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Auszug - Imagebildung durch das Archäologische Museum - Anfrage der Stadtverordneten Schulte vom 08.05.2013 -  

des Haupt- und Finanzausschusses
TOP: Ö 12.5
Gremium: Haupt- und Finanzausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 28.05.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:22 Anlass: Sitzung
Raum: kleiner Sitzungssaal (Raum 214)
Ort: Rathaus Herne
2013/0341 Imagebildung durch das Archäologische Museum
- Anfrage der Stadtverordneten Schulte vom 08.05.2013 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage
Verfasser:SVO Schulte, Dorothea
Federführend:FB 11 - Rat und Bezirksvertretungen Bearbeiter/-in: Lübeck-Messmacher, Elke
 
Beschluss


In diesem Jahr feiert das archäologische Museum Herne sein zehnjähriges Bestehen. Mittlerweile haben 800.000 Besucherinnen und Besucher sich dessen Ausstellungen angesehen. Der weitaus größte Teil davon kommt nicht aus Herne.

In diesen auswärtigen Besucherströmen liegt ein großes Potenzial, den Magneten “Archäologisches Museum“ für die Bekanntheitssteigerung inklusive möglicher Imagekorrekturen zu Gunsten unserer Stadt zu nutzen.

 

Hierzu stellen wir folgende Fragen:

 

1.      Mit welchen - auf die einzelnen Besuchergruppen zugeschnittenen - Konzepten versucht die Stadt Herne von den Besucherströmen zu profitieren?

2.      Welche belegbaren Erkenntnisse liegen der Stadt Herne zu den bisherigen Synergieeffekten des archäologischen Museums für die Stadt Herne vor?

3.      Gibt es beim Stadtmarketing Herne darüber hinaus Überlegungen bzw. Strategien, wie man zukünftig von den Besucherströmen touristisch und imagefördernd profitieren kann?

 

Herr Oberbürgermeister Schiereck antwortet wie folgt:

 

Zu Frage 1:

 

Bei den Besuchergruppen handelt es sich überwiegend um Tagesbesucher, die gezielt das Museum ansteuern und um Schulklassen. Besondere Konzepte gibt es nicht.

 

Zu Frage 2 (teilweise Antwort durch Frau Stadträtin Thierhoff):

 

Aus Sicht der Kulturverwaltung gibt es positive Wechselwirkungen zwischen dem LWL-Museum und dem Emschertal Museum Strünkede.

Das Emschertal-Museum der Stadt Herne kooperiert seit dem Bestehen des LWL-Museums regelmäßig mit dem Archäologiemuseum. Es findet ein ständiger Austausch auf Leitungs- und Arbeitsebene statt. Gemeinsame Projekte in der Vergangenheit waren u. a. „Kulturschiene U 35“ 2005, die Ausstellung „AufRuhr! 1225“ im Kulturhauptstadtjahr 2010 sowie aktuell eine Kooperation zum 100-jährigen Bestehen des Rhein-Herne-Kanals 2014, die durch eine Arbeitsgruppe beim RVR koordiniert wird. Ein gegenseitiger Leihverkehr findet statt.

Es ist hier zu zahlreichen positiven Synergieeffekten gekommen. Durch die gute Anbindung der U35-„Campuslinie“ sind beide Museen für die Besucher des jeweils anderen Museums schnell erreichbar. Es besteht hier eine sehr gute Ergänzung zwischen dem Profil des Archäologiemuseums und dem authentischen historischen Ort Schloss Strünkede.

Zu Frage 3:

 

Von den Besucherströmen profitiert die Stadt Herne natürlich durch die Lage des Museums am Anfang der Fußgängerzone.

In der von Stadtmarketing herausgegebenen Imagebroschüre ist das LWL-Museum im Bereich "Von Breakdance bis Tegtmeier" an erster Stelle auf zwei Seiten beschrieben.

 

Darüberhinaus konzentriert sich Stadtmarketing Herne auf die Vermarktung der Cranger Kirmes. Hier sind in zehn Jahren rund 30 Millionen Besucher zu verzeichnen.