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Auszug - Überlegungen zum Güterbahnhof Horsthausen - Anfrage des Bezirksverordneten Grunert vom 20.01.2014 -  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen
TOP: Ö 17
Gremium: Bezirksvertretung Sodingen Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 05.02.2014 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:15 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal der Akademie Mont Cenis
Ort:
2014/0045 Überlegungen zum Güterbahnhof Horsthausen
- Anfrage des Bezirksverordneten Grunert vom 20.01.2014 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage SPD
Verfasser:BVO Mathias Grunert
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Gresch, Norbert
 
Beschluss


Die weitläufige Brachfläche des alten Güterbahnhofs Horsthausen ist nicht zuletzt aufgrund der schwierigen Verkehrsanbindung in den vergangenen Jahren etwas aus dem Auge geraten. Vor einiger Zeit haben auf der Fläche bereits Rodungsmaßnahmen stattgefunden, und mittlerweile gibt es Überlegungen, die Fläche zwischen Castroper Straße und Hunbergstraße perspektivisch für kleinere Gewerbe zu beleben, um beispielsweise auch heimischen Unternehmen die Möglichkeit zur Erweiterung zu bieten.

 

Wir bitten die Verwaltung daher um die Beantwortung folgender Fragen in der Sitzung am 5. Februar 2014:

 

 

  1.      Wie weit sind die Überlegungen hierzu fortgeschritten? Gibt es bereits Interessenten für               das entsprechende Areal?

 

  1.      In welchem Zeitrahmen wäre eine Erschließung der Fläche möglich? Welche Hindernisse               sind noch aus dem Weg zu räumen?

 

 

Herr Wixforth antwortet wie folgt:

 

zu Frage 1:

 

Die vom Grundstückseigentümer verfolgte Idee, die Fläche für Logistikbetriebe zu nutzen, wurde von der Bezirksvertretung Sodingen am 30.01.2008 mehrheitlich abgelehnt. Auf Grundlage eines Beschlussvorschlags der gleichen Sitzung beschloss der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung am 20.02.2008: „Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beauftragt die Verwaltung für die zukünftige gewerbliche Nutzung der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs Horsthausen entsprechende planungsrechtliche Voraussetzungen zu schaffen“(siehe auch Antwort der Verwaltung zur Vorlage Nr. 2010/0587).

 

Vor diesem Hintergrund wurden mit dem Eigentümer Gespräche geführt, wie die ehemalige Bahnfläche verkehrstechnisch anzubinden sei, um eine geeignete Erschließung für ein Gewerbegebiet zu ermöglichen. Die hierzu vom Eigentümer vorgestellten Erschließungsvarianten sind entweder aus Sicht des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr nicht geeignet oder scheitern an der erforderlichen Verfügbarkeit von privaten Grundstücksflächen. Derzeit erarbeitet ein vom Fachbereich Tiefbau und Verkehr beauftragtes Planungsbüro eine weitere Erschließungsvariante, die geeignet sein soll, sowohl den Anforderungen des Verkehrsflusses und der Verkehrssicherheit gerecht zu werden als auch den Schutzansprüchen angrenzender Wohnbebauung.

 

Interessenten für die Nutzung des Areals sind nicht bekannt.

 

zu Frage 2:

 

Die Erschließung der Fläche ist entweder von der Verfügbarkeit von privaten Grundstücken an der Einmündung Hölkeskampring oder einer funktionierenden Erschließungsalternative abhängig. Daher ist die derzeit beauftragte Verkehrplanung abzuwarten, ob sich eine brauchbare Erschließungsmöglichkeit ergibt. Vor diesem Hintergrund kann kein konkreter Zeitrahmen zur Umsetzung der Erschließungsmaßnahme genannt werden.

 

Die mangelnde Anbindung des Areals für gewerbliche Nutzungen an die Castroper Straße ist das wesentliche Hindernis zur Entwicklung des potentiellen Gewerbegebietes. Für eine kleinteilige Gewerbeansiedlung ist zudem eine geeignete innere Erschließung erforderlich, die hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit angesichts der Baukosten im Verhältnis zu den Werten gewerblicher Bauflächen ausgewogen ist.