Ratsinformationssystem

Auszug - Anfrage: Verunreinigungen durch Gänsekot im Dorneburger Park  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel
TOP: Ö 16
Gremium: Bezirksvertretung Eickel Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 03.09.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:14 Anlass: Sitzung
Raum: Eickeler Markt 1
Ort: Bürgersaal des Sud- und Treberhauses
2015/0504 Anfrage: Verunreinigungen durch Gänsekot im Dorneburger Park
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage SPD
Verfasser:BVO Stach, Jürgen
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Bearbeiter/-in: Darnieder, Martina
 
Beschluss


Im Dorneburger Park nimmt die Verunreinigung durch die Kanadagänse unerträgliche Ausmaße an. Die Aufenthaltsqualität ist durch die Verschmutzung auf ein Minimum gesunken. Auch der, neben dem See gelegenen Kinderspielplatz, ist in Mitleidenschaft gezogen. Dort fürchten Eltern, dass ihre Kinder nur unter Gefährdung ihrer Gesundheit spielen können.

 

Ich bitte die Verwaltung um die Beantwortung folgender Fragen:

 

  1. Gibt es von Seiten der Verwaltung Möglichkeiten diesem Zustand Abhilfe zu verschaffen? Wenn ja, welche?
  2. Wie wird in anderen Kommunen mit diesem Problem umgegangen?

 

 

 

Folgende Antworten werden von Frau Darnieder gegeben:

 

zu Frage 1:

 

Das Problem der zu hohen Gänsepopulation im Dorneburger Park und die damit einhergehende Problematik des Gänsekots sind dem Fachbereich Stadtgrün bekannt.

 

Leider sind die Möglichkeiten für die Verwaltung, die Tiere aus dem Park zu vertreiben, sehr begrenzt.

 

Eine Vertreibung durch Jagdhunde ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Im Südpool sind die Gänse durch einen Hund bereits im Frühjahr vertrieben worden, als sie sich gerade niederlassen wollten.

 

Die Gänse im Dorneburger Park sind bereits seit Monaten dort und haben sich an die Besucher und auch an Hunde gewöhnt. Es ist nicht auszuschließen, dass es zu ernsthaften Zwischenfällen kommen würde, wenn Hunde auf die  Gänse angesetzt würden.

Eine solche Maßnahme würde auch unweigerlich zu Konflikten mit anderen Besuchern des Parks führen. Im Übrigen verbietet es das Tierschutzgesetz freilebende Tiere zu hetzen.

 

Mit den Schiffen der Modellbauer ließen sich die Gänse bestenfalls aus dem Wasser, nicht jedoch von dem Standort im Dorneburger Park vertreiben.

 

Eine verschärfte Kontrolle des Fütterungsverbotes ist zwar wünschenswert, jedoch in der Praxis wegen des enormen Personalaufwandes kaum umsetzbar. Das Problem des Fütterns trotz eindeutiger Verbotsschilder ist auch an den Ostbachteichen am Stennert zu beobachten. Da tagsüber zu ganz unterschiedlichen Zeiten und auch in den Abendstunden gefüttert wird, wäre eigentlich eine lückenlose Kontrolle notwendig.

Unabhängig davon wird aber der Kommunale Ordnungsdienst gebeten, die Kontrollen zu verstärken.

 

Die einzige Möglichkeit, das Problem zeitnah zu lösen, wäre eine Dezimierung des Bestandes durch einen gezielten Abschuss von Gänsen. Dies wäre nach den geltenden Jagdzeiten seit Mitte Juli auch möglich.

 

Allerdings nimmt der Fachbereich noch Abstand von dieser Maßnahme, da bislang erst diese eine Beschwerde eingegangen ist und die Anzahl der sich dort aufhaltenden Gänse noch nicht so hoch ist wie z. B. im vergangenen Jahr am Ostbach.

 

Der Dorneburger Park wird aber weiterhin auch vom Fachbereich Stadtgrün kontrolliert werden.

Sollte sich die Lage zuspitzen, wird man über die Möglichkeit eines Einsatzes von Jägern nachdenken müssen.

 

zu Frage 2:

 

Im Kreis Recklinghausen werden die Gänse im Frühjahr mit Hunden vergrämt, hier insbesondere im Naturfreibad Suderwich und im Freibad Mollbeck.

 

Für den Schlosspark Herten obliegt die Zuständigkeit beim Jagdpächter, der die Jagd dort nur unter strengen Auflagen durchführen darf. (Absperrung des Parks mit Hilfe der unteren Jagdbehörde, Jagdausübung nur in den frühen Morgenstunden, nicht während der Herbstmauser, etc.). Hier findet eine Bejagung der Gänse statt, wenn die Population zu groß wird. 

 

In der Stadt Gelsenkirchen gibt es im Schlosspark Berge Probleme mit den Gänsen. Wie in diesem Jahr verfahren wird, konnte wegen der urlaubsbedingten Abwesenheit des Sachbearbeiters leider nicht in Erfahrung gebracht werden.

 

In der Stadt Bochum sind bislang keine Probleme aufgetreten. 

 

 

Herr Stach war gestern noch vor Ort und hat eine hohe Anzahl der Gänse festgestellt. Der dort vorhandene Spielplatz ist durch die Hinterlassenschaften der Gänse in Mitleidenschaft gezogen und für Kinder kaum noch nutzbar. Er fragt, wann die Verwaltung (bei welcher Höhe der Gänse-Anzahl) etwas machen kann.

 

Frau Darnieder antwortet, dass der Fachbereich bereits zugesagt hat, den Park im Auge zu behalten und eine entspr.  Mitteilung zu geben.