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Auszug - Altlastenuntersuchung Baugebiet ehemaliger Sportplatz Jürgens Hof - Anfrage der Grüne-Fraktion vom 13.02.2014 -  

des Ausschusses für Umweltschutz
TOP: Ö 4.1
Gremium: Ausschuss für Umweltschutz Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 26.02.2014 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:15 Anlass: Sitzung
Raum: kleiner Sitzungssaal (Raum 214)
Ort: Rathaus Herne
2014/0123 Altlastenuntersuchung Baugebiet ehemaliger Sportplatz Jürgens Hof
- Anfrage der Grüne-Fraktion vom 13.02.2014 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage
Verfasser:Rolf Ahrens
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Beteiligt:FB 54 - Umwelt
Bearbeiter/-in: Bensel, Heike  FB 22 - Immobilien und Wahlen
   Büro Dezernat II
 
Wortprotokoll
Beschluss

 

Herr Wixforth vom Fachbereich 51 / Stadtplanung und Bauordnung beantwortet die Fragen der Grüne Fraktion wie folgt:

1. Wie hoch sind die Kosten des Gutachtens?

Das Büro geotec ALBRECHT Ingenieurgesellschaft GbR ist mit der Erarbeitung von zwei Gutachten beauftragt worden. Das Büro erstellte ein Gutachten über orientierende Bodenuntersuchungen zur Erkundung von Untergrundverunreinigungen im Bereich der Gemeinschaftsgrundschule Langforthstraße und des angrenzenden Sportplatzes in Herne Horsthausen sowie ein Rückbau- und Abfallwirtschaftskonzept für die Gemeinschaftsgrundschule Langforthstraße. Das Gutachten über die orientierende Bodenuntersuchung kostete 5.785 netto, rund 6.884 brutto. Die erste Teilrechnung über das Rückbau und Abfallwirtschaftskonzept beliet sich auf 3.056 netto, rund 3.637 brutto. Noch ein Gutachten wird ca. 2.500,00 kosten.

2. Welche Untersuchungsergebnisse liegen vor?

Zur Erkundung des Untergrunds wurden 16 Kleinrammbohrungen bis in Tiefen von maximal 5,00 m durchgeführt. Insgesamt wurden 67 Bodenproben genommen. Die Untersuchungsfläche ist vermutlich flächendeckend von anthropogenen Anschüttungen in einer Mächtigkeit von 1,75 m bis 3,15 m überdeckt. In den angeschütteten Böden sind zum Teil deutlich erhöhte PAK Gehalte vorhanden. Nähere Recherchen erfolgen im April 2014.

Zur Untersuchung des ehemaligen Gebäudes der Gemeinschaftsgrundschule Langforthstraße wurden Begehungen durchgeführt und Baustoffproben entnommen, die geprüft und labortechnisch untersucht worden sind. Auf Grund der Untersuchungsergebnisse und der Ortsbegehungen ist mit folgenden gefahrstoffhaltigen Abfällen zu rechnen, die vor Beginn der eigentlichen Abbrucharbeiten separiert werden müssen: Asbest- und Mineralfasern, PAK-haltige Baustoffe, PCB-haltige Baustoffe, behandeltes Holz und Leuchtstoffröhren.

3. Welche Sanierungsnotwendigkeiten werden gesehen?

Für eine künftige Wohnnutzung wird in Abstimmung mit dem Fachbereich 54 / Umwelt - die Abdeckung der Anschüttung mit sauberem Boden in einer Stärke von 1 m im Bereich künftiger Gärten und 0,5 m im Bereich künftiger, öffentlicher Freiflächen empfohlen. Auf der Basis des aufzubringenden Boden sollte ein Geotextil verlegt werden. Gefährdungspotenzial für das Grundwasser ist vermutlich eher gering, kann aber auch Grundlage der vorliegenden Ergebnisse nicht abschließend beurteilt werden.

4. Gibt es bereits Kostenschätzungen zu den Sanierungsaufwendungen?

Die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen, sind stark von der jeweiligen Folgenutzungskonzeption abhängig, daher können noch keine belastbaren Kosten beziffert werden. Es gibt noch keinerlei Konzepte.

5. Ist das Ergebnis den Bietern mitgeteilt worden?

Die Ergebnisse der Begutachtung wurden den Bietern mit Schreiben vom 20. Februar 2014 mitgeteilt.                                                 

 

6. Gibt es Reaktionen der Bieter?

Es gab noch keine Rückläufe.

 

Herr Krüger von der Grüne Fraktion fragt noch nach, warum nur Boden auf die Fläche gebracht werden soll und somit ein Deckel aufgesetzt wird.

Herr Werner vom Fachbereich 54 / Umwelt entgegnet, dass nach dem Bodenschutzgesetz der Boden dort verbleiben soll. Als Beispiel nennt er die Thyssenhalde.