten Grundstücks, Pachteinnahmen, die einzige Hundeschule in Herne wird im Bestand geschützt (Verband mit 300 Ortsgruppen deutschlandweit).

Der Verein arbeitet mit dem Ordnungsamt zusammen (Sachkundennachweis gem. Landeshundegesetz, auffällige Hunde etc.), so dass bei einem Verbleib in Herne diese Arbeit weitergehen kann.

Die großen Bäume sollen auf dem Gelände ausdrücklich bleiben, so dass die Verpachtung auch aus ökologischen Gründen zu befürworten wäre.

 

In diesem Zusammenhang bitten Unabhängigen Bürger um die Beantwortung folgender Fragen:

 

 

1.              Warum wurde die Bürgeranfrage vom 15.01.2012 noch nicht beantwortet?

 

2.              ist die Stadt Herne noch Eigentümer des Geländes?(Falls nein: Wer ist Eigentümer des               Geländes? - ggf. nichtöffentlicher Teil)

 

3.              Welche Nutzung ist für das Gelände vorgesehen?

 

4.              Ist es möglich, dem Verein das o.g. Gelände bzw. Teile davon zu verpachten?

 

5.              Welche anderen Flächen könnten dem Verein ggf. zur Verfügung gestellt werden?

 

 

Frau Pinkert gibt folgende Antworten:

 

zu Frage 1:

 

Leider kann nicht mehr nachvollzogen werden, warum es zu keinem klärenden Kontakt gekommen ist. Wir bitten gleichzeitig um Entschuldigung.

 

zu Frage 2:

 

Die Stadt Herne ist Eigentümerin des Grundstücks Gemarkung Wanne-Eickel Flur 58 Flurstück 146. Außerdem hat die Stadt Herne die Straßengrundstücke Gemarkung Wanne-Eickel Flur 60 Flurstücke 13 und 389 tlw. von der DB Netz AG gekauft, um die Görresstraße als Kompensationsfläche zu einem Fuß- und Radweg auszubauen.

Die Fläche Gemarkung Wanne-Eickel Flur 60 Flurstück 14, die durch den Hundeverein angepachtet wurde, gehört derzeit noch der DB Netz AG. Die Fläche soll kurzfristig verkauft werden.

 

zu Frage 3:

 

Die Fläche liegt im Geltungsbereich des rechtskräftigen Landschaftsplanes der Stadt Herne und zählt zu dem Entwicklungsraum 1.20. Durch zusätzliche Anpflanzungen soll eine Entwicklung zu Wald gefördert werden.

Zudem ist die Fläche Bestandteil des in Aufstellung befindlichen Forsteinrichtungswerks und gilt als Wald im Sinne des Bundes- und Landesforstgesetzes.

Durch zusätzliche Anpflanzungen soll eine Entwicklung zu Wald gefördert werden.

 

zu Frage 4:

 

Die unter Punkt 3 beschriebene Nutzung der Fläche lässt eine vollständige oder teilweise Verpachtung des Grundstückes nicht zu, weil es sich um eine Waldfläche im Geltungsbereich des Landschaftsplanes handelt. Die Fläche dient zudem als Kompensationsfläche für die Entsiegelung der Görresstraße, umgeben von einer intakten Grünfläche.

 

zu Frage 5:

 

In der letzten Zeit sind immer wieder Anfragen zu Hundeübungsplätzen verneint worden, weil es sich bei den städtischen Flächen überwiegend um hausnahes Gartenland oder kleine Gärten handelt, die sich in direkten Wohngebieten befinden.

Anderweitige Flächen werden zurzeit entpachtet und in Landschaftsschutzgebiete umgewandelt oder als Bauland verkauft. Das GMH ist dennoch bemüht, geeignete Flächen zu finden.

 

 

Herr Barzik fragt noch mal nach, ob dieser kleine Grundstückszipfel, der der Deutschen Bahn (DB) gehört, von der Stadt gekauft werden soll, um Wald anzupflanzen.

 

Frau Pinkert verneint dieses.

 

Herr Paulus möchte wissen, ob die DB ihr Grundstück an die Stadt verkaufen will.

 

Frau Pinkert antwortet, dass die DB es angeboten hat, die Stadt es aber abgelehnt hat.