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Auszug - Entschlammung der Mühlenteiche (Ostbach)   

des Landschaftsbeirates
TOP: Ö 2
Gremium: Landschaftsbeirat Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 09.02.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:40 Anlass: Sitzung
Raum: kleiner Sitzungssaal (Raum 214)
Ort: Rathaus Herne
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Reinholz erläutert die geplante Entschlammung der Mühlenteiche (Ostbach).

 

Die Stadt Herne plant seit einigen Jahren die ökologische Verbesserung des noch fehlenden Teilstückes des Ostbaches zwischen den Mühlenteichen (Gysenberg) und der Sodinger Straße. Nach der Wasserrahmenrichtlinie der EG müssen die Fließgewässer in einen guten ökologischen Zustand versetzt werden.

 

Zurzeit fließt der Ostbach durch die hlenteiche, wodurch sich die Wasserqualität verschlechtert und die Wassertemperatur auf ein bachuntypisches Niveau ansteigt. Nach geltendem Wasserrecht sollte der Ostbach nicht mehr im Hauptschluss durch die Teiche fließen, sondern nur noch im Nebenschluss.

 

Da die Teiche leider stark verschlammt sind, besteht die Gefahr, dass sie im Sommer umkippen, wenn der Ostbach nicht mehr in Gänze durch die Teiche geleitet wird. Eine Entschlammung der Teiche ist daher Voraussetzung für eine Renaturierung des genannten Ostbach-Teilstückes.

 

Bei der Teichentschlammung sollen sog. Geotubes (wasserdurchlässige Entwässerungsschläuche aus Polypropylen) eingesetzt werden. Der Schlamm wird mit Schläuchen aus den Teichen in die Geotubes gepumpt und wird dort durch den Druck unter Zusatz eines Flockungsmittels entwässert.

 

Als besonders schwierig gestaltet sich bei diesem Projekt die Unterbringung des Teichschlammes, da in der näheren Umgebung nur wenige Freiflächen mit der notwendigen Größe zu finden sind.

 

r die Lagerung des Schlammes bietet sich der Teich in der Nähe des Forsthauses an, der sich in einem schlechten Pflegezustand befindet und mittlerweile stark verlandet ist. Wegen fehlender finanzieller Mittel und Alternativen für die Schlammablagerung soll dieser Teich aufgegeben werden.

 

Der Teich  liegt in unmittelbarer Nähe zu den Mühlenteichen und ist durch einen Überlauf mit ihnen verbunden, so dass das aus den Geotubes austretende Wasser problemlos in die Mühlenteiche zurückfließen kann.

 

Nach Abschluss der Entschlammungsmaßnahme soll die betroffene Fläche mit Oberboden überdeckt und später eingesät werden.

 

Die Biologische Station soll vor der Maßnahme eine Artenschutzprüfung durchführen, damit diese Belange bei der Durchführung berücksichtigt werden können (z. B. Abfischaktion).

 

 


Beschluss: