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Auszug - Einstellung der Produktion bei der Adam Opel AG - Anfrage des Stadtverordneten Schlüter vom 06.03.2014 -  

des Haupt- und Finanzausschusses
TOP: Ö 9.3
Gremium: Haupt- und Finanzausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 18.03.2014 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:17 Anlass: Sitzung
Raum: kleiner Sitzungssaal (Raum 214)
Ort: Rathaus Herne
2014/0197 Einstellung der Produktion bei der Adam Opel AG
- Anfrage des Stadtverordneten Schlüter vom 06.03.2014 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage CDU
Verfasser:SVO Schlüter, Markus
Federführend:FB 11 - Rat und Bezirksvertretungen Bearbeiter/-in: Telkemeier, Erwin
 
Beschluss


Nicht nur die Opelaner sind von der GM-Entscheidung, in Bochum die Automobil-Produktion einzustellen, betroffen. Ebenso müssen viele Mitarbeiter, die im Bereich der Zulieferung oder Dienstleistung für Opel beschäftigt sind, um ihre Arbeitsplätze bangen, so auch viele Arbeitnehmer in Herne.

Vor diesem Hintergrund bittet die CDU-Fraktion um die Beantwortung der folgenden Fragen zu den Auswirkungen der Schließung des Opel-Werkes auf die Stadt Herne.

1.              Wie viele Herner Unternehmen und wie viele Mitarbeiter sind von den Auswirkungen der Schließung des Opel-Werkes betroffen?

2.              Gibt es von Seiten der Stadt oder der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herne mbH Maßnahmen, um betroffenen Herner Unternehmen zu helfen und gibt es Alternativen für die betroffenen Mitarbeiter?

 

 

Herr Stadtdirektor Dr. Klee beantwortet die Anfrage wie folgt:

Zu Frage 1:

Nach Kenntnis der WFG Herne sind derzeit ca. 400 Mitarbeiter aus Herne bei Opel beschäftigt. Von einer Werksschließung wären zwei Herner Unternehmen konkret betroffen:

-              Neovia Logistics Germany GmbH, Südstr. 48, als Betreiber des Warenverteilzentrums im Werk III, welches nach derzeitigem Stand jedoch erhalten, ggfs. Ausgebaut werden soll.

-              Müller – Die lila Logistik GmbH & Co. KG, Am Westhafen 19, ist bereits seit 2009 von der Entwicklung betroffen und bemüht, die in der Vergangenheit über 50 %-ige Abhängigkeit von Opel durch eine breitere Kundenbasis zu verringern.

Zu Frage 2:

Vor dem Hintergrund der unter 1. dargestellten Situation sieht die WFG derzeit weder für sich noch die Stadt Handlungsmöglichkeiten.

Für die Mitarbeiter von Opel haben die Bundesagentur für Arbeit und Opel gemeinsam mit dem TÜV Nord Transfer Ende Februar 2014 eine Vermittlungsoffensive bzw. Job-Börse für die betroffenen Mitarbeiter gestartet. U. a. sollen sich in den kommenden Wochen Unternehmen mit ihrem Stellenangebot direkt im Werk vorstellen. Vom Grundsatz her handelt es sich hier um die Arbeit einer Transfergesellschaft bei noch laufendem Betrieb.