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Auszug - Ökologische Aufwertung des Fischergrabens - Anfrage der Grüne-Fraktion vom 23.01.2014 -  

des Ausschusses für Umweltschutz
TOP: Ö 8.2
Gremium: Ausschuss für Umweltschutz Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 29.01.2014 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:42 Anlass: Sitzung
Raum: kleiner Sitzungssaal (Raum 214)
Ort: Rathaus Herne
2014/0085 Ökologische Aufwertung des Fischergrabens
- Anfrage der Grüne-Fraktion vom 23.01.2014 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage
Verfasser:Rolf Ahrens
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Bearbeiter/-in: Bensel, Heike
 
Wortprotokoll
Beschluss

 

Herr Rolf Ahrens von die Grüne Fraktion reichte mit Datum vom 23.01.2014 einen Fragenkatalog zur Ökologischen Aufwertung des Fischergrabens ein.

 

Frau Merten von der CDU-Fraktion verweist nochmal darauf auf lange Beantwortungen zu verzichten und diese  nur zur Niederschrift zu geben.

 


Herr Kuhl vom Fachbereich 55/Stadtgrün und Sport gibt folgende ausführliche Anfragenbeantwortung nach einer kurzen mündlichen Zusammenfassung zur Niederschrift:

 

 

Frage 1:

Gibt es eine Gewässerplanung für den Fischergraben bzw. ist eine solche in Bearbeitung und wer betreibt die Planung (SEH, EG)?

 

Antwort:

Die Emschergenossenschaft (EG) plant im Rahmen des Umbaus des Landwehrbach-Systems, u. a. den Fischergraben zu entflechten (Trennung von Ab- und Reinwasser).

Zum jetzigen Zeitpunkt existiert bisher nur eine Planung um das Abwasser aus dem Fischergraben zu entfernen. Die Planung und Umsetzung der Maßnahme erfolgt durch die EG in Zusammenarbeit mit der Stadtentwässerung Herne (SEH).

Eine Planung für den nach dem Bau der Abwasserschiene verbleibenden Reinwasserlauf liegt bisher noch nicht vor.

 

 

Frage 2:

Wann soll diese realisiert werden?

 

Antwort:

Diese Planung (Abwasser) wird in den Jahren 2014 bis 2017 umgesetzt.

 

 

Frage 3:

Gibt es überhaupt eine ganzjährige Wasserführung auch unter Berücksichtigung von eventuellen Regenwasserzuflüssen aus dem Baugebiet?

 

Antwort:

Es ist von einer wechselnden Wasserführung nach Herausnahme des Schmutzwassers auszugehen.

 

 

Frage 4:

Ist das zufließende Wasser aus dem Grabeneinschnitt bzw. aus dem Grundwasseraufstieg qualitativ soweit unbedenklich, dass eine freie Zugänglichkeit des Gewässers möglich ist?

 

Antwort:

Im Rahmen der geplanten Entflechtung sind drei Entlastungsbauwerke geplant, wodurch  es bei starken Niederschlägen zu einer Einleitung von Mischwasser (Regenwasser und fäkalienhaltiges Abwasser) in den Fischergraben kommt. Allerdings wird das Abwasser bei diesen Starkregenereignissen sehr verdünnt.

Der tiefe Einschnitt des Fischergrabens erschwert eine Zugänglichkeit. Wegen der o. g. Abschläge kann eine Zugänglichkeit wegen der bei diesen Ereignissen auftretenden Wassermengen und Wasserqualität aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt werden.

 

Ob der höher liegende Betriebsweg für eine öffentliche Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer freigegeben werden kann, wird erst im Rahmen des Gestaltungskonzeptes für den Reinwasserlauf geklärt werden.

 

 

Frage 5:

Falls das Gewässer in der Tieflage zugänglich gemacht werden soll, in welchem Umfang wird dann ein Seitenstreifen für die Abflachung benötigt?

 

Antwort:

Wie bereits unter 4.) aufgeführt ist aufgrund der topographischen Verhältnisse, den Mischwasserentlastungen und dem Wasserstand im Regenwetterfall eine Zugänglichkeit des Fischergrabens nicht möglich.

 

 

Frage 6:

Welche Kosten für die Erdarbeiten fallen hierfür an?

 

Antwort:

Im Sinne der Frage sind keine Erdarbeiten vorgesehen.

 

 

Frage 7:

Welche Zeitplanung besteht gegenwärtig für die Realisierung des Radweges?

 

Antwort:

Der Fachbereich Tiefbau und Verkehr hat die Anlage eines Fuß- und Radweges  nördlich bzw. westlich des Fischergrabens geplant. Genutzt werden soll eine ehemalige Bahntrasse zwischen der Werderstraße und dem  Industriegebiet Friedrich der Große. Die Planung wurde am 25.05.2011 in der Bezirksvertretung Sodingen vorgestellt und einstimmig beschlossen.

Die geplante Wegeverbindung begleitet den Fischergraben, liegt aber oberhalb des Gewässereinschnittes.

Aktuell wird der Förderantrag vom Fachbereich Tiefbau und Verkehr für diese Maßnahme vorbereitet.