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Auszug - Anfrage: Zustand der Gysenbergteiche und Verschmutzung der Wege durch Gänse  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen
TOP: Ö 19
Gremium: Bezirksvertretung Sodingen Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 10.05.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 18:50 Anlass: Sitzung
Raum: Bürgersaal der Akademie Mont Cenis
Ort:
2017/0295 Anfrage: Zustand der Gysenbergteiche und Verschmutzung der Wege durch Gänse
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:BVO Pietas, Sven
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Bearbeiter/-in: Gresch, Norbert
 
Beschluss


 

Vor kurzer Zeit wurden die Entschlammungsarbeiten der Gysenbergteiche abgeschlossen. Trotz durchgeführter Arbeiten ist keine wesentliche Besserung der Wasserqualität feststellbar, die Teiche wirken zumindest augenscheinlich - und je nach Wetterlage auch vom Geruch her - weiterhin eher verdreckt. Darüber hinaus sind die Hauptwege durch Gänsekot stark verschmutzt oder werden durch eine größere Anzahl von Gänsen „besetzt“, so dass das Gesamtbild auf Besucher unattraktiv wirkt.

 

Die CDU-Fraktion bittet Sie in diesem Zusammenhang, in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Sodingen am 10.05.2017 nachstehende Fragen von der Verwaltung beantworten zu lassen:

 

1.Wurde durch die durchgeführte Reinigung eine messbare Verbesserung der Wasserqualität erzielt?

 

2.Ist eine weitergehende Reinigung des Gewässers vorgesehen?

 

3.Hat die Verwaltung die Absicht – und wenn ja bereits ein Konzept- mit dem die Gänse zumindest von den Hauptwegen ferngehalten werden können?

 

Herr Kuhl antwortet wie folgt:

Zu Frage 1:

Die Teichentschlammung wurde bei den Mühlenteichen (Zwillingsteich an der alten Mühle im Gysenberg) erfolgreich durchgeführt und hat zu einer erheblichen Verbesserung der Wasserqualität geführt.

Die weiter nördlichen gelegenen Teiche im Bereich Auf dem Stennert und an der Sodinger Straße sind hinsichtlich der Wasserqualität sicherlich verbesserungsfähig. Aktuell ist an beiden Teichen eine starke Algenbildung an der Wasseroberfläche zu beobachten, welche auf eine Eutrophierung (Überdüngung) des Gewässers hinweist.

Ursache hierfür ist der Eintrag organischer Substanz (Blätter, Wasservogelkot und Fütterung der Vögel). Eine Verbesserung könnte auch hier durch eine Entschlammung der Teiche erzielt werden.

Zu Frage 2:

 

Nachdem die Entschlammung der Mühlenteiche erfolgreich abgeschlossen wurde wird nun  die Planung zur ökologischen Verbesserung des Ostbaches zwischen den Mühlenteichen und der Sodinger Straße (km 4,50 bis km 5,72) fortgesetzt.

 

Aktuell hat die Stadtentwässerung Herne GmbH & Co KG (SEH) im Auftrag der Stadt Herne das Ingenieur-Büro Fischer  beauftragt, die bereits bestehende Planung von 2010 zu aktualisieren. Die beauftragte Planung soll als Grundlage für die politischen Beschlüsse, das erforderliche wasserrechtliche Verfahren und für den noch zu stellenden Förderantrag dienen.

 

In dieser Planung wird auch der Zustand der Teiche im Zusammenhang mit der Ostbachrenaturierung betrachtet werden, da diese in das Gesamtkonzept mit eingebunden werden müssen.

Zu Frage 3:

In der Sitzung des Jagdbeirates der Stadt Herne am 06.04.2017 wurde das Gänsethema eingehend diskutiert.

 

Demnach ist die Anzahl der Kanadagänse im Stadtgebiet stark gesunken. Im Ostbachtal wurden ca. 8, im Dorneburger Park ca. 7 und im Sommerbad 5 – 8 Gänse beobachtet.

 

Von den Nilgänsen gibt es verhaltensbedingt pro Teich immer nur ein Pärchen mit Jungen, da Artgenossen konsequent vertrieben werden.

 

Aktuell sieht die Verwaltung hier keinen Handlungsbedarf. Daher gibt es auch kein Konzept zur Reduzierung des Bestandes.

 

Die Gänse gehören zum jagdbaren Wild, haben aber vom 01.02. – 15.07. Schonzeit. Eine Bejagung ist in der dichtbesiedelten Stadt Herne aber grundsätzlich problematisch. Ein Fernhalten der halbzahmen Gänse von den Wegen ist praktisch nicht durchführbar.