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Auszug - Anfrage: Sachstand "Herne blitzblank"  

des Rates der Stadt
TOP: Ö 18.2
Gremium: Rat der Stadt Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 10.07.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:43 Anlass: Sitzung
Raum: großer Sitzungssaal (Raum 312)
Ort: Rathaus Herne
2018/0489 Anfrage: Sachstand "Herne blitzblank"
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:SVO Schroeder, Bernd
Federführend:AöR Entsorgung Herne Bearbeiter/-in: Gresch, Norbert
 
Beschluss


Seit einiger Zeit läuft die Aktion "Herne blitzblank". Daher halten wir einen Zwischenbericht für möglich und geboten. Dabei möchten wir uns zunächst auf die in den Fragen genannten Aspekte beschränken.

 

Fragen:

1.Wie wird die App von Entsorgung Herne angenommen? Wie viele Meldungen gingen bisher ein? Wie viele Meldungen davon konnten kurzfristig behoben werden?

2.Können die Mülldetektive beim Aufspüren der Verursacher von wilden Müllkippen Erfolge aufweisen? Beschreiben Sie diese bitte nach Art und Umfang.

3.Wie hoch wird aktuell der zusätzliche Bedarf an öffentlichen Abfallbehältern eingeschätzt?

4.Gibt es bereits Erkenntnisse darüber, wo Schwerpunkte zum Aufstellen von öffentlichen Abfallbehältern liegen sollen?

5.Welche Maßnahmen sind bisher mit welchen Erfolgen durchgeführt worden?

 

 

Herr Stadtdirektor Dr. Klee gibt die Antworten von entsorgung herne auf die Anfrage des Stadtverordneten Schroeder weiter:

Zu Frage 1.:

Stand heute gibt es 1.400 IOS- und 3.300 Android-Downloads der App. Seit dem Start der App am 01.04.2017 sind ca. 420 Meldungen über die App eingegangen, 80 Prozent der Meldungen werden innerhalb von 2 Tagen abgearbeitet - je nach Größe und Schwierigkeit (Böschungsbereiche, schwere Lasten, unwegsames Gelände, Privatgelände) kann dies auch etwas länger dauern.

In der Regel werden alle Beschwerden, die in der alleinigen Verantwortung der entsorgung herne liegen, innerhalb einer Woche erledigt.

Zu Frage 2.:

Es sind keine Mülldetektive, sondern "Qualitätsmanager", die durchaus auch mit anderen Aufgaben betraut sind. Seit Mai 2017 wurden 904 OWI-Verfahren eingeleitet. Es gab 770 Verunreinigungen von Containerstandplätzen, 56 wilde Müllkippen, 55 Fälle, bei denen Sperrmüll ohne Termin oder zu früh rausgelegt wurde, 23 Fehlbefüllungen gelber Säcke oder sie wurden zu früh rausgelegt. 252 Fälle wurden mit einem Bußgeld belegt, 360 Verfahren wurden eingestellt und 292 Verfahren sind noch offen.

Es wurden noch ca. 800 Verunreinigungen festgestellt, bei denen keine Verursacher ermittelt werden konnten.

Zu Frage 3.:

Auf zirka 100, verteilt über das gesamte Stadtgebiet; ein Kataster wird aktuell durch entsorgung herne erstellt.

Zu Frage 4.:

Im Umfeld von Schulen, an Zugängen zu städtischen Parks, im Umfeld von Einzelhandel mit To Go-Produkten. Daneben werden gerade Überlegungen angestellt, neben der Standorterhöhung auch die Volumenbetrachtung einzubeziehen und ggfs. Behälter (gestuft nach Bedarf) mit größerem Volumen anzuschaffen (Standbehälter). Hierzu werden gerade verschiedene Lösungen und Behältersysteme geprüft.

Zu Frage 5.:

Die Aktion „Herne blitzblank“ ist eine PR-Kampagne, mit der durch Plakatierungen im Stadtgebiet sowie in Schulen und öffentlichen Gebäuden für einen sensibleren Umgang mit dem Thema geworben wird. Die Aktion kommt in der Bevölkerung gut an und zog zahlreiche freiwillige Müllsammelaktionen nach sich, wird aktuell von der Stadt Herten adaptiert und hinterließ besonders in Schulen Eindruck. Gestern noch hat die Hiberniaschule „Herne Blitzblank“ zum Anlass genommen, im Umfeld der Schule und in Eickel-Zentrum aufzuräumen.

Darüber hinaus gibt es einen Arbeitskreis Saubere Stadt, in dem sich regelmäßig alle mit dem Thema Abfall und Müll beschäftigten Akteure treffen und austauschen. Gesteuert von der im Büro des Oberbürgermeisters eingerichteten Stabsstelle für Sauberkeit kann so kurzfristig reagiert und gehandelt werden. So wurde hier zum Beispiel die zusätzliche Aufstellung von 100 Müllbehältern verabredet.

Ebenfalls hilfreich sind Workshops und Aufklärung gerade im Bereich Schule und Vorschule.

Auch die Qualitätsmanager sind zu nennen, da Sie aktiv auf "Müllsünder" zugehen, um auf das Fehlverhalten und die Auswirkungen hinzuweisen.