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Auszug - Gedenken an Max Wiethoff - Erhalt des Grabsteins - Anfrage des Bezirksverordneten Rickert vom 30.01.2013 -  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen
TOP: Ö 10
Gremium: Bezirksvertretung Sodingen Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 13.02.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:09 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal der Akademie Mont Cenis
Ort:
2013/0070 Gedenken an Max Wiethoff - Erhalt des Grabsteins
- Anfrage des Bezirksverordneten Rickert vom 30.01.2013 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage CDU
Verfasser:BVO Rickert, Sven
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Beteiligt:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung
Bearbeiter/-in: Lübeck-Messmacher, Elke   
 
Beschluss


Max Wiethoff (1873-1938) war als Amtmann des ehemaligen Amtes Sodingen und als Beigeordneter der Stadt Herne für den Stadtbezirk von besonderer Bedeutung. Seine letzte Ruhe hat er auf dem Friedhof von St. Peter und Paul gefunden, wo sich jedoch leider die Grabstätte und der Grabstein in keinem guten Zustand befinden.

 

Die CDU-Bezirksfraktion Sodingen wurde nun angesprochen, dass demnächst sogar die Grabstätte von Max Wiethoff ausläuft und somit die Einebnung des Grabes droht.

 

Für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Sodingen am 13.02.2013 bitten wir Sie in diesem Zusammenhang gem. § 10 abs. 1 i. V. m. § 33 Abs. 1 der Geschäftsordnung für den Rat der Stadt Herne, seiner Ausschüsse und der Bezirksvertretungen folgende Anfragen auf die Tagesordnung zu setzen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

 

1.              Ist der Verwaltung die Sachlage bekannt und stimmt die Befürchtung, dass das Grab von Max Wiethoff eingeebnet werden soll?     

2.              Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung für den Erhalt zumindest des Grabsteins von Max Wiethoff und wurden bereits Schritte diesbezüglich eingeleitet?

3.              Welche Standorte für den Verbleib des Grabsteins kommen ggf. in Betracht und werden vorgeschlagen, um das Gedenken an Max Wiethoff zu wahren?

 

Herr Grimm beantwortet die Anfrage wie folgt:

 

 

Zu Frage 1:

 

Die Verwaltung wurde Mitte Dezember 2012 durch ein Schreiben der Kirchengemeinde  St. Peter und Paul informiert, dass die Nutzungsrechte für die Grabstätte von Max Wiethoff in 2013 ablaufen werden.

 

Da keine Angehörigen an einer Verlängerung der Nutzungsrechte interessiert sind bzw. Angehörige nicht vorhanden sind, würde die Grabstätte nach Ablauf der Nutzung zur freien Wiederverwendung zur Verfügung stehen.

 

 

Zu Frage 2:

 

Der Erhalt der Grabstätte würde zusätzliche Kosten verursachen.

 

Für die Wiederherrichtung der Grabstätte und eine Bepflanzung sind einmalige Kosten in Höhe von 500,00 € zu veranschlagen. Für die laufende Pflege und die Nutzungsrechte sind weitere Kosten von jährlich ca. 400,00 € einzuplanen.

 

Diese Kosten stellen zusätzliche freiwillige Ausgaben dar, die bei der bestehenden Haushaltssituation der Stadt haushaltsrechtlich nicht zulässig sind.

 

Auch aus denkmalpflegerischer Sicht kann nach dem derzeitigen Kenntnisstand unter Berücksichtigung der Begriffsbestimmungen in § 2 Abs. 1 Denkmalschutzgesetz NRW ein Denkmalwert für die Grabanlage nicht hinreichend begründet werden. Die Tatbestandsvoraussetzungen für eine Eintragung als Baudenkmal werden nicht erfüllt.

 

Weiterhin stehen die bisherigen Regelungen zur Weiterführung von Grabstätten als „Ehrengrabstätten“ in ähnlich gelagerten Fällen einer positiven Entscheidung seitens der Verwaltung entgegen. Danach werden nur die bekannten Grabstätten der ehemaligen Oberbürgermeister der selbständigen Städte Herne und Wanne-Eickel als Ehrengrabstätten weitergeführt. Dies sind die Grabstätten von Edmund Weber, Robert Brauner, Willi Pohlmann und Manfred Urbanski.

 

Die Person „Max Wiethoff“ ist durch die Benennung der Schule und der Straße bereits umfangreich gewürdigt worden.

 

 

Zu Frage 3:

 

Vor dem Hintergrund der Beantwortung zu Frage 2 sind seitens der Verwaltung keine weiteren Prüfungen erfolgt.