Ratsinformationssystem

Auszug - Gehölzschnitt und -rodungsmaßnahmen im Winter 2012 / 2013  

des Landschaftsbeirates
TOP: Ö 1
Gremium: Landschaftsbeirat Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 04.12.2012 Status: öffentlich
Zeit: 16:00 - 17:55 Anlass: Sitzung
2012/0647 Gehölzschnitt und -rodungsmaßnahmen im Winter 2012 / 2013
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Sengupta, Thilo
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Bearbeiter/-in: Schulz, Susanne
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Kuhl erläutert beispielhaft anhand von (Powerpoint) Fotos aus den vier Stadtbezirken die für den Winter 2012 / 2013 anstehenden Gehölzschnitt- und Rodungsmaßnahmen auf städtischen Liegenschaften.

 

Herr Laufenberg fragt, warum die Sträucher auf den Stock gesetzt werden, anstatt sie erst in ca. 100 cm Höhe abzuschneiden. Durch das „auf den Stock setzen“ wäre für 3 Jahre in den betroffenen Bereichen keine Bruttätigkeit möglich. Er vermutet, dass das „auf den Stock Setzen“ erfolgt, um für die Folgejahre den Arbeitsaufwand zu reduzieren. Für Mittelstreifen empfiehlt er, wie in Datteln auf der L 235 eine Blühsaatmischung einzusäen. Dort wäre nur eine Mahd im Jahr nötig und es würde ein Nahrungsangebot für Insekten geschaffen.

 

Herr Kuhl antwortet, dass das „auf den stock Setzen“ gärtnerische Gründe hat. Es soll erreicht werden, dass die Sträucher von unten austreiben und somit einen dichten Bestand bilden. Das „auf den Stock setzen“ würde auch in den Folgejahren Arbeit verursachen, weil die entstehenden Triebe zurück geschnitten werden müssen, um die gewünschte Entwicklung der Sträucher zu unterstützen.

 

Leider konnte dies mit den vorhandenen Personalressourcen in den letzten Jahren nicht in allen Fällen umgesetzt werden, insbesondere weil das Personal wegen der strengen Winter auch für den Räumdienst eingesetzt werden musste.

 

Herr Kuhl sichert zu, dass er die Anregung, Mittelstreifen mit Blühmischungen, prüfen wird. Er kann sich gut vorstellen, auf der Wakefieldstraße einen entsprechenden Versuch zu wagen.

 

Frau Buddemeier-Ennenbach hebt die Wichtigkeit der Gestaltung von Grünflächen für das Stadtbild hervor. Der Ersatz von Sträuchern durch Raseneinsaat ist zum Beispiel bei der Wakefieldstraße nicht als positiv anzusehen. Daher begrüßt sie den Vorschlag, auf dem Mittelstreifen eine Blühmischung einzusäen. Dies wäre eine Bereicherung für das Stadtbild.

 

Hinsichtlich des „auf den Stock setzens“ ist sie der Meinung, dass dies durchaus sinnvoll ist, weil die Sträucher dann wieder dichter austreiben.

 

Frau Piasecki hält das Roden des Straßenbegleitgrüns im Hinblick auf die Feinstaubelastung nicht für sinnvoll.

 

Herr Kuhl entgegnet, dass die angebliche Senkung der Feinstaubbelastung durch Sträucher wissenschaftlich umstritten ist. Belegt ist sie für Pflanzen mit kleinen Blättern und insbesondere für Efeu an Häusern ab 4 Metern Höhe. In Bodennähe könnte sich wegen der dort gegebenen Luftverwirbelung kaum Feinstaub absetzen. Er weißt darauf hin, dass die angekündigten Schnitt- und Rodungsmaßnahmen weniger als ein Promille der vom Fachbereich Stadtgrün betreuten Flächen betreffen.

 

 

Anmerkung des Schriftführers:

 

Wegen eines nicht angekündigten Probe-Feueralarms muss die Sitzung von 16:27 bis 16:33 Uhr unterbrochen werden.

 

 

Frau Lochner fragt, ob auf dem nicht mehr voll belegten Ostfriedhof auch Blühmischungen eingesetzt werden können. 

 

Herr Kuhl antwortet, dass die Belegung hierfür immer noch zu hoch ist. Er rechnet mit Beschwerden der Friedhofsnutzer. Bei der zu erwartenden weiteren Abnahme der Nutzungsdichte kann und muss aber in der Zukunft eine Umgestaltung der Friedhofsflächen erfolgen.


Beschluss: