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Auszug - Anfrage – Jedem Kind sein Seepferdchen „Schwimmen ist lebenswichtig“  

des Schulausschusses
TOP: Ö 10.1
Gremium: Schulausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 13.09.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 17:38 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungsort siehe Einladung!
Ort:
2018/0564 Anfrage – Jedem Kind sein Seepferdchen „Schwimmen ist lebenswichtig“
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:SPD-Ratsfraktion
Federführend:FB 31 - Schule und Weiterbildung Bearbeiter/-in: Gnörk, Markus
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Die Anfrage wird durch die Verwaltung wie folgt beantwortet:

 

1. Ist die Realisierung eines solchen Projekts aus Sicht der Verwaltung grundsätzlich möglich?

 

Ein Projekt nach Vorbild des Bremer Modells ist aufgrund der Erlasslage in NRW so nicht möglich. Gemäß dem Erlass Sicherheitsförderung im Schulsport von 2014 obliegt die Aufsichtspflicht einzig und allein einer Lehrkraft.

(Seite 25 aus dem Erlass Sicherheitsförderung im Schulsport von 2014):

Die Anwesenheit weiterer Personen (z. B. Schwimmbadpersonal, Integrationshilfe von Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung) entbindet die Lehrkraft nicht von ihrer Aufsichtspflicht. Grundsätzlich gilt auch beim Schwimmen im Schulsport die verantwortliche Zuständigkeit einer Lehrkraft je Lerngruppe.“

Beim Bremer Schwimmmodell hingegen, wo der Schwimmunterricht für die 3. Klasse durch Outsourcing an die Bremer Bädergesellschaft übergeben wurde, ist es im dort gültigen Erlass zum Schulschwimmen so formuliert, dass die Aufsichtspflicht auch an geprüfte Meister für Bäderbetriebe, Fachangestellte für Bäderbetriebe bzw. entsprechend qualifizierte Honorarkräfte betraut werden können.

Nach dem Erlass Sicherheitsförderung im Schulsport 2014 müsste also beim Schwimmunterricht in Herne je Lerngruppe immer eine Lehrkraft vor Ort die Aufsichtspflicht wahrnehmen. Eine Entlastung der Lehrkräfte wäre nicht gegeben, zudem würde es durch die zusätzliche Personalressource zu einem erhöhten finanziellen Aufwand führen.

 

 

2. Ist die Anzahl der bestehenden Lehrschwimmbecken unter Hinzuziehung der öffentlichen Bäder im Stadtgebiet ausreichend, um ein solches Projekt umzusetzen?

 

 Die derzeitigen Kapazitäten sind, wie in der Berichtsvorlage zum Schulschwimmen (Vorlage 2018/0508) dargestellt, bis einschließlich SJ 2023/24 rechnerisch ausreichend um die vorgeschriebenen 17,5 Stunden je Klasse je Schuljahr abzudecken. Die vorhandenen Schwimmflächen werden hierbei annähernd vollständig ausgelastet. Im Vormittagsbereich wäre ein zusätzlicher Schwimmunterricht durch schulfremdes Personal daher auch aufgrund der Auslastungslage der Lehrschwimmbecken kaum möglich.

 

 

3. Welche Voraussetzungen müssten hierfür geschaffen werden?

 

 Es wäre eine Änderung der gesetzlichen Hürde im Erlass zur Sicherheitsförderung im Schulsport von 2014 in Bezug auf die Aufsichtspflicht erforderlich.

 

 

4.  Wie groß ist der Nichtschwimmeranteil unter den Schülerinnen und Schülern an Herner Grund- und Förderschulen?

 

Frau Christoph-Martini, Schulamtsdirektorin im Schulamtr die Stadt Herne, hat diesbeglich die Herner Grundschulen befragt. Der Nichtschwimmeranteil differiert hierbei von Schule zu Schule sehr stark. Im Maximum liegt die Quote der Nichtschwimmer nach Klasse vier betrachtet an einem Schulstandort bei ca. 60 %. An anderen Schulstandorten sind nur einige wenige Schülerinnen und Schüler Nichtschwimmer. Die Zahlen sind hierbei insbesondere abhängig vom Sozialraum in dem der Schulstandort liegt und am Vorhandensein eines eigenen Lehrschwimmbeckens am Schulstandort / in der Nähe des Schulstandorts. Die  effektiven Schwimmzeiten für Schulen mit eigenem Lehrschwimmbecken sind aufgrund der entfallenden Anfahrtszeiten erheblich größer.

 

 

4.1  Wie groß ist der Nichtschwimmeranteil  unter den SuS an den weiterführenden Schulen zum Ende der 6. Jahrgangstufe?

 

Daten wurden hierzu bislang nicht erhoben. Herr Ruth, Schulamtsdirektor im Schulamt für die Stadt Herne, weist jedoch insbesondere auf die intensiven Bemühungen der Hans-Tilkowski-Schule bei Maßnahmen zur Schwimmbefähigung für ihre Schüler hin. Hier gelingt es den Anteil der Nichtschwimmer nach Klasse sechs auf ca. zwanzig Prozent zu reduzieren.

 

 

5. sst sich der Nichtschwimmeranteil an allen Schulen im Stadtgebiet statistisch darstellen?

 

 siehe zu 4.

 

 

 

5.1  Gibt es Schulen im Stadtgebiet, an denen der Anteil der Nichtschwimmer überproportional größer ist?

 

siehe zu 4.

 

 

6. Welche weiteren Möglichkeiten bzw. Alternativen zum Vorschlag der SPD-Ratsfraktion sieht die Verwaltung, um die Anzahl der Nichtschwimmer in unserer Stadt weiter zu reduzieren?

 

  • Den Pool an Schwimmlehrkräften erhöhen um Ausfallquoten zu minimieren (Qualifikationen des vorhandenen Lehrkräftestamms)
  • Es wird eine Optimierung der Belegungspläne und Zuteilungen zum nächstgelegenen Lehrschwimmbecken angestrebt, um eine einheitlichere Verteilung der vorhandenen Schwimmzeiten unter allen Schulen zu gewährleisten.
  • Ausweitung des außerschulischen Angebots (bspw. OGS, DLRG, Kooperationen mit Herner Schwimmvereinen etc.)

 


 


Abstimmungsergebnis:

 

 

gesamt

SPD

CDU

Grüne

Linke

Piraten/AL

AfD

FDP

UB

OB

dafür:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

dagegen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Enthaltung: