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Auszug - Erhalt und Schutz von stehendem und liegendem Totholz in städtischen Wäldern  

des Landschaftsbeirates
TOP: Ö 7
Gremium: Landschaftsbeirat Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 10.05.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:20 Anlass: Sitzung
Raum: großer Sitzungssaal (Raum 312)
Ort: Rathaus Herne
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Kuhl führt aus, dass im Rahmen der Novelle des Landschaftsgesetzes Nordrhein-Westfalen zu einem Nordrhein-Westfälischen Naturschutzgesetz folgender Passus unter § 1 b Abs. 2 Landesforstgesetz eingefügt werden soll:

 

Stehendes, dickstämmiges Totholz von Laubbäumen ist im Wald zu belassen. Die Forstberde kann im Einzelfall eine Ausnahme zum Schutz benachbarter Waldbestände zulassen, wenn das Entfernen aus Gründen des Waldschutzes erforderlich ist.“

 

Die Verwaltung hat nach ELA große Mengen von Totholz in den städtischen Wäldern belassen, soweit es aus Gründen der Verkehrssicherung möglich war.

 

Die Vorsitzende sagt dazu, dass die Verwaltung und auch private Waldbesitzer mit der Totholzproblematik sensibel umgehen. Große Konflikte habe es in der Vergangenheit aber mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) im Constantiner Wald und dem Resser Wäldchen gegeben. Erst als das Resser Wäldchen unter Naturschutz gestellt wurde, hat sich zumindest dort die Situation verbessert. Offensichtlich wollen die Förster beim RVR nur „schwarze Zahlen“ sehen.

 

Auf Gelsenkirchener Stadtgebiet wurde angrenzend an das Resser Wäldchen auf einer durch ELA geschädigten Fläche der gesamte Restbaumbestand abgeräumt und durch eine Buchenneuaufforstung ersetzt. Der historische ehemalige Fleuthe-Bachlauf wurde auch zugepflanzt und ist somit nicht mehr zu erkennen.

 

Herr Adamiak sagt, dass er als Förster beim RVR arbeite. Die Totholzproblematik werde bei den Kollegen sicherlich unterschiedlich gesehen, aber es bestehe Konsens darüber, dass ein gewisser Totholzanteil im Wald verbleiben müsse. Die von der Vorsitzenden angesprochene Ersatzaufforstung sei im Übrigen nicht vom RVR durchgeführt worden. Er vermutet, dass die Fläche der Stadt Gelsenkirchen gehöre.


Beschluss: