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Auszug - Anfrage zur Gefährdung durch Giftmüll-Deponierung unter Tage - Anfrage DIE LINKE.Ratsgruppe Herne/Wanne-Eickel vom 06.09.2013 -  

des Ausschusses für Umweltschutz
TOP: Ö 12.2
Gremium: Ausschuss für Umweltschutz Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 18.09.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:52 Anlass: Sitzung
Raum: kleiner Sitzungssaal (Raum 214)
Ort: Rathaus Herne
2013/0565 Anfrage zur Gefährdung durch Giftmüll-Deponierung unter Tage
- Anfrage DIE LINKE.Ratsgruppe Herne/Wanne-Eickel vom 06.09.2013 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage Die Linke
Verfasser:Klaudia Scholz
Federführend:FB 54 - Umwelt Beteiligt:Büro Dezernat V
Bearbeiter/-in: Bensel, Heike   
 
Beschluss


Herr Werner, vom Fachbereich 54 / Umwelt, verliest die von der Bezirksregierung Arnsberg (Abteilung 6 Bergbau und Energie in NRW)  vorliegende Beantwortung der Fragen:

 

Frage 1:

Wurden auch auf dem Stadtgebiet von Herne in Stollen ehemaliger Zechen Giftmüll  deponiert?

 

Antwort:

Auf dem westlichen Stadtgebiet der Stadt Herne sind untertage im Bergwerk     Hugo / Consolidation Reststoffe aus Hausmüll- und Klärschlammverbrennungsanlagen verwertet worden.

 

 

Frage 2:

Gibt es auf dem Stadtgebiet von Herne Hinweise für Belastung des Gruben- und Grundwassers durch unter Tage deponierten Giftmüll?

 

Antwort:

Die vorgenannten Reststoffe sind nach dem Prinzip des vollständigen Einschlusses im Bruchhohlraum von Abbaubetrieben verwertet worden. Der vollständige Einschluss beruht auf einem Multibarrierensystem. Das Multibarrierensystem des vollständigen Einschlusses im Steinkohlengebirge umfasst acht Barrieren, die gewährleisten, dass Schadstoffe dauerhaft und sicher von der Biosphäre ferngehalten werden.

Die Langzeitsicherheit ist nachgewiesen worden  

 

Eine Vielzahl von Wasserproben und Analysen wurden unter und über Tage ausgewertet. Kernbohrungen haben die Herstellung verfestigter und durchströmungssicherer Blöcke im Bruchhohlraum nachgewiesen. Im Ergebnis gibt es in den umfangreichen Unterlagen und Analysen des Grubenwassermontorings keinen Hinweis darauf dass die Vorgaben aus der Studie, die im Jahre 1988 durch das damalige Landesamt für Wasser und Abfall in Auftrag gegeben wurde, der Gutachten und Berichte im Betrieb bis heute nicht eingehalten sein könnten. 

 

 

Frage 3:

Trifft die Darstellung zu, dass in stillgelegten Zechen das Abpumpen des Grubenwassers aus Kostengründen zurückgefahren wird und dadurch die Gefahr der Trinkwasserverseuchung zunimmt?

 

Antwort:

Wegen des unter der Beantwortung der Frage 2 dargestellten Sachverhaltes ist eine Gefährdung des Trinkwassers ausgeschlossen.

 

 

Frage 4:

Welche Maßnahmen wurden nach Bekanntwerden der vom BUND publizierten Studie von den betroffenen Kommunen unternommen?

 

Antwort:

Hierzu liegt keine Aufstellung vor. Ergebnisse müssten bei den einzelnen Kommunen abgefragt werden.