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Auszug - Kardiologische Notfallversorgung in Herne - mündlicher Bericht und Diskussion -  

des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Familie
TOP: Ö 1
Gremium: Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Familie Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 26.01.2005 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:20 Anlass: Sitzung
Raum: großer Sitzungssaal (Raum Nr. 30)
Ort: Rathaus Wanne
 
Beschluss

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßt der Vorsitzende Herrn Prof

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßt der Vorsitzende Herrn Prof. Dr. med. Trappe in seiner Funktion als Direktor der Medizinischen Klinik II (Kardiologie und Angiologie) des Klinikums der Ruhr-Universität Bochum am Marienhospital Herne.

 

Herr Prof. Dr. med. Trappe gibt den Ausschussmitgliedern in einem detaillierten mündlichen Bericht eine Übersicht über die aktuelle Situation zur kardiologischen Notfallversorgung in Herne und stellt dabei auch die ausgezeichnet gute Kooperation mit dem Notfalldienst der Herner Feuerwehr heraus.

 

Als ein Fazit seines Berichtes stellt Herr Prof. Dr. med. Trappe den nach wie vor hohen Aufklärungsbedarf über die Möglichkeiten der kardiologischen Notfallversorgung in der Herner Bevölkerung dar. Zu diesem Zweck findet am 12.02.2005 im KuZ Herne in der Zeit von 14:00 bis 18:00 Uhr eine gemeinsame Veranstaltung des Marienhospitals Herne, der AOK und der Berufsfeuerwehr der Stadt Herne unter dem Motto „Schach dem plötzlichen Herztod in Herne: Eine Stadt ist sicher!“ statt. Das entsprechende Programm wird an die Sitzungsteilnehmer verteilt.

 

Darüber hinaus stellt Herr Prof. Dr. med. Trappe den Ausschussmitglieder den druckfrischen Jahresbericht 2003-2004 der kardiologischen Abteilung des Marienhospitals Herne vor und weißt auf die in ausreichender Zahl mitgebrachten Exemplare hin.

 

Anschließend ergänzt Herr Dr. Wißuwa (Leiter des notärztlichen Rettungsdienstes der Feuerwehr Herne) die Aussagen von Herrn Prof. Dr. Trappe dahingehend, indem er mitteilt, dass sich die Versorgung von Herzinfarkt-Patienten im Herner Rettungsdienst auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft befindet. Alle Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge verfügen nun über die Möglichkeit, bereits an der Einsatzstelle ein so genanntes 12-Kanal-EKG abzuleiten, welches annähernd die gleiche Aussagekraft besitzt wie ein EKG im Krankenhaus. Zudem kann das EKG-Bild direkt auf ein Fax-Gerät in der Kardiologie übertragen werden. Im Marienhospital, dessen Herzkatheter-Labor seit September letzten Jahres rund um Uhr besetzt ist, können so an die 30 Minuten eingespart werden, die unter Umständen lebensrettend sein können.

 

Weiterhin stellt Herr Dr. Wißuwa den Sitzungsteilnehmern den gerade neu erschaffenen Notfallplan für Herzinfarktpatienten vor. Ein entsprechendes Ablaufdiagramm wird an die Sitzungsteilnehmer verteilt.

 

Zum Thema Defribilatoren teilen Herr Prof. Dr. med. Trappe und Herr Benninghoff auf Anfrage hin übereinstimmend mit, dass ihres Erachtens eine Stadt in der Größenordnung von Herne mit ca. 50 bis 60 Defribilatoren, die an öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Gebäuden installiert sein sollten, optimal versorgt sein dürfte. Von dieser optimalen Versorgung ist man in Herne aber noch weit entfernt.

 

Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Familie nimmt nach eingehender Diskussion den mündlichen Bericht von Herrn Prof. Dr. med. Trappe zur Kenntnis. Abschließend weißt der Ausschussvorsitzende auf ein Schreiben der St.Vincenz Hospital GmbH zum Thema kardiologische Notfallversorgung in Herne hin und sagt zu, dieses Schreiben der Sitzungsniederschrift beizufügen.