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Auszug - Anfrage: Hundewiese  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen
TOP: Ö 8
Gremium: Bezirksvertretung Sodingen Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 08.02.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 19:12 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal der Akademie Mont Cenis
Ort:
2017/0059 Anfrage: Hundewiese
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:BVO Pietas, Sven
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Bearbeiter/-in: Gresch, Norbert
 
Beschluss


In ihrer Sitzung vom 04.03.2015 hat die Bezirksvertretung Sodingen beschlossen, die „Brachfläche Sodinger Straße“ und die „Ackerfläche an der Linde“ als Hundewiese auszuweisen. Die Anbringung von Spenderkästen für Hundekotbeutel sollte gemäß Bericht der Verwaltung von der Entwicklung hinsichtlich der aufgestellten Spenderkästen am Hölkeskampring abgewartet werden. Weiterhin wurde die Einzäunung neben den angeführten Kostengründen, wegen der Erfahrungen in der Vergangenheit durch fehlende Einzäunung nicht für sinnvoll erachtet. Von Bürgern wurden nunmehr „Vorfälle mit Hunden“ angeführt, die jedoch nicht näher spezifiziert werden können.

 

Die CDU-Fraktion bittet Sie daher, in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Sodingen am 08.02.2017 nachstehende Fragen von der Verwaltung beantworten zu lassen:

  1. Liegen der Verwaltung Meldungen von „Vorfällen“, bei denen Menschen oder (z.B. „wild“ lebende) Tiere geschädigt wurden bzw. Beschwerden von Bürgern vor?

Soweit dies der Fall ist, wird die Verwaltung gebeten, der Bezirksvertretung Zahl und Art der gemeldeten „Vorfälle“ mitzuteilen.

  1. Liegen der Verwaltung zwischenzeitlich Zahlen darüber vor, ob und in welchem Umfang die ausgewiesenen Hundewiesen durch die Hundebesitzer angenommen werden?
  2. Soweit 2. zu einer positiven Einschätzung gelangt: Sind die Erkenntnisse aus den „Am Hölkeskampring“ gesammelten Erfahrungen auf die im Stadtbezirk Sodingen ausgewiesenen Flächen übertragbar?

Frau Mertens und Herr Pawlicki nehmen wie folgt Stellung:

Zu Frage 1:

Seit Spätherbst letzten Jahres und insbesondere im Dezember häufen sich telefonische Beschwerden über Hundehalter auf der Wiese hinter dem Hügel an der Akademie.

Es sollen regelmäßig Hundehalter in Gruppen zusammenstehen, sich unterhalten und nicht darauf achten, wie sich ihre Hunde verhalten und wo sie sich befinden. Auch sollen einzelne Hundehalter ihre Hunde dort unangeleint laufen lassen. Es soll zu zahlreichen Belästigungen und auch Gefährdungen für Hunde und auch deren Halter gekommen sein.

Zusammengefasst kann man sagen, dass keine Rücksicht auf andere Hundehalter, andere Hunde und auch Personen ohne Hund genommen wird.

In der Konsequenz kontrolliert der KOD mittlerweile vermehrt und fordert die Hundehalter auf, ihre Hunde nur noch auf den angelegten Wegen frei laufen zu lassen. Die Hundehalter werden belehrt, dass angelegte und gekennzeichnete Wege nicht zu verlassen sind.

Bislang wurden die Hundehalter lediglich belehrt und mündlich verwarnt. Darüber wiederum sind einige Beschwerden von Hundehaltern eingegangen, die sich darüber beklagen, dass das Verbot zum Schutz der Landschaft nun durchgesetzt werden soll.

 

Ab der 5. KW werden durch den KOD zusätzlich Bußgeldverfahren eingeleitet.

 

Zu Frage 2:

Da die Verwaltung keinerlei Statistik über die Nutzung der Hundewiesen führt, können keine entsprechenden Zahlen genannt werden.

 

Zu Frage 3:

Soweit die Frage das Aufstellen von Spenderkästen für Hundekotbeutel betrifft, so wurde zwischenzeitlich u. a. jede Hundewiese mit Spenderkästen ausgestattet. Insgesamt wurden im Stadtgebiet ca. 35 Spenderkästen aufgestellt.

Der Verbrauch an Hundekotbeuteln belief sich in 2016 auf ca. 200.000 Stück.