Ratsinformationssystem

Auszug - Kontrolle und Instandhaltung der Sodinger Reitwege - Anfrage des Bezirksverordneten Rickert vom 10.06.2013 -  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen
TOP: Ö 7
Gremium: Bezirksvertretung Sodingen Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 26.06.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:58 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal der Akademie Mont Cenis
Ort:
2013/0429 Kontrolle und Instandhaltung der Sodinger Reitwege
- Anfrage des Bezirksverordneten Rickert vom 10.06.2013 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage CDU
Verfasser:BVO Rickert, Sven
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Bearbeiter/-in: Lübeck-Messmacher, Elke
 
Beschluss


Nach einem Hinweis aus Constantin haben wir leider festgestellt, dass sich die Reitwege in Sodingen teilweise nicht mehr in dem zu wünschenden Zustand befinden; z.B. ist der Sand ausgetreten, die Wege sind uneben, schlammanfällig und wuchern streckenweise zu.

 

Schon 2009 ist die CDU-Bezirksfraktion leider mit einem Antrag gescheitert, eine (zumindest) jährliche Instandhaltung  und Kontrolle der Reitwege zu erwirken.

 

Für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Sodingen am 26.06.2013 bitten wir Sie in diesem Zusammenhang gem. § 10 Abs. 1 i.V.m. § 33 Abs. 1 der Geschäftsordnung für den Rat der Stadt Herne, seiner Ausschüsse und der Bezirksvertretungen folgende Anfragen auf die Tagesordnung zu setzen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1.      Ist der Verwaltung der Zustand der Reitwege in Constantin bekannt?
Wie schätzt die Verwaltung den Zustand der Sodinger Reitwege ein?

2.      In welchen Abständen findet eine Kontrolle der Sodinger Reitwege statt?
Gibt es z.B. eine Kooperation mit den Reiterhöfen und/oder persönlichen Kontakt zu Reitern, die Berichte über den Zustand weitergeben und wenn nein, mit welchem (Kosten-)Aufwand könnte diese eingerichtet werden?

3.      In welchen Abständen werden die Reitwege routinemäßig z.B. mit Sand ausgebessert? In welchen Abständen findet ein Beschnitt der Randbewachsung statt?

 

 

Herr Kuhl antwortet wie folgt:

 

Zu Frage 1:

 

Der Verwaltung ist der Zustand der Reitwege in Constantin bekannt.

 

In diesem Jahr konnte mit den erforderlichen Freischneidearbeiten an den Reitwegen erst mit dreiwöchiger Verspätung begonnen worden.

 

Der Zustand der Sodinger Reitwege wird aufgrund der Aussagen von erfahrenen Freizeitreitern, wie z. B. auch der berittenen Landschaftswacht als ausreichend bis gut angesehen. Allerdings kann auch hier erst mit dem Rückschnitt der Vegetation in den nächsten Tagen begonnen werden.

 

Zu Frage 2:

 

Eine Kontrolle der Reitwege findet zweimal im Jahr im Frühjahr und im Spätsommer statt. Für die Kontrolle der Reitwege im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht ist originär aufgrund vertraglicher Verpflichtungen der Kreisreiterverband zuständig. Trotzdem führt die Verwaltung zweimal im Jahr diese Kontrollen selbst durch.

Trotz vieler Bemühungen der Stadt hat sich bisher kein Reiterhof, eine Organisation oder eine Interessengruppe von Reitern bereit erklärt, eine Kooperation mit der Stadt im Sinne einer weiteren Verbesserung  des Reitwegenetzes einzugehen.

 

Die Einrichtung einer derartigen Schnittstelle würde seitens der Verwaltung sicherlich als wünschenswert angesehen. Aufgrund des Fehlens einer derartigen Unterstützung hat die Verwaltung, wie bekannt, mittlerweile  zwei ehrenamtliche  Landschaftswächterstellen  auf dem Gebiet  „Freizeitreiten“ zur fachlichen Beratung geschaffen. Diese stehen in regelmäßigem Kontakt mit den zuständigen Fachdienststellen.

 

 

Zu Frage 3:

 

Die Reitwege in Herne sollen nach den Richtlinien des Landes zur Anlage von Reitwegen grundsätzlich naturbelassen bleiben. Die gleiche Auffassung vertritt auch der Kreisreiterverband. Daher beschränkt sich die Ausbesserung der Reitwegetrassen mit Sand auf die Stellen, die durch intensiven Beritt eine Verkehrsgefährdung für Pferd und Reiter darstellen. Dies wird durch zweimal jährliche Kontrollen durch die Verwaltung oder durch Berichte der berittenen Landschaftswächter festgestellt.

 

Im Jahre 2012 wurde auf über 500 Metern aus Mitteln der Reitabgabe die Reitwegetrasse entlang des Naturschutzgebietes Langeloh mit neuem Sand versehen. Der Rückschnitt der Randbepflanzung erfolgt grundsätzlich zweimal im Jahr je nach Wachstumsphase der Vegetation.

 

Ergänzend wird mitgeteilt, dass die Verwaltung zurzeit die letzte cke zum Castroper Reitwegenetz in Kooperation mit dem Kreisreiterverband und dem Einverständnis der Stadt Castrop-Rauxel auf Castroper Gebiet aus Mitteln der Reitabgabe schließt.