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Auszug - Verkehrssituation am ZOB / Konrad-Adenauer-Platz - Anfrage der Bezirksverordneten Kamm vom 07. Januar 2005 -  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Herne-Mitte
TOP: Ö 15
Gremium: Bezirksvertretung Herne-Mitte Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 20.01.2005 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:10 Anlass: Sitzung
Raum: großer Sitzungssaal (Raum 312)
Ort: Rathaus Herne
2005/0030 Verkehrssituation am ZOB / Konrad-Adenauer-Platz
- Anfrage der Bezirksverordneten Kamm vom 07. Januar 2005 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage Rat
Verfasser:BVO Kamm, NicolaAktenzeichen:FB 11
Federführend:FB 11 - Rat und Bezirksvertretungen Bearbeiter/-in: Fischer, Bernd
 
Wortprotokoll
Beschluss

Nach der Neugestaltung des ZOB waren der örtlichen Presse Beschwerden von Bürgern über die geänderte Verkehrssituation insbeso

Nach der Neugestaltung des ZOB waren der örtlichen Presse Beschwerden von Bürgern über die geänderte Verkehrssituation insbesondere im Hinblick auf die neu installierte Ampel, die den Bussen die Ausfahrt aus dem Busbahnhof erleichtern soll, zu entnehmen. In der Tat ist es so, dass es in den Hauptverkehrszeiten durch eben diese Ampel zu erheblichem Rückstaus in den Kreisverkehr und damit in die Funkenbergstraße und insbesondere in die Bahnhofstraße kommt.

 

Wir bitten daher die Verwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

 

1.       Wie beurteilt die Verwaltung die oben beschriebene Problematik?

 

2.       Liegen auch hier Beschwerden von Bürgern oder der HCR vor?

 

3.       Ist es bereits zu Unfällen gekommen?

 

4.       Wie könnte die Verkehrssituation in den Hauptverkehrszeiten entschärft werden?

 

 

 

Herr Becker antwortet wie Folgt:

 

Zu 1. und 2.:

Ziel der Umgestaltung des Zentralen Busbahnhofs war neben den städtebaulichen Aspekten u.a. auch die Stärkung des ÖPNV und der schwächeren Verkehrsteilnehmer gegenüber dem Individualverkehr. Bezogen auf den ÖPNV bedeutete dies eine Verringerung der Fahrzeitverluste aus dem Bahnhofsbereich zu erzielen. Hierzu wurde eine von den Bussen beeinflussbare Lichtzeichenanlage installiert, die auf Anforderung den Linienverkehr bevorrechtigt.

 

Die Verwaltung hat im Zuge der Planberatung in den bürgerschaftlichen Gremien darauf hingewiesen, dass es eventuell durch die ÖPNV-Bevorrechtigung zu geringen Zeiten im Tagesverlauf – insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten – zu Rückstaus in den Kreisverkehrsplatz an der Bahnhofstraße kommen kann, die sich aber schnell und gefahrlos für die Verkehrsteilnehmer wieder auflösen. Diese Situation wurde auch an Hand einer Verkehrssimulation in den öffentlichen Sitzungen deutlich gemacht.

 

Die Verwaltung sowie die Verkehrsbetriebe und die Polizei haben nach Fertigstellung des ZOB im November 2004 die Verkehrssituation vor Ort regelmäßig beobachtet. Danach lässt sich feststellen, dass der Verkehrsablauf unproblematisch verläuft. Weder der Verwaltung noch der Polizei und den Verkehrsbetrieben liegen Beschwerden von Bürgern vor. Nach den hier vorliegenden Kenntnissen wird die neue Verkehrsführung, als auch das gesamte Umfeld, durchweg positiv aufgenommen.

 

Zu 3.:

Nach Aussage der Polizei kommt es im Bereich Bahnhofsvorplatz mit den Kreuzungen Westring und Bahnhofstraße aufgrund der Verkehrsbelastung immer wieder zu Unfällen. Diese Unfälle (leichte Unfälle) haben aber bisher keinen ursächlichen Zusammenhang mit der Umgestaltungsmaßnahme.

 

Eine Unfallbilanz konnte wegen der kurzen Bearbeitungszeit nicht erstellt, kann auf Wunsch aber nachgereicht werden.

 

Zu 4.:

Wie zu Frage 1 und 2 erwähnt, beobachtet die Verwaltung die Verkehrssituation am ZOB ständig. In diesem Zusammenhang und wegen des Berichtes aus der örtlichen Presse zu der Rückstauproblematik im Bereich Westring, hat die Verwaltung bereits weitere Maßnahmen zur Optimierung der Lichtzeichenanlage an der Busausfahrt vorgenommen, die sich zur Hauptverkehrszeit günstiger auf den Individualverkehr auswirken. Diese Maßnahmen beziehen sich auf den Zeitraum zwischen 15.30 und 17.00 Uhr für die Fahrtrichtung Westring / Bahnhofstraße.

 

Zur Verbesserung des Verkehrsablaufs in der Gegenrichtung wurde die Lichtzeichenanlage ebenfalls bereits optimiert, so dass der Individualverkehr in Richtung Westring frei ablaufen kann, wenn Busse als Rechtsabbieger (z.B. Linie 205 alle 10 Min.) in Richtung Kreisverkehrsplatz den Bahnhofsbereich verlassen.

 

Auf eine Frage von Herrn Schleußner, ob es denkbar ist, dass die unglückliche Situation dann entsteht, wenn Fußgänger und Busfahrer gleichzeitig „grün drücken“, erwidert Herr Becker, dass dies theoretisch betrachtet der Grund sein könnte.

Herr nimmt zu der Anfrage wie folgt Stellung:

Herr nimmt zu der Anfrage wie folgt Stellung: