Ratsinformationssystem

Auszug - Anfrage zu barrierefreiem Wohnraum  

des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Familie
TOP: Ö 5.2
Gremium: Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Familie Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 07.11.2013 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:07 Anlass: Sitzung
Raum: großer Sitzungssaal (Raum Nr. 30)
Ort: Rathaus Wanne
2013/0710 Anfrage zu barrierefreiem Wohnraum
     
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage SPD
Verfasser:Albert Okoniewski
Federführend:FB 41 - Soziales Bearbeiter/-in: Bittokleit, Ralf
 
Beschluss


Zu der Anfrage der SPD-Fraktion wird von Herrn Stadtrat Chudziak nachfolgend Stellung genommen. An der Beantwortung haben der Fachbereich Stadtentwicklung, der Fachbereich Stadtplanung und Bauordnung sowie der Fachbereich Soziales mitgewirkt.

 

Frage 1:

 

Ist der Verwaltung bekannt, wie hoch der Anteil von barrierefreien bzw. barrierearmen Wohnungen im Stadtgebiet Herne ist?

 

Antwort:

 

Nein, diese Daten sind der Verwaltung nicht bekannt. Die Bestände an barrierefreien bzw. barrierearmen Wohnungen in Herne sind nur ausschnittsweise bekannt: geförderte Wohnungen beim Fachbereich Soziales; Bestände der Wohnungsunternehmen nach deren Selbsteinschätzung in einer freiwilligen Befragung Anfang 2013 (im Rahmen der noch laufenden Erarbeitung des kommunalen Handlungskonzepts Wohnen) durch den Fachbereich Stadtplanung. Im Rahmen dieser Befragung haben 8 Wohnungsgesellschaften Antworten geliefert; danach sind durchschnittlich ca. 5 % der Wohnungsbestände als barrierearm und 2 % als barrierefrei bezeichnet worden.

 

Um den Bestand an barrierearmen Wohnungen in Herne und entsprechende Bedarfe abschätzen zu können, wurde durch den Fachbereich Stadtentwicklung für die Bürgerumfrage 2013 ein entsprechender Befragungsteil konzipiert. Die Sonderauswertung dieses Befragungsteils wird frühestens Mitte 2014 vorliegen, da u. a. die notwendige Umrechnung von Personenangaben in Haushaltsdaten aufwändig ist.

 

Frage 2:

 

Wie verteilt sich dieser Wohnraum auf die jeweiligen Stadtbezirke?

 

Antwort:

 

Die Verteilung dieses Wohnraums auf die Stadtbezirke ist nicht bekannt. Möglicherweise können die o. a. Teilbestände den Stadtbezirken zugeordnet werden.

 

Frage 3:

 

Ist bekannt, durch wen dieser Wohnraum angeboten wird (z. B.: Wohnungsbaugesellschaften, Wohnungsgenossenschaften, Selbsthilfeorganisationengemeinnützige Gesellschaften, private Unternehmen…)?

 

Antwort:

 

Ja, bei den o. a. Teilbeständen.

 

Frage 4:

 

Inwieweit liegen weitere projektierte Bauvorhaben vor?

 

Antwort:

 

Über weitere projektierte Bauvorhaben ist aktuell nichts bekannt.


Frage 5:

 

Gibt es seitens der Verwaltung Planungen oder Bemühungen, den o.g. Wohnraum zu erweitern?

 

Antwort:

 

Ja. Barrierefreier Wohnraum wird bei der Erarbeitung des kommunalen Handlungskonzepts Wohnen, aber auch im Prozess „Inklusionsplan Herne“ eine Rolle spielen.

 

Frage 6:

 

Gibt es konkrete Planungen für weitere Baumaßnahmen im Sinne einer Quartiersentwicklung?

 

Antwort:

 

Über derartige Planungen ist derzeit nichts bekannt.

 

Frage 7:

 

Wo gibt es zurzeit den größten Bedarf, sowohl für frei finanzierten als auch geförderten barrierefreien bzw. barrierearmen Wohnraum?

 

Antwort:

 

Im Bereich des geförderten Wohnraums ist die Barrierefreiheit eine Förderungsvoraussetzung. Der größte Bedarf hinsichtlich der Neuschaffung barrierefreien Wohnraums besteht derzeit im Stadtbezirk Wanne, der geringste Bedarf im Stadtbezirk Herne-Mitte.

 

Im Bereich des frei finanzierten Wohnraums liegen solche Erkenntnisse nicht vor.