Ratsinformationssystem

Auszug - Auswirkungen des Pfingststurms "Ela" und der Starkregenereignisse in Herne; - Anfrage der FDP-Ratsgruppe Herne vom 13.08.2014 -  

des Ausschusses für Umweltschutz
TOP: Ö 5
Gremium: Ausschuss für Umweltschutz Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 17.09.2014 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:45 Anlass: Sitzung
Raum: kleiner Sitzungssaal (Raum 214)
Ort: Rathaus Herne
2014/0545 Auswirkungen des Pfingststurms "Ela" und der Starkregenereignisse in Herne;
- Anfrage der FDP-Ratsgruppe Herne vom 13.08.2014 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage FDP
Verfasser:Ulrich Nierhoff
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Beteiligt:Büro Dezernat V
Bearbeiter/-in: Bensel, Heike   
 
Wortprotokoll
Beschluss

 

Zu den Auswirkungen des  Pfingststurmes  Ela und der  Starkregenereignisse in Herne hat die FDP-Ratsgruppe Herne eine modifizierte Fragenstellung mit Datum vom 8.09.2014 eingereicht, die Herr Sengupta folgendermaßen beantwortet:

 

Fragestellung: Ist eine detaillierte Übersicht darüber, wie viel Bäume einer Baumart und in welchem Alter beschädigt worden sind, in Planung? Wurden durch die massiven Schäden an Bäumen bereits Schlussfolgerungen für eine mögliche Überarbeitung der Baumschutzsatzung in Herne gezogen?

 

Antwort:

Ein so lokal, begrenztes Sturmereignis wie auf Pfingsten 2014 hat es in Herne und auch im gesamten Ruhrgebiet bislang noch nicht gegeben. Selbst das Unwetter Kyrill im Winter 2007 hat bundesweit nicht Schäden solchen Ausmaßes verursacht.

 

Im Unterschied zu Kyrill waren bei „Ela“ die Bäume belaubt, die Baumkronen boten dem Sturm größere Angriffsflächen als bei einem Wintersturm, was zur Folge hatte, dass wesentlich mehr Bäume unterschiedlichster Art und Alters mit sehr dicht belaubten Kronen umgestürzt und erheblich zerstört worden sind.

 

Umstürzende und abbrechende Bäume haben teilweise erhebliche Schäden an Gebäuden, Straßen und Wegen, Fahrzeugen und Laternen, aber auch an Spielgeräten und Gräbern sowie Sporteinrichtungen und Kleingärten verursacht. Eine detaillierte Schadensauflistung besteht derzeit noch nicht.

 

Die städt. Baumkontrolleure sind aber momentan dabei, die Schäden detailliert zu erfassen. Nach Abschluss dieser Arbeiten im Frühjahr 2015 können entsprechende Aussagen bzgl. Baumarten und Alter der geschädigten Bäume getroffen werden.

 

Da es sich bei „Ela“ um ein Naturereignis höherer Gewalt handelt, besteht kein Zusammenhang zwischen den eingetretenen Sturmschäden und der Baumschutzsatzung der Stadt Herne. Aus diesen Gründen ist ein Handlungsbedarf für eine Überarbeitung der Satzung nicht erkennbar.

 

 

Fragestellung: Gibt es Erfahrungswerte, Einschätzungen oder Daten von der Stadt (Abteilung Entwässerung) oder evtl. der Emschergenossenschaft, ob die zunehmende Zahl
von Rückhaltesystemen (z.B. Versickerungsmulden, Rigolen etc. in Baugebieten
oder Regenrückhaltebecken bzw. Hochwasserschutzbecken im Zusammenhang mit
der Renaturierung von Fließgewässern) bereits zu einer Entlastung der öffentlichen
Kanalisation bzw. der Vorfluter beitragen konnte?

 

Hier die Stellungnahme der SEH:

 

Grundsätzlich ist es nichtglich die vergangenen letzten Regenereignisse untereinander zu vergleichen oder zu bewerten. Auch die Auswirkungen der Umbaumaßnahmen sind schwer mit den Ereignissen in Verbindung zu bringen. Die letzten Ereignisse kamen mit einer solchen Kraft und Menge, dass die Wassermassen teilweise nicht richtig messbar waren. Auf dem beigefügten Plan ist deutlich erkennbar mit welchen lokalen unterschiedlichen Niederschlägen, wir Messungen vorliegen haben.

 

So wurden in Herne Mitte Niederschläge von mehr als 90mm festgestellt, wobei es in Herne Börnig weniger als 15mm Niederschlag gegeben hat. Das zeigt die lokale Problematik.

 

Wir konnten allerdings feststellen, dass es deutlich weniger Probleme und Beschwerden in den Bereichen der Herner Gewässer- Umbaumaßnahmen gegeben hat. Sowohl der Bereich Langelohbach, als auch der neue Zulaufgraben oder der Mittellauf Schmiedesbach, haben die Wassermengen größtenteils aufnehmen können. Funktioniert haben auch die Regenrückhaltebecken in den Neubaugebieten die in den letzten Jahren entstanden sind.

 

Fazit:

Die vergangenen und zukünftigen Renaturierungen an den Emscher Zuläufen im Stadtgebiet Herne haben nicht nur einen optischen sondern auch einen technischen Mehrwert. Allerdings werden wir die anfallenden  Wassermassen nicht allein mit der Entflechtung und Umbau  der Gewässer kompensieren. Hier müssen weitere Schritte seitens der Stadt Herne und der Stadtentwässerung Herne vorgenommen werden. Diese weiteren Schritte werden in der Arbeitsgruppe „Wassersensible Stadtentwicklung“ vorgenommen.  Erste Treffen unter der Leitung von Stadtrat Friedrichs hat es bereits gegeben. Weitere werden folgen.