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Auszug - Scheibengasbehälter Hibernia - Anfrage der FDP-Fraktion vom 21.06.2013 -  

des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung
TOP: Ö 8.3
Gremium: Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 02.07.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:40 Anlass: Sitzung
Raum: kleiner Sitzungssaal (Raum 214)
Ort: Rathaus Herne
2013/0459 Scheibengasbehälter Hibernia
- Anfrage der FDP-Fraktion vom 21.06.2013 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage FDP
Verfasser:Thomas Bloch
Federführend:Gebäudemanagement Herne Bearbeiter/-in: Bensel, Heike
 
Beschluss


Für die gmh beantwortet Herr Stadtrat Friedrichs die Fragen wie folgt:

 

 

Frage 1:

Wer ist Eigentümer dieser Anlage / dieses Gebäudes?

 

Antwort:

Die Stadt Herne ist Eigentümerin des Gasometers.

Am 05.09.2011 wurde ein Grundstückskaufvertrag über den Gasometer einschl. des zugehörigen Grundstückes von ca. 2.698 m² zwischen der Stadt Herne und der NRW.Urban GmbH & Co. KG (ehemals LEG) geschlossen. Zur Regelung des Interimszeitraums bis zum Abschluss des Kaufvertrages hat das GMH mit der LEG ein Besitzüberlassungsvertrag zum 01.01.2007 abgeschlossen.

 

 

Frage 2:

Wie ist der bauliche Zustand des Objektes?

 

Antwort:

Im Jahr 2006 hat die NRW.Urban GmbH & Co. KG (ehemals LEG) den unter Denkmalsschutz stehenden Gasometer wie folgt saniert:

 

-          Sandstrahlen / Entfernen von Korrosionsschäden,

-          Anbringen eines Korrosionsschutz,

-          Innenreinigung,

-          Betonsanierung am Sockel.

 

An den Wänden des Gasometers rinnt Öl aus der Kolbenrinne und wird auf der Bodenplatte, die sich unter der Bodenstahlplatte befindet, gesammelt. Dieser Öl-Stand wird 2x jährlich kontrolliert und als Sondermüll entsorgt.

 

Des Weiteren erfolgen laufende Kontrollen und Beseitigungen von Graffitis und Vandalismusschäden.

 

 

Frage 3:

Welcher künftige Verwendungszweck ist angedacht?

 

Frage 4:

Gibt es ein Nutzungskonzept für den Innenraum?

 

Antwort zu Frage 3 und 4:

Im Rahmen der, durch die LEG ausgeführten Sanierungsmaßnahmen wurde der Gasometer als Industriedenkmal instandgesetzt.

 

Diese Sanierung erfolgte somit nicht mit der Zielsetzung zur Herrichtung einer Veranstaltungsstätte.

 

Die vorhandenen Gegebenheiten, wie:

 

-          Fehlen der Grundversorgung von Wasser, Strom, Heizung,

Sanitäranlagen etc.,

-          Geruchsbelästigung durch ablaufendes Öl,

-          Denkmalgeschützter Boden, der uneben und instabil ist,

-          Schall- und Akustikproblematik,

-          Fehlender 2. Rettungsweg

 

erschweren damit eine mögliche Nutzung des Innenraumes. Überlegungen zur Nutzung als Ausstellungsraum sind daher gescheitert.

 

Sofern Interesse an einer Innenraumnutzung besteht, werden diese Anfragen gemeinsam bzgl. einer möglichen Realisierung geprüft. Im Haushalt sind jedoch keine Mittel für evtl. notwendige Investitionen vorgesehen.

 

Zur Vermarktung von Werbeflächen am Gasometer wurden Stahlseilrahmen-konstruktionen in Richtung Holsterhauser Straße und in Richtung Autobahn A 43 errichtet. Diese werden auch zukünftig als Werbefläche genutzt und vermietet.

 

Eine Lichtinszenierung zur Beleuchtung des Gasometers wurde bereits zum Teil installiert und wird in Kürze fertiggestellt.

 

Darüber hinaus wird geprüft, ob der Gasometer als Standort für Funksendemasten eines Mobilfunkanbieters geeignet ist. Eine grundsätzliche Freigabe der unteren Denkmalbehörde wurde bereits erteilt.

 

Außerdem wird dort die Höhenrettung von der Feuerwehr trainiert.

 

 

Frage 5:

Wer trägt die Kosten für laufende Instandhaltungsarbeiten?

 

Antwort:

Da es sich um ein städtisches Gebäude handelt, trägt das Gebäudemanagement Herne sämtliche Kosten für laufende Instandhaltungsarbeiten. Diese werden durch die Einnahmen der Außenwerbeflächen finanziert.

 

 

Frage 6:

Sind nach der Sanierung im Jahr 2006 weitere Instandhaltungsarbeiten durchgeführt worden?

 

Antwort:

Seit der Sanierung im Jahr 2006 werden vom Gebäudemanagement Sachbeschädigungen beseitigt und anfallender Sondermüll entfernt.

 

Größere Instandsetzungsmaßnahmen waren bisher nicht erforderlich.

 

 

Frage 7:

Auf welche Höhe belaufen sich ungefähr die Kosten für laufende   Instandhaltungsarbeiten?

 

Antwort:

Die Kosten für laufende Instandhaltungsarbeiten belaufen sich je nach Aufwand auf ungefähr € 3.000 pro Jahr.

 

Diese werden durch die Einnahmen der Außenwerbeflächen finanziert.

 

 

Nachfrage des Anfragenstellers Herr Bloch von der FDP-Fraktion zum Absatz 2 der  Antwort zu Frage 2:

 

Woher kommt das Öl?

 

Die Verwaltung wird den Sachverhalt abklären.

 

 

Anmerkung der Schriftführung:

 

Frau Schween von der gmh gibt folgende Beantwortung zur Niederschrift:

 

Bei dem Gasometer handelt es sich um einen Scheibengasbehälter. In der Höhe besteht der Gasometer aus einem unveränderlichen Behältermantel und einer innerhalb des Mantels damals beweglich gelagerten  Scheibe, die sich je nach aufzunehmender Gasmenge wie ein Motorkolben auf oder ab bewegen konnte.

 

Diese Scheibe ist an einer tragenden und aussteifenden Stahlfachwerkkonstruktion aufgehängt und wurde über zwei Rollenkränze vertikal bewegt. Die Abdichtung zum Scheibenrand erfolgte mit einer ölgefüllten Scheibentasse.

 

Von einem ringsumlaufenden Hauptabdichtgewebe wird das Öl gehalten und läuft ständig

an der Wand des Behälters herab.